Vor 10 Jahren sind wir von der Schweiz losgezogen, um die Welt zu entdecken

Vor 10 Jahren sind wir von der Schweiz weggezogen um zu reisen

Fast hätten wir unser 10 Jähriges Reise-Jubiläum verpasst. Eines Abends unter dem wunderschönen Sternenhimmel hier in Australien ist mir plötzlich durch den Kopf geschossen, dass wir im 2007 unsere Jobs an den Nagel gehängt haben, unser Haus verkauft haben und von der Schweiz losgezogen sind, um die Welt zu entdecken. Das war im Februar 2007, und nun ist bereits April 2017. Das sind ja schon 10 Jahre!

Am 26. Februar 2007 sind wir, nach etwa einem Jahr Vorbereitungszeit, von der Schweiz Richtung Südostasien geflogen. Ein riesiger Schritt und ein kompletter Neustart unseres Lebens. Technisch gesehen sind wir noch nicht 10 Jahre unterwegs, da wir ja in der Zwischenzeit auch für fast 2 Jahre wieder in der Schweiz gelebt und gearbeitet haben, aber trotzdem feiern wir unser 10 Jähriges Reise-Jubiläum mit diesem Beitrag.

Mit der Abreise aus der Schweiz haben wir auch unser „normales“ Leben, die Sicherheit und die Geborgenheit, sowie Familien und Freunde zurückgelassen. Unser Leben hat einen ganz anderen Inhalt und Wert erhalten. Ganz andere Dinge wurden plötzlich wichtig und wir haben uns mit den Jahren auch sehr stark verändert.

Unser von Überfluss und Luxus geprägtes Leben haben wir gegen ein viel einfacheres Leben mit minimalem Besitztum eingetauscht. Vor der Abreise haben wir Haus, Auto und viele andere Besitztümer verkauft, verschenkt, weggegeben und entsorgt. Seither sind wir nur noch mit dem Nötigsten unterwegs und das muss in eine Reisetasche passen. Da ist das eigene Fahrzeug, welches wir hier in Australien besitzen bereits wieder richtiger luxus.

Bis jetzt haben wir nie bereut, dass wir den grossen Schritt gewagt und uns entschieden haben, unser Leben komplett auf den Kopf zu stellen. Seit wir unterwegs sind, haben wir viel mehr Zeit für uns, wir geniessen die Natur und die Landschaften viel mehr. Wir sind viel mehr draussen und unsere Körper haben sich an ein Leben in der Natur gewöhnt. Ganz andere Dinge sind in unserem Leben wichtig geworden. Wir sind glücklich und geniessen unser Leben in vollen Zügen.

Unser Leben als Tauchlehrer auf einer kleinen Insel

Natürlich müssen wir unterwegs auch Geld verdienen. So haben wir unser grosses Hobby, das Tauchen, zu unserem zweiten Beruf gemacht und wir arbeiten immer wieder als Tauchlehrer an den schönsten Orten dieser Welt. Während den Jahren, die wir als Tauchlehrer gearbeitet haben, konnten wir jeden Tag unser grosses Hobby, das Tauchen geniessen. Klar, es ist auch Arbeit und ab und zu ist das Tauchen mit fordernden Gästen auch sehr anstrengend. Trotzdem haben wir die Liebe zur Unterwasserwelt nie verloren und wir Tauchen auch heute noch immer sehr gerne.

Unser Leben als Tauchlehrer macht uns Glücklich

Welche Länder haben wir denn seit 2007 bereist?

2007: Thailand, Kambodscha, Laos, Burma, Malaysia, Singapur, Indonesien, Malediven, Schweiz

Wir starten zu unserer langen Auszeit und fliegen zuerst nach Thailand. Mit dem Rucksack bereisen wir die Länder Südostasiens und lassen uns von der Schönheit dieser Länder, der Natur und der Herzlichkeit ihrer Bewohner in den Bann ziehen.

Die Reise als Backpacker ist unbeschwert. Wir geniessen unsere Freiheit und spontan entscheiden zu können, wo wir als nächstes hinreisen. Auf dem Weg organisieren wir uns jeweils das Visum, welches wir für das nächste Land benötigen. Vor allem Myanmar / Burma beeindruckt uns sehr und wir sind froh, dass wir dieses interessante Land bereisen dürfen.

Mt Brome bei Sonnenaufgang ist ein wunderschöner Anblick

Zum Ende unserer Südostasienreise fliegen wir nochmals nach Thailand, um dort die Ausbildung zum Tauchlehrer zu absolvieren. Auf der Insel Koh Tao mieten wir uns ein kleines Haus und ein Motorrad. Wir sind am lernen und schuften für die Ausbildung zum Tauchlehrer und am Ende haben wir auch die Lizenz als PADI Tauchlehrer in der Tasche.

Nun können wir auf Koh Tao das erste Geld mit unserem neuen Job verdienen und rasch haben wir mit ein paar Tagen Arbeit als Freelance Tauchlehrer die Miete für unser Haus abbezahlt. Ein super Gefühl unser grösstes Hobby zum Job gemacht zu haben und damit auch gleich schon unseren Lebensunterhalt zu verdienen.

Wir wollen aber eine Festanstellung und die wird uns auf der Malediveninsel Kuredu angeboten. Wir freuen uns riesig und ein paar Wochen nach der Zertifizierung zu Tauchlehrern fliegen wir von Thailand auf die Malediven. Dieses Mal nicht als bezahlende Gäste sondern als Tauchlehrer.

2008: Malediven, Schweiz

Wir arbeiten und leben auf der Malediveninsel Kuredu. Hier lernen wir enorm viel und können uns in unserem neuen Beruf etablieren. Kuredu ist eine der grossen Malediveninseln und so haben wir ganz viele Arbeitskollegen, von denen wir sehr viel lernen können. Natürlich geniessen wir die Unterwasserwelt in vollen Zügen und wir erleben wunderschöne Momente unter Wasser. Auch das Unterrichten als Tauchlehrer macht uns grossen Spass und es gibt nichts Schöneres als die leuchtenden Augen eines Tauchschülers nach dem ersten Tauchgang zu sehen.

Wir leben und arbeiten auf der Malediveninsel Kuredu

Die Zeit vergeht wie im Fluge und bereits ist ein Jahr vorüber. Wir müssen uns entscheiden, ob wir unseren Arbeitsvertrag um ein weiteres Jahr verlängern wollen. Da wir noch mehr von der Welt sehen wollen und reisen möchten, entscheiden wir uns dagegen und sagen den Malediven erst mal Lebe wohl. Weihnachten und Neujahr feiern wir in der Schweiz mit unseren Familien und Freunden.

2009: Australien, Neuseeland, Hongkong, Schweiz

In der Schweiz bereiten wir uns auf unsere nächsten Abenteuer vor. Im Januar fliegen wir über Hongkong nach Neuseeland. In Hongkong haben wir ein paar Tage Zeit, um die Stadt zu erkunden bevor wir nach Neuseeland weiterfliegen.

In Neuseeland mieten wir uns einen kleinen Camperbus. So entdecken wir 2 Monate die Nord- und Südinsel dieses wunderschönen Landes. Wir lieben die grünen Weiden, die Möglichkeit am gleichen Tag auf dem Gletscher zu wandern und im Meer zu baden und natürlich die schönen Landschaften.

Die Landschaften Neuseelands sind atemberaubend schön

Weitere acht Monate verbringen wir mit Campen in Australien. Da uns die Fahrzeugmiete viel zu teuer ist, kaufen wir uns einen zum Camper umgebauten Toyota LandCruiser und starten zum Roadtrip durch Australien. Wir umrunden dieses riesige Land im Gegenuhrzeigersinn und fahren auch immer wieder ins Landesinnere.

Wir sind hin und weg von der Abwechslung der Landschaften, welche dieses riesige Land zu bieten hat. Vor allem die extremen Weiten und die Abgelegenheit der Orte beeindrucken uns sehr, da dies natürlich auch total anders ist als in der Schweiz. Wir lernen die unglaubliche Gastfreundschaft der Australier kennen und sind auch von  der Pflanzen- und Tierwelt absolut begeistert.

Schweren Herzens verkaufen wir nach acht Monaten unser Fahrzeug wieder und verabschieden uns von Australien. Wir haben uns entschieden, dass wir nach Australien wieder in die Schweiz reisen und nach unserer Auszeit wieder ein „normales“ Leben in der Schweiz führen wollen. Am Ende des Jahres fliegen wir in die Schweiz und verbringen Weihnachten und Neujahr mit unseren Familien und Freunden.

2010: Schweiz, Indonesien

In der Schweiz melden wir uns wieder bei der Gemeinde an, mieten uns eine Wohnung, kaufen uns ein Auto, suchen uns wieder eine Arbeitsstelle und sind so „Schwups di Wups“ wieder im Hamsterrad drin. Zu Beginn sind wir voll motiviert, denn beim Start unserer Auszeit im 2007 war für uns klar, dass wir nur temporär für ein paar Jahre eine Auszeit zum Reisen nehmen. Von Beginn weg war es der Plan danach wieder in unsere angestammten Berufe zurückzukehren und unser „normales“ Leben weiter zu leben.

Da wir wieder im „normalen“ Arbeitsleben integriert sind haben wir nur ein paar Wochen Urlaub pro Jahr. Da wir das Tauchen unheimlich vermissen, buchen wir zwei Wochen Tauchurlaub auf der indonesischen Insel Nabucco. Wir geniessen die wunderschöne Unterwasserwelt und verbringen viel Zeit unter Wasser. Aber auch das Leben auf der kleinen Insel saugen wir so richtig in uns auf. Die ersten Zweifel steigen in uns hoch und wir fragen uns, wieso wir wieder in der Schweiz arbeiten und leben. Könnten wir uns denn vorstellen wieder auf einer kleinen paradiesischen Insel zu leben und arbeiten?

Tauchurlaub auf der Indonesischen Insel Nabucco

2011: Namibia, Schweiz, Malediven

Aber manchmal kommt es doch anders als man denkt. Die anfängliche Euphorie und Motivation wird rasch wieder vom grauen und tristen Alltag abgelöst. Wir fühlen uns immer mehr am falschen Platz und bereuen immer mehr, dass wir nicht noch etwas länger gereist sind. Eigentlich wollten wir ja nach unserer Auszeit gar nicht mehr so richtig in unser Hamsterrad zurück. Immer mehr wird für uns der Alltag und die Routine zum Graus und wir fühlen uns wie Pflanzen, die zu wenig Licht und Nahrung bekommen.

Während vier Wochen bereisen wir Namibia, wo wir wieder unser geliebtes Leben im Camper geniessen und ein neues Land entdecken. Wir haben uns ein Fahrzeug mit Dachzelt gemietet und erkunden damit dieses wunderschöne Land mit den wilden Tieren. Wir haben Zeit über unser Leben nachzudenken und am Lagerfeuer unter dem wunderschönen Sternenhimmel diskutieren wir viel über unsere Zukunft. Unser Entschluss, die Schweiz wieder auf unbestimmte Zeit zu Verlassen ist gefasst.

Die wilden Tiere in Namibia sind der Hammer

Im November ist es dann wieder so weit und wir fliegen erneut von der Schweiz weg. Unser Ziel ist die Malediveninsel Komandoo. Im Januar haben wir unseren ehemaligen Arbeitgeber von den Malediven getroffen und der hat uns auch gleich wieder einen Job auf der Nachbarinsel Komandoo angeboten.

2012: Malediven, Sri Lanka, Indien, Schweiz

Wir sind überglücklich wieder auf den Malediven zu arbeiten. Das Umfeld auf der viel kleineren und gemütlichen Malediveninsel Komandoo gefällt uns sehr gut. Wir geniessen das Leben als Tauchlehrer in vollen Zügen und haben riesigen Spass unsere Begeisterung fürs Tauchen mit unseren Gästen und Tauchschülern teilen zu können.

Da das Resort für ein paar Wochen wegen Renovationsarbeiten geschlossen wird, haben wir Zeit neue Länder zu entdecken. Wir packen unsere Rucksäcke und fliegen nach Sri Lanka und Indien.

Vier Wochen verbringen wir in Sri Lanka und erkunden dieses Land, das so nahe bei den Malediven liegt, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Wir wandern in den Bergen, fahren mit dem Zug durch Teeplantagen, schauen den Fischerleuten beim Angeln zu, besichtigen Tempelanlagen und haben auch das Glück bei Zeremonien in den Tempelanlagen dabei zu sein.

Indien haut uns dann wirklich aus den Schuhen. Auf der einen Seite sehen wir traumhaft schöne Bauwerke, die wie aus einer Märchenwelt zu stammen scheinen. Auf der anderen Seite sehen wir extreme Abfallberge, wahnsinnige Armut und Menschen, die auf der Strasse sterben. Noch nie haben wir ein Land mit solchen Gegensätzen gesehen und sind nicht so richtig sicher, ob wir es nun lieben oder nicht.

Das Taj Mahal in Agra beim Sonnenuntergang vom Mahtab Bagh aus gesehen

Gegen Ende Jahr haben wir dann auch noch einen Kurzurlaub, wo wir unsere Familien und Freunde in der Schweiz besuchen.

2013: Malediven, Thailand, Singapur,  Schweiz, Australien

Wir verlängern unseren Arbeitsvertrag um ein Jahr und arbeiten nun schon das zweite Jahr als Tauchlehrer auf der Malediveninsel Komandoo. Die Unterwasserwelt fasziniert uns immer wieder aufs Neue. Wir sind begeistert von den Veränderungen, die wir im Leben an den Riffen mitverfolgen können, da wir über lange Zeit immer wieder an den gleichen Plätzen tauchen. Wir kennen inzwischen auch immer wieder Gäste, die jedes Jahr wiederkehren. Das macht unsere Arbeit als Tauchlehrer auf der Insel spannend.

Wir leben und arbeiten auf der Malediveninsel Komandoo

Den Urlaub von den Malediven verbringen wir in Thailand. Auf dem Weg von Bangkok nach Chiang Mai lassen wir uns einmal mehr von den alten Königsstädten Ayutthaya, Sukhothai und Si Satchanalai verzaubern.  Wir geniessen diese kulturellen Höhepunkte genauso wie das köstliche Thailändische Essen und die liebenswürdige Gastfreundschaft der Thailänder.

Im Oktober verabschieden wir uns dann von den Malediven. Die Entscheidung, ob wir unseren Vertrag noch für ein drittes Jahr verlängern wollen fällt uns nicht leicht. Schlussendlich entscheiden wir uns aber dazu weiter zu ziehen, denn es gibt einfach noch zu viel zu entdecken.

Wir reisen in die Schweiz, wo wir eineinhalb Monate Zeit haben unsere nächste Reise zu planen und die gemeinsame Zeit mit Familien und Freunden geniessen. Im November fliegen wir dann über Singapur nach Australien. In Singapur haben wir ein paar Tage Zeit, diese interessante, schöne und geschäftige Stadt zu besichtigen. Uns gefällt die Mischung aus asiatischen und europäischen Elementen.

In Australien starten wir unseren Roadtrip in Adelaide, wo wir zuerst ein paar Tage bei Freunden wohnen dürfen und so genügend Zeit haben unser Fahrzeug zu kaufen und auf Vordermann zu bringen.

2014: Australien, Indonesien, Malaysia, Thailand, Schweiz

Zum zweiten Mal verbringen wir viel Zeit in Australien und erkunden auf unserem Roadtrip durch Australien dieses riesige Land mit den vielen Naturwundern. Von Adelaide in Südaustralien fahren wir im Gegenuhrzeigersinn einmal rund um Australien. Natürlich fahren wir auch wieder viele abgelegene Strassen im Outback, durchqueren Wüsten und schlafen inmitten der wunderschönen Natur unter atemberaubenden Sternenhimmeln.

Als Abwechslung gönnen wir uns einen Monat Urlaub in Indonesien. Wir verbringen Zeit auf den wunderschönen Gili Inseln und lassen dabei die Seele baumeln. Höhepunkt der Reise ist aber die Tachsafari in den Komodo Nationalpark bei der Insel Flores. Hier treffen wir auf unglaublich starke Strömungen, wunderschöne Korallenriffe und eine atemberaubende Unterwasserwelt. Wir lieben auch das Knarren und Knirschen des aus Holz gefertigten Segelbootes.

Wieder zurück in Australien bereisen wir den Westen Australiens. Nach 10 Monaten geht es dann plötzlich ganz schnell. Wir verkaufen unser Fahrzeug früher als erwartet. In der Region Perth finden wir einen Käufer und so müssen wir uns mit schwerem Herzen ein zweites Mal von einem Toyota LandCruiser mit Camperausbau trennen.

Eigentlich ist es uns noch zu früh um in die Schweiz zurück zu kehren. Schliesslich ist es Herbst in der Schweiz und wir wollen nicht in dieser tristen Zeit in unsere Heimat. So entschliessen wir uns die Heimreise anzutreten, uns dabei aber etwas Zeit zu lassen.

Wir fliegen von Australien zuerst nach Kuala Lumpur in Malaysia, verbringen dort ein paar Tage in einem superschönen AirBnB. Zu unserem Apartment gehört auch ein Infinity Pool mit Aussicht auf die Stadt. Was für ein Traum.

Von Malaysia fliegen wir weiter nach Chiang Mai, wo wir einen Monat das köstliche Thailändische essen geniessen und wir einer unserer grossen Träume verwirklichen können. Wir können am Loy Krathong / Yi Peng das Mae Jo Laternenfestival miterleben. Tausende von Papierlaternen werden bei diesem unglaublich schönen Anlass steigen gelassen. Wir sind sprachlos.

Das Laternenfestival ist ein wunderschönes Erlebnis

Weihnachten, Neujahr und den Winter verbringen wir für einmal in der Schweiz bei unseren Familien und Freunden. Während der drei Monate in der der Schweiz haben wir auch genügend Zeit unsere Heimat, die Schweiz zu erkunden. Mit dem Swiss Pass haben wir für einen Monat freie Fahrt auf dem Schweizer Bahnnetz und den öffentlichen Verkehrsmitteln. Wir nutzen dies um mit verschiedenen Panoramazügen die Schweiz zu entdecken und verschiedene Schweizer Städte zu besuchen.

2015: Indonesien, Thailand, Schweiz, Philippinen, Malaysia

Ein neues Jahr und ein neues Kapitel in unserm Leben startet auf der kleinen, abgelegenen Insel Pulau Pef in Raja Ampat. Raja Ampat liegt in Westpapua, dem östlichsten Teil von Indonesien. Wir haben immer wieder von diesem kleinen Paradies inmitten des Ozeans gehört. Nun leben und arbeiten wir hier an diesem wunderbaren Ort der Welt.

Wir sind weit weg von jeglicher Zivilisation. Auf der kleinen Insel gibt es nur das unter Schweizer Leitung stehende Resort. Der Flughafen und der Versorgungsort Sorong liegen vier Bootsstunden entfernt. Ich leite die Tauchschule und Reni kümmert sich um Marketing und die IT. Wir erleben viele wunderschöne Momente und lassen uns von der Lebensfreude der lokalen Bevölkerung in den Bann ziehen. Wir arbeiten aber auch viel und die Arbeitstage sind sehr lang und anstrengend.

Die Lebensfreude der Kinder in Raja Ampat ist unbeschreiblich

Natürlich brauchen wir zwischendurch auch Urlaub, den wir in der Schweiz bei Familien und Freunden verbringen. Wir fliegen aber auf dem Weg in die Schweiz nicht direkt sondern stoppen noch in Thailand, wo wir den Weissen Tempel in Chiang Rai besichtigen. Diesen wunderschönen Ort haben wir schon sehr lange auf unsere Liste. Irgendwie hat es aber nie geklappt. So sind wir überglücklich, endlich dieses atemberaubende Bauwerk mit unseren eigenen Augen zu bestaunen.

Zum Jahresende haben wir erneut einen Monat Urlaub und die Zeit nutzen wir um die Philippinen zu bereisen. Wir konzentrieren uns auf die Inselgruppe der Visayas und besuchen die Inseln Negros, Siquijor, Bohol und Malapasqua. Wir geniessen die wunderschöne Inselwelt und lassen uns von der Unterwasserwelt verzaubern. Vor allem die Begegnung mit den eindrücklichen aber auch merkwürdigen Fuchshaien werden wir nie vergessen.

Leider werden wir auch den Diebstahl auf Siquijor nie vergessen, wo uns sämtliche Elektronik und vieles mehr gestohlen wurden. Durch den Diebstahl kommt bei uns auch nicht so richtige Weihnachtsstimmung auf. Wir werden aber von Philippinos zur Weihnachtsfeier und dem traditionellen Spanferkelessen eingeladen. Diese Gastfreundschaft hilft uns etwas über unseren Frust hinweg und wir können uns wieder auf unsere Zukunft konzentrieren.

Den Jahreswechsel verbringen wir für einmal nicht bei unseren Familien und Freunden sondern in der Malaysischen Metropole Kuala Lumpur.

2016: Indonesien, Malaysia, Schweiz, Deutschland, Österreich, Australien

Wir arbeiten die ersten 3 Monate noch auf der Insel Pulau Pef, bevor wir wieder weiter ziehen. Das Inselleben und vor allem das Tauchen gefallen uns zwar immer noch sehr gut. Wir merken aber auch, dass es Zeit ist neuen Abenteuern entgegenzutreten.

Drei Wochen verbringen wir auch noch auf Bali, wo wir einmal mehr in die wundersame Welt der Götterinsel eintauchen und uns vom Charme der kunstvoll angelegten Reisterrassen verzaubern lassen.

In der Schweiz verbringen wir dieses Mal etwas mehr Zeit und so haben wir auch wieder Zeit unsere Heimat besser kennen zu lernen. Mit dem Swiss Pass geniessen wir freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln für zwei Wochen. Diese zwei Wochen nutzen wir intensiv, um die schönsten Bahnstrecken der Schweiz bei herrlichem Sommerwetter zu befahren. Wir fahren auch in die Berge und erleben die Rigi und die Schynige Platte bei traumhaftem Wetter.

Traumhaftes Wetter auf der Schynigen Platte

Unser Nachbarland Deutschland besuchen wir während unserem Roadtrip durch Süddeutschland. Wir lassen uns auf dem Weinfest in Würzburg von den Weinen aus der Region überraschen, besuchen in der Automobilhochburg Stuttgart die Museen von Porsche und Mercedes und erkunden das gastfreundliche Tübingen bei strömendem Regen.

In Bad Kissingen sammeln wir auf der Abenteuer & Allrad Messe Inspirationen für unseren Roadtrip um die Welt und campen im etwas aussergewöhnlichen Campingfahrzeug, dem VW Passat Alltrack, zwischen all den Expeditionsfahrzeugen auf dem riesigen Campingareal.

In Österreich erkunden wir die Region Lech-Zürs und das Klostertal zu Fuss. Wir wandern viel und übernachten am schönsten Ort von Österreich, am Formarinsee in einer Berghütte.

Im September starten wir zu unserem grossen Reiseprojekt. Auf einem Roadtrip rund um die Welt wollen wir mit dem eigenen Fahrzeug möglichst viele Länder besuchen. Start unseres Roadtrips um die Welt ist Australien. Wir starten in Perth und suchen uns zuerst das passende Fahrzeug. Wir werden rasch fündig und bereits nach einer Woche sind wir stolze Besitzer eines Toyota LandCruisers mit Camperausbau.

2017: Australien

Auf unserem ausgedehnten Roadtrip durch Australien entdecken wir dieses riesige Land in seiner ganzen Schönheit. Bereits das dritte Mal sind wir in Australien unterwegs und doch gibt es noch ganz viele Orte, die wir noch nicht gesehen haben oder Plätze, die wir nochmals sehen wollen.

Wir geniessen die wunderschönen Campingplätze in Australien

Wie soll es denn nun weitergehen?

Vom Reisen haben wir noch lange nicht genug und wenn wir die Weltkarte betrachten, gibt es immer noch ganz viele Orte, die wir noch nicht gesehen haben. Die ersten 10 Jahre seit wir von zu Hause weg sind, haben wir grösstenteils in Südostasien und Ozeanien verbracht. Die nächsten 10 Jahre wollen wir andere Teile, wie Asien, Amerika und auch Europa erkunden und bereisen. Mit unserem eigenen Fahrzeug wollen wir die Welt erkunden und so viel wie möglich Reisen.

Wie soll es denn nach 10 Jahren Reisen weitergehen?

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6 Gedanken zu “Vor 10 Jahren sind wir von der Schweiz losgezogen, um die Welt zu entdecken

  1. Hallo Nomaden
    Ein toller Bericht. Ich kann Euch nur gratulieren zu Euren Abenteuern. Die Welt ist wundervoll. Auch wir sind begeisterte Camperreisende. Seit 4 Jahren (Frühpensionierung) sind wir jeweils 5-6 Monate im Jahr unterwegs in Europa.
    Macht weiter so und ich freue mich, wieder von Euch zu lesen.
    Gruss
    Alice

    • Hallo Alice,

      Ganz herzlichen Dank für deinen Kommentar, der uns sehr freut.
      Das Campen und Erkunden von Europa steht auch noch auf unserem Programm.

      Sonnige Grüsse,

      Marcel

  2. Wow, da kommen ganz schön viele Erlebnisse zusammen!
    Ich gratuliere Euch zu den 10 Jahren und ich wünsche Euch weiterhin viele wunderbare Begegnungen und viele Orte, die Euch zum Staunen bringen. Schön, dass ich hier ein wenig dabei sein darf!
    Herzliche Grüsse aus der Heimat!
    Ellen

    • Hallo Ellen,

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Ja, die Erlebnisse und Erinnerungen werden immer mehr.
      Wir sind sicher, dass die Welt noch ganz viele wundervolle Orte und Überraschungen für uns bereit hält.

      Liebe Grüsse in die Heimat.

      Marcel

  3. Ein super toller Reisebericht! Wir waren von 2015 bis 2016 für ein Jahr in Nordamerika. Auch für uns war es ein unvergessliches Abenteuer! Es hat uns verändert und das Reisefieber lässt uns nicht mehr los! In zwei Jahren möchten wir den Norden Europas bereisen. Wir wünschen euch weiterhin spannende Erlebnisse! Gerne dürft ihr unseren Blog lesen! Violaundclaus.auslandsblog.de

    • Hallo Viola und Claus,

      Vielen Dank für den Kommentar. Das Reisen ist wirklich ein bisschen wie eine Sucht. Wenn man mal damit begonnen hat…
      Wow ihr hattet ja einen richtig tollen Camper in Amerika. Sehr schöne Fotos mit vielen Erinnerungen auf eurem Blog. 🙂

      Sonnige Grüsse,

      Marcel

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