In der Lucky Bay im Cape Le Grand Nationalpark kannst du mit Kängurus am Strand chillen

Känguru in der Lucky Bay

Drei Australien Roadtrips, 90‘000 Kilometer und 732 Tage dauert es, bis einer unserer grossen Träume in Erfüllung geht. Geduld bewährt sich also doch. Mit einem Kribbeln im Bauch fahren wir zur Lucky Bay im Cape Le Grand Nationalpark, dort wo es Kängurus am Strand gibt. Unglaublich cool, was uns erwartet.

Die Lucky Bay im Cape Le Grand Nationalpark ist bekannt für schneeweisen Strand. Der Sand ist so weiss, man glaubt es kaum. Australier und andere Reisende haben uns vorgeschwärmt, wie schön der Strand ist. „In der Lucky Bay gibt es den weissestes Strand der Welt“, hat eine junge Backpackerin fast schon hysterisch erzählt.

Wir sind ja total verwöhnt, was Strände angeht. Einen schöneren und weisseren Strand als auf den Malediven gibt es doch nicht, dachten wir. Oh doch, gibt es. Und zwar an der Lucky Bay, an einigen anderen Stränden im Cape le Grand Nationalpark und bei der Kleinstadt Esperance.

Lucky Bay Cape Le Grand Nationalpark

Wegen dem Strand sind wir jedoch nicht zur Lucky Bay gekommen, sondern wegen den Kängurus am Strand. Praktisch jeden Tag sollen Kängurus zur Lucky Bay zum Fressen und Trinken kommen. Sie kommen, weil an gewissen Stellen Süsswasser am Strand durchsickert und sie dort tote Fische und Vögel am Strand finden.

Känguru Lucky Bay WA

Marcel und ich träumen schon lange davon, endlich einmal Kängurus am Strand zu sehen. Obwohl wir schon viele Kängurus – lebende und leider auch viele tote – in Australien gesehen haben, finden wir die flauschigen, hüpfenden Tiere total faszinierend. Sie sind so anders als die Tiere, die wir in Europa kennen.

Känguru Portrait in der Lucky Bay

Kängurus am Strand zu sehen, ist einfach total cool und ein super Fotomotiv dazu.

Kängurus am Strand in der Lucky Bay

Kängurus sind total eigenwillige Tiere. Sie reagieren nicht auf unsere Rufe, Pfeiffen oder Schnalzen. Ihnen ist auch völlig egal, dass wir sie fotografieren, filmen oder einfach nur beobachten. Sie ignorieren uns. Einige der Kängurus sind neugierig und küssen die Kamera, andere halten sogar für ein Selfie hin.

Selfie mit Känguru

Wir sind noch immer ganz hin und weg, aber vor allem sind wir glücklich endlich Kängurus am Strand gesehen zu haben. Deshalb machen wir gleich ein paar Freudensprünge.

Marcel und Reni Lucky Bay

Und weil die Kängurus so cool sind, uns einen Tanz vorgeführt haben und sogar unsere Kamera abgeknutscht, haben wir das zum Beweis auf Video festgehalten.

Es gibt natürlich noch mehr zu sehen, als „nur“ Kängurus am Strand im Cape Le Grand Nationalpark.

 

Fünf Buchten im Cape Le Grand Nationalpark – Welche ist die Schönste?

Im Cape Le Grand Nationalpark gibt es fünf Buchten. Wer sich nicht alle ansehen möchte, muss sich entscheiden. Aber welche ist die Schönste?

Die Hellfire Bay, Thistle Cove und die Lucky Bay sind die meistbesuchten und schönsten Buchten im Nationalpark. Es gibt noch die Esperance Bay mit dem Le Grand Beach und die Rossiter Bay.

Zum Baden haben uns die Thistle Cove und die Hellfire Bay am besten gefallen. Das kristallklare Wasser mit dem schneeweissen Strand ist so kitschig, wir haben uns wie in einer Traumwelt gefühlt.

Thistle Cove Strand im Cape Le Grand

Wer gerne am Strand fahren möchte, kann dies an der Lucky Bay tun. Der Sand ist so fein und kompakt, dass auch normale PW’s ein Stück weit am Strand fahren können. Vorsicht ist geboten, wer an der ganzen Lucky Bay entlang fahren möchte. Der Sand ist am Anfang zwar sehr fest, wird aber zunehmend weicher. Am besten nur mit dem 4WD fahren und allenfalls Luft ablassen.

Fahren am Strand in der Lucky Bay

Bei Ebbe ist es auch möglich von Esperance bis zum Le Grand Beach am Strand zu fahren. Vor allem in der Hochsaison ist dies sehr beliebt und es herrscht reger 4WD-Verkehr. Die Australier lieben es mit ihren 4WD’s am Strand zu fahren.

Wandertipp Frenchmans Peak: Gipfelbesteigung für gigantische Aussicht

Wenn du Lust auf eine Wanderung hast, können wir dir die Besteigung des Fremchmans Peak empfehlen. Die Aussicht von oben ist traumhaft und du kriegst eine gute Übersicht auf den Nationalpark mit den schönen Buchten.

Wandern Frenchman Peak

Der Gipfel des Frenchmans Peak ist 262 Meter hoch. Vom Parkplatz sind es 3 km hin- und zurück, wofür du rund zwei Stunden einrechnen solltest. Der Weg ist mit Pfosten markiert und es geht konstant aufwärts. Die Felsen sind teils rutschig, bei trockenem Wetter mit guten Turn- oder Trekkingschuhen jedoch kein Problem.

Frenchman Peak Aussicht

Frenchman Peak

Die Form des Gipfels erinnert an die Kopfbedeckung aus Frankreich, das Beret. Von da kommt auch der Name.

Frenchman Peak Cape Le Grand Nationalpark

Du willst noch mehr wandern im Cape Le Grand Nationalpark?

Wie wär’s mit dem Le Grand Coastal Trail? Der 15 km lange Küstenwanderweg verbindet den Le Grand Beach mit der Rossiter Bay. Wer Lust hat kann die gesamte Strecke wandern oder auch nur Teilstücke daraus.

Der Le Grand Coastal Trail startet am Le Grand Beach. Von dort geht es zuerst Inland am Mt Le Grand vorbei, dann zur Hellfire Bay, zur Thistle Cove und zur Lucky Bay. Am Strand an der Lucky Bay geht es dann bis zum Lucky Bay Lookout. Das letzte Stück führt über den Mississippi Hill bis zur Rossiter Bay. Die Wanderung kann an einem Tag gemacht werden. Es macht Sinn früh morgens loszugehen.

Details zu den Teilstücken des Le Grand Coastal Trail

Von wo bis wo – Dauer der Wanderung – Schwierigkeitsgrad

  • Le Grand Beach bis Hellfire Bay – Rund 3 Stunden – Streng
  • Hellfire Bay bis Thistle Cove – Rund 2.5 Stunden – Streng
  • Thistle Cove bis Lucky Bay Rund 1 Stunden – Einfach
  • Lucky Bay bis Rossiter Bay – Rund 2 Stunden – Mittel

Die Wanderung ist an einem Tag machbar. Unbedingt genügend Wasser mitnehmen, da der meiste Teil des Weges exponiert ist. Sonnenschutz nicht vergessen.

Wanderung von der Lucky Bay zur Thistle Cove

Thistle Cove im Cape Le Grand

Wir haben auf dem Lucky Bay Camp übernachtet und am einen morgen die Küstenwanderung von der Lucky Bay zur Thistle Cove gemacht. Eine einfache Wanderung durch Busch und über Anhöhen, die immer wieder eine tolle Aussicht auf das Meer und die umliegenden Buchten bietet.

Keine Lust zum wandern?

Dann gibt es noch die 40 km lange Panoramastrecke „Great Ocean Drive“. Auf dieser Strecke kommst du an traumhaften weissen Sandstränden und Buchten vorbei. Ein Strand ist schöner als der andere. Du hast hier echt die Qual der Wahl, wenn du baden gehen willst. Die Rundstrecke startet in Esprerance und endet auch wieder dort. Auf der Strecke gibt es noch einen Pink Lake, dieser ist jedoch seit Jahren nicht mehr Pink, heisst es von Einheimischen.

Campen im Cape Le Grand Nationalpark

Lucky Bay Campsite

  • Kosten: AUD 10 pro Person, WC und Duschen, BBQ’s und Sitzgelegenheit vorhanden. Die Gaskocher waren bei unserem Besuch ausser Betrieb.
  • Rund 60 Stellplätze oberhalb der Bucht, viele mit Sicht auf die Lucky Bay und das Meer, nur wenige Campsites mit Schatten.

Der Lucky Bay Campingplatz ist gerade im Umbau. Vieles ist bereits fertig, es werden aber noch Verbesserungen vorgenommen.

Esperance Bay / Le Grand Beach Campsite

  • Kosten: AUD 10 pro Person, WC, Duschen, BBQ’s
  • Stellplätze im Busch mit vielen schattigen Plätzen

Die Campingplätze im Cape Le Grand Nationalpark sind sehr beliebt. Wer in der Hochsaison einen Platz will, sollte früh in den Nationalpark rein. Beim Eingang in den Park gibt es eine Informationstafel, wo die Anzahl freier Campplätze aufgeführt sind. Dort zahlt man auch den Eintritt für den Nationalpark. Wer bereits einen Parks Pass hat, kann weiterfahren.

Wir hatten Glück und beim Lucky Bay Campground hatte es noch Platz. Der Le Grand Beach war jedoch um die Mittagszeit bereits ausgebucht.

Tipp für Frühaufsteher: Vor dem Sonnenaufgang aufstehen und an der Lucky Bay den Tag erwachen sehen

Sonnenaufgang in der Lucky Bay

Anfahrt in den Cape Le Grand Nationalpark

Der Cape Le Grand Nationalpark ist rund 60 km östlich von der kleinen Hafenstadt Esperance entfernt. Wer in Esperance übernachtet, kann den Nationalpark an einem Tag entdecken. Wir mögen es lieber gemütlich, deshalb campen wir auf einem der Campingplätze im Nationalpark.

Eintritt in den Nationalpark: AUD 12 pro Tag/Fahrzeug, wer sich einen Holiday Pass für 4 Wochen AUD 44 oder einen Jahrespass AUD 88 gekauft hat, kann diesen vorweisen und reinfahren.

 

Hast du die Kängurus bei der Lucky Bay im Cape Le Grand Nationalpark auch schon live gesehen? Welches Tier würdest du gerne einmal sehen?

 

6 Gedanken zu “In der Lucky Bay im Cape Le Grand Nationalpark kannst du mit Kängurus am Strand chillen

  1. Hallo ihr Lieben!

    Super Artikel, tolle Fotos / Video und einfach: Super schönes Setting! Das ist einfach der Hammer! Danke, dass Ihr uns teilhaben lasst. Lieber noch würden wir schnell rüberkommen und zu viert die Kängurus streicheln 😉 😉

    Lieber Gruss

    R&J

    • Hallo ihr Zwei

      Ja, die Kängurus waren echt der Hammer. Und das Fell ist so flauschig. So wie ein Teddybär. Sag doch immer, das Beamen müsste dringend erfunden werden 😉

      Herzliche Grüsse & bis bald,
      Reni & Marcel

    • Liebe Eva

      Herzlichen Dank. Die Lucky Bay war echt genial. Wir haben ja schon soviel davon gehört und sind froh, die traumhafte Gegend mit eigenen Augen gesehen zu haben.

      Liebe Grüsse,
      Reni

  2. Oh Mann – genau dort wollten wir im Februar auch sein! Und dann kamen die extremen Regenfälle, alle Straßen waren gesperrt und Brücken eingestürzt, man kam auf keiner Straße nach Esperance …
    Statt dessen ging’s dann nach Busselton und von da aus in den Norden (in Margaret River und Umgebung waren wir schon ein paar Mal).
    Bei Temperaturen von bis zu 43° und extrem vielen Fliegen manchmal etwas stressig – aber trotzdem unglaublich toll!
    Euch weiterhin viele tolle Eindrücke unterwegs – wir sind inzwischen (leider?) wieder daheim, aber der Frühling in der Kurpfalz hat auch was 😉

    • Hallo Rena,

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Ja, das Wetter spielt dieses Jahr ziemlich verrückt hier in Australien. Wir mussten nach Esperance auch den Umweg über die Schotterpiste nehmen. Haben es dann aber endlich geschafft.
      Gerade gestern hatten wir hier zwischen Karratha und Port Hedland wieder heftige Regenfälle. Die Flüsse sind voll Wasser und teilweise liegt Wasser auf den Strassen. Die Gibb River Road ist zur Zeit auch noch zu und wir hoffen immer noch, das sie in den nächsten Tagen wieder aufgeht. Mal schauen.

      Euch einen schönen Frühling und sonnige Grüsse,

      Marcel

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