Der Yala Nationalpark in Sri Lanka bietet eine wundervolle Tierwelt

Safari im Yala Nationalpar in Sri Lanka

Der Yala Nationalpark in Sri Lanka strotzt nur so von Tierreichtum. Die Vielfalt von Vögeln aber auch Grosstieren wie Elefanten, Krokodile und Büffel ist unglaublich. Mit etwas Glück kann man sogar  Raubkatzen sehen. Welchen Tieren wir im Yala Nationalpark begegnet sind, erzählen wir in diesem Bericht.

Wir sind nun fast drei Wochen in Sri Lanka unterwegs und haben noch immer Glück mit dem Wetter. Bis heute hatten wir noch keinen Regen und es sieht auch so aus, als ob der Monsoon noch etwas auf sich warten lässt. Dies obwohl es schon gegen Ende Mai geht. Das ist uns recht. Reisen bei Sonnenschein ist doch viel schöner als bei Regen.

In Deberawewa finden wir, in unmittelbarer Nähe des Yala Nationalparks, ein schönes Guesthouse direkt am Fluss. Das River Face Inn Guesthouse ist erst seit kurzem offen und wird von einem jungen, geschäftigen Sri Lanker geführt. Da wir die einzigen Gäste sind, geniessen wir hier Privatbetreuung. Für den nächsten Morgen planen wir eine Safari in den Yala Nationalpark. Wir bringen im Guesthouse unsere Wünsche an und es wird alles für uns organisiert. So ist früh aufstehen angesagt.

Safari durch den Yala Nationalpark in Sri Lanka

Um 5:10 Uhr klingelt der Wecker. Noch schlaftrunken steigen wir in den Jeep und fahren zum Eingang des Yala Nationalparks. Der Nationalpark öffnet um 6 Uhr und wir sind pünktlich da. Vor dem Eingang stehen bereits andere Jeeps, da wir jedoch ausserhalb der Hochsaison hier sind, ist kein grosser Andrang. Anscheinend ist in der Hochsaison mit längeren Wartezeiten zu rechnen. Am Eingang kaufen wir uns ein Ticket, wo uns ein „Animal Tracker“ zugeteilt. Wir hoffen, einen mit wachsamen Augen zu kriegen, sodass wir möglichst viele wilde Tiere beobachten können.

Fahrzeug Yala Nationalpark in Sri Lanka

Als erstes entdecken wir zwei Pfaue. Die beiden geben lustige Laute von sich.

Im Yala Nationalpark gibt es auch Krokodile. Wir entdecken ein grosses Exemplar, das einfach so im Gras liegt.

Krokodil im Yala Nationalpark in Sri Lanka

Wo es Wasser hat, sind auch immer viele Vögel anzutreffen. Das Merkmal dieses Storchs ist sein leuchtend oranger Kopf.

Bei der Recherche nach dem Namen dieses Vogels hätten wir auch einfach raten können. Einfacher könnte der Name nämlich nicht sein. Dieser Vogel mit Schnabel in Form eines Löffels heisst schlicht und einfach Löffler. Zur Nahrungsaufnahme steht der Löffler in seichtem Wasser und klappert mit dem Schnabel das Wasser nach Insekten oder kleinen Kaulquappen und Fischen ab. Der Löffler ist täglich mehrere Stunden auf Nahrungssuche.

Löffler im Yala Nationalpark in Sri Lanka

Der Nashornvogel hat einen grossen und meist gebogene Schnabel. Das Horn dieser Vögel ist meistens hohl oder besteht aus lockerem Knochengewebe. Wir entdecken viele dieser Nashornvögel auf den Bäumen.

Nashorn Vogel im Yala Nationalpark in Sri Lanka

Endlich! Ein Elefant. Im Moor streift ein Elefant durch die Gegend und spielt mit dem Wasser. Eigentlich hatten wir erwartet viel mehr Elefanten zu sichten. Immerhin sehen wir einen dieser Giganten. Die Elefanten hier in Sri Lanka haben viel kleinere Ohren im Vergleich zu den Elefanten in Afrika

Elefant im Yala Nationalpark in Sri Lanka

Einmal mehr biegen wir in eine kleinere, unbefestigte Strasse ein. Und da, plötzlich steht ein Leopard auf der Strasse. Es ist ein Jungtier und die Mutter ist ganz in der Nähe. Wir sind baff! Natürlich haben wir gehofft einen Leoparden in freier Wildbahn zu sehen. Das wir aber wirklich das Glück haben aus nächster Nähe diese elegante und wunderschöne Katze zu sehen, hätten wir nicht geglaubt. Marcel bringt sich mit dem Zoom in Position und kann einige schöne Bilder des jungen Leoparden schiessen.

Leopard im Yala Nationalpark in Sri Lanka

Dieser hübsche, farbige Vogel heisst auf Englisch Bee-Eater, also Bienenfresser. Die kleinen und flinken Vögel zu fotografieren ist eine Kunst, denn sie wollen einfach nicht still sitzen. Mit viel Geduld gelingt Marcel aber doch noch ein super Foto.

Bienenfresser im Yala Nationalpark in Sri Lanka

Auf der Weiterfahrt entdecken wir immer wieder Wasserbüffel. Wenn sie nicht komplett im Wasser stehen, liegen sie in der Nähe des Wassers rum. Auch die Hirsche scheinen sich auszuruhen und geniessen die Nähe des Wassers.

Wasserbüffel im Yala Nationalparkin Sri Lanka

Wasserloch im Yala Nationalpark in Sri Lanka

Wir fahren weiter und kommen am nächsten Wasserloch vorbei. Die Umgebung ist sehr idyllisch. Der Yala Nationalpark grenzt ans Meer und hier befindet sich auch ein Rastplatz. Es tut gut einmal die Füsse zu vertreten nach über zwei Stunden im Jeep sitzen. Wir spazieren paar Schritte und schauen auf den Indischen Ozean hinaus.

Die Fahrt kann weitergehen. Beim nächsten Wasserloch entdecken wir einen Kormoran, der sein Federkleid von der Sonne trocknen lässt. Der Yala Nationalpark ist ein Paradies für Vögel. Wir entdecken verschiedenste Vogelarten an den Wasserlöchern oder auf den Bäumen. Hoch oben auf einem Schlafbaum sitzt dieser Weisskopfseeadler. Er ist wohl auf der Suche nach etwas Essbarem. Der Weisskopfseeadler ernährt sich überwiegend von Fischen und Wasservögeln.

Dieses Wildschwein scheint das Bad im Schlamm zu gefallen.

Wildschwein im Yala Nationalpark in Sri Lanka

Die Mittagshitze kommt langsam und so suchen die Tiere nach einer Gelegenheit sich abzukühlen.

Plötzlich ist eine Aufregung auf der Strasse. Die Jeeps stehen kreuz und quer. Das ist ein Zeichen, dass es etwas Spannendes zu sehen gibt. Die Animal Tracker sehen gespannt rüber zu einem Baum. Auch unser Guide guckt gebannt in den Baum und siehe da, ein Leopard liegt auf einem grossen Ast und geniesst die Ruhe im Schatten. Die Äste machen es uns nicht einfach, den Leoparden zu sehen. Zum Glück hat Marcel das grosse Zoom dabei. Oh, wow. Da ist tatsächlich ein ausgewachsener Leopard. Wir warten geduldig, aber es tut sich nichts. Der Leopard dreht höchstens mal seinen Kopf oder ändert seine Stellung. Er macht aber keine Anstalten in nächster Zeit vom Baum runter zu kommen. Nach einer halben Stunde entscheiden wir weiterzufahren. Es hat ja noch andere Tiere im Park.

Leopard auf Baum im Yala Nationalpark in Sri Lanka Leopard Baum

Auf der Fahrt zum Ausgang entdecken wir im Gebüsch noch ein Reh. Das Wild ist im Yala Nationalpark sehr scheu. Sobald unser Fahrer den Jeep stoppt, springt das Tier weg.

Leider geht die Zeit während der Safari viel zu schnell vorbei. Es ist bereits 11 Uhr und die Sonne brennt ganz mächtig runter. Je wärmer es wird, desto weniger Tiere sind im Nationalpark zu entdecken. So fahren wir zurück zum Guesthouse und geniessen den Rest des Tages mit Lesen und Relaxen.

Spaziergang durch das Dorf Deberawewa

Am späten Nachmittag nimmt uns der Guesthouse-Besitzer mit auf einen Rundgang durch Deberawewa. Auf der kleinen Dorfstrasse kommt uns als erstes eine ganze Herde Wasserbüffel entgegen. Im Dorf produzieren viele Einwohner Backsteine. Die Produktionsstätten sind alles Familienbetriebe. Die Backsteine werden geformt und auf dem Hausplatz zum Trocknen hingelegt. Die luftgetrockneten Lehmklötze werden aufeinandergeschichtet. Zum Brennen werden getrocknete Reisschalen verwendet. Die Reisschalen werden zwischen und über die Lehmklötze gestreut und angezündet.

Wir lernen, dass brennende Reisschalen eine lange Brenndauer haben und eine enorme Hitze erzeugen. Die Lehmklötze werden so zu Backsteinen gebrannt. Das Feuer und die Glut werden regelmässig überwacht. Eine harte Arbeit vor allem bei diesen Temperaturen. Viele der Frauen oder Männer die Backsteine produzieren haben Verbrennungen in Gesicht oder an den Händen.

Backstein Produktion Sri Lanka

Stapel von Backsteinen zum brennen

Feuer zum Backstein Brennen in Sri Lanka

Asche beim Backstein brennen

Die gebrannten, harten Backsteine werden für den Hausbau verwendet.

Zum Abschluss gehen wir noch zum Wasch- und Badeplatz des Dorfes am Fluss. Die Hausfrauen kommen hierher zum Kleider waschen, die Erwachsenen zur täglichen Körperpflege und die Kinder zum Spielen. Da die Regenzeit noch nicht eingesetzt hat, führt der Fluss noch relativ wenig Wasser.

Auf dem Rückweg spazieren wir gemütlich durch die Strassen und werden überall von den Einheimischen gegrüsst. Hier sind anscheinend nicht viele Touristen zu Fuss unterwegs. Die Einheimischen verhalten sich sehr schüchtern uns gegenüber. Einige wollen mit uns ein paar Worte wechseln, vor allem Kinder. So können sie Englisch reden üben.

Abends nimmt uns der Besitzer des Guesthouses dann auch noch mit zu einer Tanzveranstaltung in die Mehrzweckhalle. Das ist in Sri Lanka einfach eine grosse Halle mit einer Bühne. Wir haben Glück und ergattern uns relativ weit vorne drei Sitzplätze. Ein paar Minuten später ist die Halle bereits übervoll. Es ist sehr heiss und wir sind froh, dass wenigstens die Lüfter angestellt sind. Aber nicht nur wir schwitzen, den Einheimischen geht es genauso.

Den Auftakt der Tanzveranstaltung machen die Trommler. Die vier Sri Lanker sind traditionell gekleidet und geben ihr Bestes. Der Saal ist voll und die Zuschauer schauen alle gebannt auf die jungen Männer. Beim Trommeln sind die Jungs voll konzentriert und wir sind erstaunt wie professionell es klingt.

Trommel in Sri Lanka

Als nächstes sind junge Tänzerinnen dran. Auch sie sind traditionell gekleidet und tanzen perfekt zur Musik. Die Menschenmenge klatscht und jubelt während die hübschen Frauen ihren Tanz vorführen. Dann ist die Jungmannschaft dran. Die Kinder sind echt cool. Sie tanzen zur Musik mit voller Freude und Energie. Man merkt, dass eine Veranstaltung wie diese etwas ganz besonderes für sie ist. Und auch eine Ehre auf der Bühne mit dabei zu sein.

Tanz Vorführung in Sri Lanka

Zum Abschluss präsentiert noch ein Tellerdreher-Künstler sein Können. Er fängt mit einem Teller an den er drehend auf einen Stecken legt. Er jongliert mit immer mehr Tellern, die Menge johlt und feuert ihn kräftig an. Zuletzt steht er nur noch auf einem Bein und hält wo immer möglich die drehenden Teller.

Teller Tanz in Sri Lanka

Als die Veranstaltung zu Ende ist, wird noch dem Organisator gedankt. Diese Verdankung geht fast länger als die Veranstaltung selbst. Jeder will auf die Bühne, um dem Organisator die Hand schütteln. Wir schleichen uns raus und gehen zurück ins Guesthouse, wo wir uns auf ein leckeres Abendessen freuen.

Unterkünfte in Tissamaharama 

V Cabanas – Adresse: No-01 G.S.office Mawatha, Helambagaswala

Sehr freundliche und hilfsbereite Gastgeber. Gute Lage, nahe vom Ort und doch ruhig direkt am Reisfeld. Grosszügige Zimmer mit Balkon und Aussicht auf die Reisfelder. Kostenloses WiFi.

River Face Inn – 530/5, Gangasiripura, Debarawewa, Tissamaharama

Gute Lage für Safaris in den Yala Nationalpark. Grosszügige, saubere Zimmer mit Balkon oder Terrasse. Safari Trips können im River Face Inn organisiert werden. Kostenloses WiFi.

Lavender Home Rest – Adresse: Helabagaswela, Tissamaharama (3.1 km von Tissa Wewa)

Schöne, grosszügige Zimmer mit Balkon und Aussicht auf den Garten. Safaris können im Guesthouse organisiert werden. Kostenloses WiFi.

Willst du mehr von diesem schönen Land lesen? Dann schau dir unbedingt unseren Beitrag zu den 14 schönsten Sehenswürdigkeiten in Sri Lanka an.

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Yala Nationalpark Sri Lanka

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