MacBook Pro im Praxistest und wieso wir (noch) nicht zu Apple wechseln

MacBook Pro im Praxistest

Windows begleitet uns seit Jahrzehnten. Seit wir denken können, ist Windows ein Teil unseres Alltags. Meistens sind wir zufrieden damit, aber wir ärgern uns auch regelmässig darüber. Seit wir unseren Reisblog betreiben und regelmässig mit andern Bloggern in Kontakt sind, überlegen wir ob ein Wechsel auf Apple sinnvoll ist. Viele die im grafischen Bereich tätig sind, arbeiten mit Apple und das MacBook dominiert in der grafischen Branche. Das muss gute Gründe haben. Wir durften das MacBook Pro in der Praxis testen und wir sind zu einem Schluss gekommen.

Im Sommer hatten wir die Gelegenheit für kurze Zeit ein nagelneues MacBook Pro 15.4-Zoll ausprobieren. Als eingefleischte Windows Anwender sind wir natürlich total gespannt darauf, wie sich ein MacBook anfühlt und wie es sich damit arbeiten lässt. Ist es wirklich um Meilen besser, als unsere ASUS Notebooks? Unser Ziel ist es herauszufinden, ob sich für uns ein Wechsel auf Apple lohnt. Und folgendes haben wir mit dem MacBook Pro im Praxistest rausgefunden.

Gründe, wieso wir ein MacBook testen wollen

  1. Wir wollen vermehrt Videos und Vlogs produzieren. Uns fällt auf, dass die meisten Vlogger und YouTuber mit Apple arbeiten. Mit dem aktuellen ASUS ZenBook UX303 und dem MovieMaker scheint die Leistung nicht zu genügen. Wir möchten wissen, ob das mit einem MacBook Pro und iMovie besser ist.
  2. Wir wollen die Vor- und Nachteile im Vergleich zu unseren aktuellen ASUS Notebooks herausfinden. Ist das MacBook die Mehrkosten wert?
  3. Was kann das Apple MacBook Pro, was unser ASUS nicht kann?

Das MacBook Pro 15.4-Zoll besticht mit seinem edlen Design

Voller Stolz hole ich das MacBook Pro bei Data Quest ab. Das MacBook Pro wurde uns von Data Quest zu Testzwecken zur Verfügung gestellt. Es ist ein brandneues Gerät mit einem grossen 15.4-Zoll Bildschirm.

Beim Auspacken sind wir hin und weg. Das edle Design ist ein Eye Catcher. Wir schalten das MacBook Pro ein und registrieren uns. Als wir dann den USB Stick einstecken wollen, um Daten zu übertragen, kommt die Ernüchterung. Es ist kein USB Anschluss zu sehen.

MacBook Pro

Vier Thunderbolt-3-Anschlüsse sind da, aber wo sind die USB-Schnittstellen? Und wo können wir die SD-Karte einstecken, um Fotos und Videos schnell und einfach runterzuladen? Wir suchen vergebens nach USB und Kartenleser Schnittstellen. Das Einzige was es beim neuen MacBook Pro ausser den Thunderbolt-3-Anschlüssen gibt, ist eine Kopfhörerbuchse. Immerhin etwas.

Ärgerlich, dass wir keinen Adapter zusammen mit dem Gerät gekriegt haben. Als Apple Leihe war uns absolut nicht bewusst, dass es Notebooks ohne USB Schnittstellen gibt. Und wie sollen wir nun die Daten auf das MacBook laden, um alle Schikanen des MacBooks zu testen? Und vorallem wie kriegen wir die Videos auf das MacBook, um iMovie zu testen? Das ist doch einer der Gründe, wieso wir das MacBook Pro ausprobieren wollen.

Klar, mit Bluetooth. Das übertragen von Daten klappt vom ASUS ZenBook auf das MacBook auch beim fünften Versuch nicht. Beide Geräte werden zwar erkannt, aber die Verbindung klappt nicht. Schade. Der Aufwand die Videodaten über Mail oder WeTransfer zu übermitteln ist uns zu gross. Schliesslich ist Video nicht das Wichtigste.

Textverarbeitung und Tabellen sind genauso wichtig wie die Fotobearbeitung.

Was uns am MacBook Pro besonders gut gefällt

Das Design, die Haptik und die Funktionalität sind genial. Was besonders gefällt, ist der Retina Bildschirm. Die Farben sind klar und gestochen scharf. Für die Fotobearbeitung ein grosser Pluspunkt.

Die Butterfly Tastatur ist der Hammer. Die Tastatur ist sehr flach und es fühlt sich fast so an, als ob die Finger einfach drüber fliegen und sich der Text von alleine schreibt.

Das MacBook Pro ist kompakt, dünn und die Touch Bar ist cool. Die Touch Bar ist ein Detail, dass sofort auffällt. Der schmale Displaystreifen mit den verschiedenen Auswahlmöglichkeiten ist für uns eine Neuheit und fasziniert. Sie ist sehr einfach zu bedienen. Auf die Touch Bar wollen wir gleich etwas genauer eingehen.

MacBook Pro im Praxistest – Die Touch Bar

MacBook Pro Touch Bar

Das Schmale Display ersetzt die oberste Reihe der Tastatur. Das heisst, es gibt keine F Tasten mehr, sondern diese sind alle in der Touch Bar enthalten. Und die Touch Bar kann noch viel mehr. Sie zeigt eine Auswahl an Emojis an, wenn diese benötigt werden und bei der Suche nach einer Wegbeschreibung auf Google Maps, werden Vorschläge für die nächsten Schritte sichtbar.

Die Vor- und Nachteile von der Touch Bar

Vorteile:

  • Sehr einfach in der Bedienung
  • Schnelleres Arbeiten dank den Vorschlägen auf der Touch Bar
  • Buttons und Bedienungselemente werden zu aktuellen Anwendungen eingeblendet
  • Vereinfachte Bedienung von Programmen wie Photoshop, die Dank der Touch Bar komplizierte Arbeitsschritte mit einem „Touch“ erledigt werden können.
  • Touch Bar bietet mehr Funktionen als auf fixen Tasten

Nachteile:

  • Die Touch Bar ersetzt die oberste Reihe der Tastatur mit den F1 bis F12 Funktionstasten. Sollte die Touch Bar nicht funktionieren, ist vermutlich mit einer teuren Reparatur zu rechnen

Was uns ebenfalls gut gefällt am MacBook Pro

  • Die Tastatur (Butterfly Mechanismus) ist flach und super angenehm zum schreiben.
  • Grosses Trackpad, einfach in der Handhabung.
  • Fingerabdruckscanner um das Notebook einfach zu entsperren oder den Nutzer zu wechseln, wenn diese mit ihrem Fingerabdruck registriert sind.
  • Das Retina Display mit brillanten Farben und der schmale Displayrahmen.
  • Der schnelle Intel Core i7 Prozessor
  • Die lange Batterielaufzeit, bis zu 8 Stunden bei normaler Leistung
  • Und Siri gefällt uns natürlich. Sie ist eine sehr grosse Hilfe bei der Arbeit.

Was uns nicht gefällt am neuen MacBook Pro

  • Die fehlenden Schnittstellen für USB, SD-Karte oder HDMI.
  • Im Vergleich zu Windows Notebooks ist das Apple MacBook sehr teuer. Und auch für Zubehör wie Adapter, Maus etc. zahlt man viel.

Diese Befürchtungen wurden nicht bewahrheitet

Als ich (Reni) von einer meiner ersten Arbeitsstellen das erste Mal mit Apple in Berührung kam, war der Datenaustausch zwischen Apple Computern und Windows Computern alles andere als einfach. Jedes Dokument musste zuerst umgewandelt werden und Fotos waren ebenfalls in einem Dateiformat gespeichert, die den Datenaustausch etwas verkompliziert hat.

Dies ist heute nicht mehr so. Meine Word und Excel Dateien konnte ich einfach mit dem MacBook öffnen. Das gleiche gilt für Fotos. Obwohl das Textverarbeitungsprogramm von Apple Pages und das Tabellenverarbeitungsprogramm nicht Excel sondern Numbers heisst, gibt es keine aufwendigen Datenumwandlungen mehr.

Was kann das ASUS ZenBook UX303 nicht, was das MacBook kann

Asus Zenbook Anschlusse

Viel gibt es nicht. Wir sind mit unseren ASUS Notebooks sehr zufrieden. Ausser dem brillanten Retina Bildschirm und der Touchbar, sehen wir keinen grossen Vorteil vom MacBook.

Asus Zenbook USB SC Anschluss

Dafür hat das ASUS ZenBook UX303 den riesigen Vorteil, dass es mehrere USB Schnittstellen und auch einen SD Kartenleser eingebaut hat. Zudem gibt es einen HDMI und einen Kopfhöreranschluss hat.

Fazit

Das ist unser Fazit zum MacBook Pro im Praxistest:

Das MacBook Pro hat uns überzeugt. Es ist ein Top Gerät, sehr angenehm zum arbeiten, die Leistung überzeugt auch mit dem Intel Core i7 Prozessor und der langen Batterielaufzeit. Zudem ist es auch als Windows Anwender einfach, auf das neue Betriebssystem umzustellen. Das macOS Betriebssystem ist einfach in der Handhabung und logisch aufgebaut.

Was uns am neusten MacBook gar nicht gefällt, sind die fehlenden Schnittstellen für USB und SD-Karten. Das ist für uns auf Reisen ein grosser Nachteil.

Klar gibt es Adapter, aber gerade auf Reisen möchten wir es möglichst einfach haben. Wir arbeiten viel mit externen Speichermedien wie USB Sticks und Harddiscs. Fotos und Videos können wir mit unseren ASUS Notebooks direkt von der SD-Karte runter laden. Da wir öfters in einer Bibliothek arbeiten, wollen wir nicht noch mehr Adapter mitschleppen.

Natürlich könnten wir uns auch eine ältere Version kaufen, wo die Schnittstellen noch vorhanden sind. Bisherige Modelle hatten MacSafe-2-Port zum Laden, zwei USB-3-Buchsen, einen HDMI-Ausgang, einen SD-Kartenleser, zwei Thunderbolt-2-Schnittstellen und eine Buchse für den Kopfhörer.

Aber wir wollen ja nicht ein altes Gerät kaufen. Da warten wir lieber auf eine neue Version, wo die Schnittstellen wieder eingebaut sind. Wie lange sich Apple dafür wohl Zeit lässt? Wir hoffen nicht allzu lange, sonst bleiben wir wohl noch ein Weilchen länger Windows Anwender.

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Wir haben das Mac Book Pro einem Praxistest unterzogen

Hast du auch schon überlegt auf Apple zu wechseln? Oder bist du schon Apple Anwender und arbeitest mit dem MacBook? Was gefällt dir am MacBook besonders gut?

Wir freuen uns, von deiner Erfahrung als Apple Anwender zu hören.

 

Ein grosses Dankeschön geht an Data Quest AG, die uns das MacBook Pro für Testzwecke zur Verfügung gestellt haben. Dies hat uns ermöglicht ein MacBook Pro zu testen und uns bei der Entscheidung geholfen, ob wir von Windows auf Apple umstellen. Data Quest ist der grösste Apple-Händler in der Schweiz.

 

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2 Gedanken zu “MacBook Pro im Praxistest und wieso wir (noch) nicht zu Apple wechseln

  1. Schaut doch mal ob ihr das neue Microsoft Surface Book 2 testen könnt. Ich vermute mal der Wunsch auf ein MacBook zu wechseln verschwindet dann ganz 😉

    • Vielen Dank für den Tipp. In dem Fall müssen wir da nochmals intensiv recherchieren und Testberichte lesen. Hast du ein Microsoft Surface Book 2? Hast du Erfahrungen damit, wie es mit dem Surface Book ist zum Videos schneiden?

      Liebe Grüsse,
      Reni

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