Das Leben als Tauchlehrer auf den Malediven

Morgenstimmung auf dem Boot

Morgenstimmung auf den Malediven während der Bootsfahrt ins Noonu Atoll

Heute klingelt unser Wecker etwas früher als üblich und ein weiterer, wundervoller Tag im Leben als Tauchlehrer beginnt. Auf dem Programm steht ein Tagesausflug ins Noonu Atoll. Das Noonu Atoll ist das Nachbaratoll des Lhaviyani Atolls und von Zeit zu Zeit fahren wir für einen Tag in dieses Atoll, um die Tauchplätze zu erkunden.

Begleite uns während einem Tag im Leben als Tauchlehrer auf den Malediven. Reni und ich sind als Tauchguides auf dem Boot und als erstes müssen wir nach dem Aufstehen in die Küche, die Verpflegung für den Tag organisieren. Wir kontrollieren die gesamte Verpflegung, packen die Esswaren und Getränke in Kühlboxen und machen diese für die Fahrt bereit.

Ein Tag im Leben als Tauchlehrer

Um acht Uhr gehen wir dann kurz frühstücken und eine halbe Stunde später nehmen wir die vier Taucher auf dem Boot in Empfang. Nach einem kurzen Briefing zum Ablauf des Tagesausflugs fahren wir mit dem Boot von Komandoo los. Zuerst heisst es, den offenen Ozean zum nächsten Atoll zu überqueren. Leider hat der Wind wieder etwas aufgefrischt und die Wellen sind grösser als erwartet. Nach knapp 40 Minuten erreichen wir das Noonu Atoll und die Fahrt wird im Schutze des Atolls etwas ruhiger. Nach rund eineinhalb Stunden erreichen wir den ersten Tauchplatz Orimas Thila.

Orimas Thila, das erste Highlight

Orimas Thila ist eine Unterwasserinsel, deren Topriff auf rund 15 Metern Tiefe liegt. An der Wasseroberfläche gibt es keinerlei Referenzpunkte und so muss sich der Bootskapitän auf sein GPS Navigationssystem verlassen. Wir stehen mit unserer Schnorchelausrüstung bereit. Dann verlangsamt der Kapitän die Fahrt und bringt das Boot zum Stillstand. Hier muss die Unterwasserinsel sein. Von der Wasseroberfläche können wir eine helle Stelle im blauen Wasser ausmachen und hoffen auf die Unterwasserinsel. Wir springen ins Wasser und suchen von der Wasseroberfläche aus nach dem Tauchplatz. Nach ein wenig umher schwimmen finden wir die Erhebung, die dank der guten Sicht gut zu sehen ist. Wir klettern zurück aufs Boot und nun muss es schnell gehen, bevor wir von der Strömung wieder weggetrieben werden. Die Taucher warten bereits gespannt in ihrer Ausrüstung. Wir geben das Zeichen zum Sprung, dann springt einer nach dem anderen ins Wasser und wir tauchen gemeinsam ab.

Die Sicht unter Wasser ist sehr gut, die Strömung schwach und so tauchen wir zum Riff auf rund 25 Meter Tiefe ab. An der Stelle, an der die Strömung auf das Riff auftrifft sind die meisten Fische. Hier knien wir uns in den Sand und beobachten die Fische. Auch die ersten Grauen Riffhaie lassen sich blicken. Eine Gruppe von drei Adlerrochen zieht seine Bahnen und ein riesiger Schwarm Makrelen steht in der Strömung. Da die Strömung nicht sehr stark ist hat es nicht ganz so viele Haie. An guten Tagen kann es hier mehrere Duzend Graue Riffhaie haben, die ihre Runden um die Taucher ziehen. Wir wollen auch noch den Rest des Tauchplatzes ansehen und so folgen wir der Riffkante. Über uns zieht ein Weissspitzriffhai durch. Auf der Rückseite des Riffes treffen wir auf einen Schwarm kleiner Barrakudas. Viel zu schnell vergeht die Zeit und wir müssen langsam auftauchen. An der Wasseroberfläche wird erst mal über die Erlebnisse Unterwasser diskutiert.

Das Leben als Tauchlehrer macht Spass

Der nächste Tauchplatz, den wir anfahren heisst Christmas Tree Rock.

Leben als Tauchlehrer

Reni beim Tauchplatzbriefing auf dem Ganztagesausflug ins Noonu Atoll

Einem Riff vorgelagert befindet sich eine Riffformation, die ein wenig an einen Weihnachtsbaum erinnert. Nach einer Stunde Oberflächenpause tauchen wir erneut ab. Auch hier herrscht ausgezeichnete Sicht und fast keine Strömung. Die optimalen Bedingungen für diesen Tauchplatz. Auf rund 25 Meter Tiefe starten wir unsern Tauchgang. Im Sand liegen drei Weissspitzriffhaie. Im Blauwasser ziehen wieder Adlerrochen vorbei. Dieser Tauchplatz besticht durch seine unglaubliche Farbenvielfalt. Die unzähligen Weichkorallen leuchten in den verschiedensten Farben. Nach dem Tauchgang schwärmen unsere vier Taucher von dem Tauchgang. Zusammen haben die vier Taucher über 3000 Tauchgänge und waren schon an vielen Orten der Welt tauchen, wo wir noch nicht mal getaucht haben. Sie erzählen uns, dass es vor 20 Jahren an manchen Orten so schöne Korallen gegeben hat.

Mittagspause und relaxen auf dem Boot

Nun heisst es erst mal Mittagszeit. Die Bootscrew bereitet den Mittagstisch vor. In Windeseile ist ein Buffet mit Salaten, Hühnchen, Fisch, Brot, Käse und verschiedenen Früchten vorbereitet. Nach der Stärkung ist Rast angesagt und jeder sucht sich ein Plätzchen zum dösen. Reni zeichnet schon mal die Tauchplatzkarte für den letzten Tauchgang. Am Ausgang des Atolls tauchen wir dann auf dem Rückweg das dritte Mal ab. Der Platz heisst Raafushi und es handelt sich um ein langgezogenes Riff. Hier haben wir mittlere Strömung und so werden wir einfach und ohne Aufwand von der Strömung am Riff vorbeigeschoben. Wir sehen ein paar Muränen, Nacktschnecken, Garnelen und im Blauwasser schwimmen auch wieder Adlerrochen und ein paar Schildkröten vorbei.

Nach dem Tauchgang fahren wir wieder Richtung Komandoo. Wir verlassen das Noonu Atoll und fahren wieder über den offenen Ozean. Zum Glück hat der Wind nachgelassen und die Wellen sind kleiner geworden. So ist die Fahrt angenehm und kurz vor 18 Uhr erreichen wir den Steg von Komandoo. Auf der Fahrt wurde angeregt über die drei Tauchgänge bei sehr guten Tauchbedingungen gesprochen. In der Tauchschule müssen wir noch die Papierarbeit erledigen. Die Tauchpapiere der Gäste müssen ausgefüllt werden und die Tauchgänge müssen in unsere Datenbank eingetragen werden. Danach haben wir Feierabend, gehen uns Duschen und schon bald Abendessen. Nach dem Essen fallen wir nach einem erfüllten Tagesausflug müde ins Bett. Das war ein erfolgreicher Tag in unserem Leben als Tauchlehrer auf den Malediven.

 

Möchtest du wissen wie du die Malediven auch mit kleinem Budget bereisen kannst? Wir haben viele nützliche Tipps für die Malediven als Backpacker Destination zusammengetragen. Wenn dir die Malediven zu Teuer sind dann können wir dir die Gili Inseln in Indonesien sehr empfehlen.

 

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