10 Reisetipps für Tasmanien

10 Reisetipps für Tasmanien

10 Reisetipps für Tasmanien

Tasmanien, oder Tassie, wie sie die Einheimischen liebevoll nennen, ist eine wunderschöne Reisedestination. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich und in wenigen Stunden kannst du komplett unterschiedliche Umgebungen erleben. Morgens kannst du einen Spaziergang am schönen, weissen Strand geniessen und baden gehen (wenn du nicht vor kaltem Wasser zurück schreckst). Für die Mittagspause kannst du im Regenwald stoppen und am Nachmittag eine Wanderung in alpinem Gebiet unternehmen und einen der unzähligen Berggipfel besteigen.

Wir haben sechs Wochen in Tasmanien verbracht und wunderschöne Plätze besucht. In diesem Blog-Eintrag findest du 10 Reisetipps für Tasmanien. Natürlich gibt es noch viele weitere schöne Plätze. Unsere Auswahl von 10 Reisetipps für Tasmanien ist eine persönliche Auswahl zu deiner Inspiration.

Wanderung auf The Nut in Stanley

The Nut ist eine aussergewöhnliche Felsformation in Stanley, einer kleinen Ortschaft an der Nordwestküste Tasmaniens. Es wird angenommen, dass The Nut Überreste eines längst erloschenen Vulkans ist. Das erste Mal wurde The Nut von den Seefahrern Bass und Flinders im Jahre 1798 gesichtet. Die Flanken dieser Formation sind sehr steil und erheben sich zu einem Plateau auf rund 150 Meter. Auf The Nut gibt es einen Wanderweg, der am Rande des Plateaus entlang führt. Die steile Wanderung auf das Plateau und die wunderschöne Aussicht auf die umliegenden Strände haben uns sehr gut gefallen. Wenn du es gemütlich haben möchtest, kannst du auch den Sessellift nehmen, der auf das Plateau führt. Wieder zurück von The Nut solltest du unbedingt einen Spaziergang durch Stanley, mit den vielen historischen Gebäuden, unternehmen. Natürlich darfst du auch den Hafen mit den Fischerbooten nicht verpassen und wenn du hunger hast, kannst du am Hafen gleich die frisch gefangenen Produkte kosten. Stanley ist von Devonport aus in 1.5 Autostunden erreichbar.

The Nut in Stanley

The Nut in Stanley

Fish and Chips am Strand von Somerset

Tasmanien ist eine Insel und umgeben vom Meer. So ist es auch nicht weiter erstaunlich, dass die Meeresfrüchte sehr frisch und extrem lecker sind. Während unserer Reise durch Tasmanien haben wir immer wieder verschiedene Meeresfrüchte wie Fish and Chips, Calamares und andere Gerichte gegessen. Unseren absoluten Favoriten in Sachen Fish and Chips haben wir in der Village Milk Bar and Takeaways in Somerset gefunden. Ganz am Anfang unseres Trips haben wir in Somerset, an der Nordküste, Fish and Chips gekauft und am Strand gegessen. Wir fanden es so gut, dass wir am Ende unseres Trips nochmals nach Somerset gefahren sind. Wenn du also an der Nordküste Richtung Westen fährst, stoppe in Somerset, kauf dir eine Portion Fish and Chips, schnapp dir ein Bier und geniesse es am Strand.

Köstliche Fish and Chips am Strand von Somerset

Köstliche Fish and Chips am Strand von Somerset

Wandern im Cradle Mountain-Lake St Clair Nationalpark

Der Cradle Mountain-Lake St Clair Nationalpark war definitiv eines der Highlights unserer Tasmanien Reise. Wir haben vier Tage in dem Nationalpark verbracht und sind dabei beinahe jeden der vielen Wanderwege gewandert. Der beliebteste Wanderweg im Nationalpark ist der Dove Lake Circuit, welcher um den Dove Lake führt. Wenn du genügend Energie hast, kannst du von diesem Weg aus verschiedene andere Wanderwege anfügen. Du kannst zum Beispiel auf den Hansons Peak aufsteigen, zum Marions Lookout wandern oder sogar den Gipfel des Cradle Mountain bezwingen. Aber sei gewarnt, der Aufstieg auf den Gipfel des Cradle Mountain ist steil und sehr anstrengend. Der Gipfel liegt auf über 1500 Meter und das 360 Grad Panorama über den Nationalpark ist schlichtweg atemberaubend. Auf dem Rückweg kannst du am späten Nachmittag Ausschau nach Wombats und Echidnas halten und mit etwas Glück diese Tiere beim Fressen beobachten.

Der Dove Lake im Cradle Mountain Nationalpark

Der Dove Lake im Cradle Mountain Nationalpark

Besuch auf dem Salamanca Markt in Hobart am Samstagmorgen

Jeden Samstagmorgen findet in Hobart der Salamanca Markt am Salamanca Place statt. Der Salamanca Markt ist eine der grossen Touristenattraktionen von Tasmanien und so kann es ganz schön viele Leute haben, die den beliebten Markt zwischen 8:30 und 15:00 Uhr besuchen. Du kannst in die Menschenmassen eintauchen und die über 300 Marktstände erkunden. Angeboten werden Frischwaren und lokal hergestellte Produkte wie Gemüse, Früchte, Esswaren, Kaffee, Kunst, Handarbeiten und vieles mehr. Uns haben der Cappuccino und die frischen Donuts vom Kasperle Haus extrem gut geschmeckt. Wenn du mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs bist, musst du früh da sein, um einen der beliebten Parkplätze zu ergattern. Am besten ist es, wenn du gleich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Salamanca Markt fährst.

Samstagmorgen am Salamanca Markt in Hobart

Samstagmorgen am Salamanca Markt in Hobart

The Neck auf Bruny Island, Tasmanien

Die Inseln werden immer kleiner. Vom Festland Australien sind wir auf die Insel Tasmanien gereist und nun fahren wir mit einer kleinen Fähre auf die noch kleinere Insel Bruny. Bruny Island ist nur etwa 50 Kilometer lang. Eigentlich sind es zwei Inseln, die nur durch einen ganz schmalen Gürtel miteinander verbunden sind. Der schmale Sandgürtel wird The Neck genannt. Auf dieser schmalen Verbindung gibt es einen Lookout, der über eine lange Treppe erreichbar ist. Vom Lookout hast du einen sehr schönen Ausblick über The Neck und du kannst sehen, wie schmal diese Verbindung wirklich ist. Wenn du am Abend hier bist, hast du vielleicht sogar das Glück die Pinguine zu sehen, welche in den Nestern auf The Neck leben.

Aussicht über The Neck auf Bruny Island

Aussicht über The Neck auf Bruny Island

Frühmorgens am Strand entlang spazieren in der Bay of Fires auf der Freycinet Peninsula

Die Bay of Fires ist ein magischer Ort. Die Strände sind unglaublich schön mit weissem, feinen Sand und kristallklarem Wasser. Die Felsen entlang der Küste sind mit orangefarbenen Flechten überzogen und die Farben sind sehr intensiv. Ein klein wenig haben wir uns wie auf den Malediven gefühlt. Versuche früh aufzustehen, wenn du den Strand und die Küste für dich alleine haben willst. Du wirst mit einem unglaublichen Farbenspiel belohnt. Entlang der Bay of Fires gibt es genügend Gratis Campingplätze, wenn du also einen Camper oder ein Zelt hast, dann solltest du unbedingt ein paar Tage an diesem herrlichen Küstenabschnitt verbringen.

Ein Morgenspaziergang in der Bay of Fires auf der Freycinet Peninsula

Ein Morgenspaziergang in der Bay of Fires auf der Freycinet Peninsula

Wineglass Bay auf der Freycinet Peninsula

Der Strand in der Wineglass Bay wurde von einigen Touristenorganisationen als einer der zehn schönsten Strände der Welt gewählt. Die Bucht hat eine perfekte Rundung, der Sand ist schneeweiss, das Wasser ist kristallklar und die Hügel im Hintergrund herrlich grün bewachsen. Wir haben den Rundwanderweg zum Lookout, dem Wineglass Bay Beach und Hazards Beach in Angriff genommen. Die Wanderung dauert etwa vier Stunden und wir empfehlen sehr, den ganzen Circuit zu gehen. Als erstes geht es steil bergauf zum Lookout. Von hier kannst du die perfekte Form der Wineglass Bay sehen. Danach geht es wieder bergab zum Strand der Wineglass Bay, wo du entlang des weissen Strandes spazieren kannst. Wenn dich das kühle Wasser nicht abschreckt, kannst du im glasklaren Wasser baden gehen. Nach der Abkühlung führt der Wanderweg über einen Plankenweg durch schönen Buschwald zum Hazards Beach. Von hier aus verläuft der Wanderweg entlang des Strandes, bevor er wieder durch einen schönen Buschwald zurück zum Parkplatz führt. Von Hobart aus brauchst du mit dem Auto etwas mehr als zwei Stunden, um den Freycinet Nationalpark zu erreichen.

Der wunderschöne, weisse Strand der Wineglass Bay

Der wunderschöne, weisse Strand der Wineglass Bay

Ben Lomond Nationalpark mit der kurvigen Jacobs Ladder

Tasmanien ist bekannt für die wunderschöne Landschaft und die vielen Berge. Wusstest du aber, dass es sogar ein Skigebiet in Tasmanien gibt? Im Ben Lomond Nationalpark gibt es ein Skigebiet mit sieben Liften auf rund 1500 Meter über Meer. Im Sommer ist es sehr ruhig hier oben. Die Kängurus grasen neben den Skikanonen, ein paar Wanderer sind unterwegs und einige kommen wegen der aussergewöhnlichen Strasse mit dem Namen Jacobs Ladder. Diese Strasse ist selbst für uns als Schweizer, die sich an Passtrassen gewohnt sind, sehr beeindruckend. Die Jacobs Ladder führt serpentinenartig an einer steilen Felswand entlang auf über 1500 Meter Höhe. Sie ist steil, sie ist schmal, es ist eine Schotterstrasse und sie ist wirklich eindrücklich.

Die enge Serpentinenstrasse Jacobs Ladder hoch zum Ben Lomond Nationalpark

Die enge Serpentinenstrasse Jacobs Ladder hoch zum Ben Lomond Nationalpark

Die Wanderung zum Cape Hauy im Tasman Nationalpark

Von Hobart aus ist es nur eine kurze Fahrt zur Tasman Peninsula. Es gibt zwei Highlights auf der Halbinsel. Eines ist Port Arthur mit den Ruinen der alten Strafanstalt und das andere ist der Tasman Nationalpark. Der Tasman Nationalpark ist bekannt für den zerklüfteten und felsigen Küstenabschnitt. Eine weitere, sehr schöne Wanderung führt zu Cape Hauy. Die Wanderung führt zuerst durch den Wald, bevor du der zerklüfteten Küste entlang hoch über dem Meer Richtung Cape Hauy wanderst. Der Wanderweg ist sehr gut ausgebaut und es ist äusserst eindrücklich, hoch über den tosenden Wellen des Meeres der steilen Klippen entlang zu gehen. Die Wanderung dauert vier bis fünf Stunden und wir empfehlen einen Snack und genügend Wasser einzupacken und am Cape Hauy mit grandioser Aussicht über die steilen Klippen und aufs Meer eine Pause mit Snack zu geniessen. Auf dem Weg zurück nach Hobart solltest Du auf keinen Fall einen Stopp an der Pirates Bay verpassen und die bizarren Felsformationen Tasman Arch, Tasman Blowhole und Tessellated Pavement anschauen.

Die atemberaubende Aussicht vom Cape Hauy

Die atemberaubende Aussicht vom Cape Hauy

Ein Besuch der Ruinen der Strafanstalt in Port Arthur

Während eines Urlaubs in Tasmanien solltest du auf keinen Fall einen Besuch der Ruinen der ehemaligen Strafanstalt in Port Arthur verpassen. An diesem tragischen Ort kannst du mehr über die dunkle Vergangenheit Tasmaniens und die Konditionen, unter denen die deportierten Strafgefangenen gehalten wurden, erfahren. Port Arthur gehört zu einer Gruppe von 11 Strafanstalten Australiens, welche zum Weltkulturerbe erklärt wurden. Die Strafanstalten wurden im 18ten und 19ten Jahrhundert unter der Britischen Herrschaft erbaut. Es ist ein düsterer Teil der Geschichte und ein Besuch der Ruinen kann dich deprimieren. Entscheide also selbst, ob du diesen Teil der Geschichte wirklich näher kennen lernen möchtest.

Der Zutritt zu den Ruinen von Port Arthur ist nur möglich, wenn du den Eintritt von 35 AUD bezahlst. Es ist also nicht gerade günstig. Es gibt auch noch andere Ruinen, nur wenige Kilometer Richtung Norden, die gratis besichtigt werden können. Hier wurden Sträflinge gehalten, welche in der Kohlenmine arbeiten mussten. Verteilt über ganz Tasmanien gibt es eine ganze Anzahl weiterer Ruinen von Strafanstalten wie zum Beispiel die Female Factory in Ross, die Cascade Female Factory, das Highfield Estate in Stanley etc.

Die historische Strafanstalt der Kohlemine bei Port Arthur

Die historische Strafanstalt der Kohlemine bei Port Arthur

 

5 Gedanken zu “10 Reisetipps für Tasmanien

  1. Euer Artikel macht wirklich Lust auf Tasmanien.
    Sehr schöne Bilder. Ihr wart ja eine lange Zeit in Tasmanien.
    Geht es auch kürzer oder braucht es diese Zeit um die schönsten Plätze zu sehen?

    Lg, Christina / City Sea Country

    • Hallo Christina, ja sechs Wochen ist eine gute Zeit, wir haben die sechs Wochen aber auch wirklich gebraucht.
      Klar wir sind uns ans langsam reisen gewöhnt und haben unser Tempo angepasst.
      Wir lieben es halt einfach eine Region intensiv kennen zu lernen und auch mal etwas länger an einem Ort zu bleiben.
      Klar ist es natürlich auch möglich Tasmanien in drei Wochen anzuschauen, aber dann halt eben nicht ganz so intensiv.

      Sonnige Grüsse aus Australien, Marcel

      • Das kann ich nachvollziehen. Wünsche euch eine schöne Zeit in Australien.
        Für mich geht es morgen in den Osten Österreichs zum Ski fahren, bevor endlich der Frühling einkehrt.
        Lg, Christina

  2. hallo zusammen
    Wir werden Ende 2015 ebenfalls für 6 Wochen nach Tasmanien reisen;
    eure Tipps gefallen mir!
    darf ich euch ein paar Fragen stellen: wie seid ihr von Melbourne nach Tasmanien gelangt? habt ihr auf Tasmanien ein Auto gemietet oder den öV benutzt? könnt ihr etwas betr. den diversen Mehrtagestrekkings berichten? wie sieht es aus mit Übernachtungsmöglichkeiten in den Parks? ich möchte kein Campingmaterial aus der Schweiz mitschleppen – geht’s auch ohne? bin keine ‚Luxustravellerin‘, bevorzuge aber Hütten (im Stile von SAC) gegenüber Zelten.
    würde mich über eure Antwort sehr freuen. Lieber Gruss: Barbara

    • Hallo Barbara

      Vielen Dank für Deinen Kommentar. Das freut uns sehr, dass Dir unsere Tipps gefallen. Tasmanien ist ein Traum. Wir würden sofort wieder hin.

      Wir sind ein ganzes Jahr mit einem 4×4 Camper durch Australien gereist. Von Melbourne sind wir mit der Fähre rüber auf Tasmanien. Die Fähre ist relativ teuer, da man für das Fahrzeug und Passagiere zahlen muss. Wer kein eigenes Auto hat, fliegt am besten nach Hobart und mietet sich dort einen Wagen.

      Da wir keine mehrtägigen Trekkings gemacht haben, können wir Dir leider auch keine Tipps dazu geben. Dafür haben wir ganz viele der 60 Great Walks gemacht. Es gibt vom Tourismusbüro eine supergute Broschüre „60 Great Short Walks“ mit genialen Wanderungen – kurz bis lang. Von anderen Reisenden haben wir aber gehört, dass es in einigen Nationalparks Hütten oder Lodges gibt. Auf dem Overlander Track der in den Cradle Mountains startet, muss man soviel ich weiss die eigene Campingausrüstung dabei haben. Es hat auf dem Track zwar Hütten, die sind aber nicht bedient, respektive man muss das eigene Essen, Kocher und Geschirr mitbringen.
      Auf der Webseite von Parks & Wildlife Tasmania findest Du alle Details zu den Nationalparks, Wanderungen und Hütten.

      Wir haben viele Tageswanderungen gemacht und übernachtet haben wir entweder auf einem Campingplatz, in den Nationalparks oder in der Wildnis. Auf Campingplätzen gibt es oft auch Cabins oder B&B.

      Ich hoffe, das hilft Dir bei der Reiseplanung etwas weiter.
      Falls Du noch weitere Infos brauchst, gibt uns einfach Bescheid.

      Liebe Grüsse,
      Reni

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.