Ein Tag in Manila: Was kann ich tun?

Ein Tag in Manila

Geplant war ein Stopover und ein Tag in Manila nicht, wegen schlechten Flugverbindungen aber nötig. Wir dachten, ist ja nur eine Nacht. Die Zeit bringen wir schon rum. Kaum in Manila angekommen, sind wir sehr froh darüber, einen kurzen Einblick in die Millionenstadt zu erhaschen. Was ist es, das eine Stadt sympathisch macht? Wieso finden wir Manila ganz cool? 

In den Medien und auf Blogs haben wir gelesen, dass Manila dreckig, laut und stinkig ist. Wir waren auf das schlimmste vorbereitet. Ja, wir hatten Vorurteile. Ganz viele sogar. Diese haben sich nicht bestätig, zumindest nicht in den 14 Stunden, die wir während unseres Stopovers in Manila verbracht haben. Wir haben erwartet, dass der Strassenverkehr absolute Katastrophe und kilometerlange Staus die Regel sind. Das war nicht der Fall, jedenfalls nicht auf der Strecke und dem Gebiet, in dem wir waren. Ein Tag in Manila war ganz cool. Nächstes Mal bleiben wir länger.

Was ist wichtig bei der Ankunft in einer neuen Stadt?

Die Einreise verläuft problemlos und wir haben Ruckzuck einen Stempel für einen Aufenthalt von 30 Tagen im Pass. Der Zollbeamte hat sogar ein Lächeln für uns auf Lager. Der erste Eindruck von den Philippinen ist grossartig.

Jetzt geht es raus ins Gewusel. Wir sind zwar schon viel gereist und doch ist die Ankunft in einer neuen Stadt immer wieder ein Challenge. Für uns ist es das erste Mal auf den Philippinen. Aus dem Grund haben wir uns vorbereitet. Die wichtigsten Dinge bei Ankunft in einer neuen Stadt sind:

  • Buche die erste Nacht vor
  • Wie kommst du zur Unterkunft
  • Wie viel kostet der Transfer ungefähr
  • Organisiere die lokale Währung für den Transfer, einen Snack und Getränke
  • Mach dich vertraut mit der lokalen Währung

All die Dinge helfen, selbstsicher zu wirken. Wenn du die lokalen Preise schon etwas kennst, bist du zudem vor Betrügern oder Abzockern gewappnet.

Angenehme Taxifahrt ins Hotel in Makati

Am Flughafen von Manila herrscht Chaos. Wir wissen, die günstigen Taxis sind die Gelben. Zuerst werden wir von den Fahrern der weissen Taxis belagert, die einen überrissenen Betrag verlangen. Der Vorteil, reinsetzen und losfahren.

Wir haben Zeit und entscheiden uns für die gelben Taxis. Der Vorteil, sehr günstig. Der Nachteil, lange Wartezeit. Wir warten eine ganze Stunde für eine 10-minütige Fahrt nach Makati. Preislich hat sich das Warten definitiv gelohnt: Gelbes Meter Taxi PHP 300 (CHF 6.25 / EUR 5.75), weisses Taxi PHP 1‘400 (CHF 30 / EUR 27).

Die PHP 1‘400 bei den Weissen Taxis kann man bestimmt noch auf unter tausend Pesos runter handeln. War uns aber dennoch zu teuer. Unsere Priorität war nicht schnell, sondern günstig. Einige Hotels bieten auch Abholservice an.

Ein Tag in Manila – Wir besuchen die The Mall of Asia

Für Sightseeing haben wir keine Energie. Aber nur im Zimmer sitzen, wollten wir auch nicht. Was tun mit fünf Stunden Zeit? Ab ins Shopping Center.

Manila ist riesig und je nach Gebiet, kannst du ins Shopping Center, durchs Chinatown schlendern, einen Park besuchen oder ins Museum gehen.

Ganz in der Nähe unseres Hotels befindet sich die Mall of Asia. Es bietet sich also geradezu an hin zu fahren, denn ein Tag in Manila reicht nicht aus um die ganze Stadt zu erkunden. Die Fahrt von rund 20 Minuten hat uns PHP 200 gekostet. Das Taxi hat zwar ein Taximeter, wir haben uns aber mündlich auf den Preis geeinigt. Taxis sind eine günstige und bequeme Art in Manila ans Ziel zu kommen.

Die Mall of Asia bietet alles was das Herz begehrt. Kosmetika, Lebensmittel, Kleidung, Elektronik, und, und, und…

Weihnachtsbeleuchtung Mall of Asia

Draussen gibt es kleine Restaurants, Essens- und Getränkestände. Überall hören wir Weihnachtsmusik, alles ist dekoriert mit Weihnachtssujets, überall stehen üppige Weihnachtsbäume und auch Lichterschlangen erinnern daran, dass bald Weihnachten ist. Wir geniessen die Stimmung bei 30 Grad.

Weihnachtsbaum in der Mall of Asia

Grossartig. Die Mall of Asia liegt unmittelbar am Meer. Wir gehen gleich zum Sonnenuntergang an die Promenade und geniessen die Aussicht aufs Wasser. Die Sonne geht hier bereits um 17:30 Uhr unter und die Temperaturen werden sehr angenehm.

Die Promenade mit Aussicht auf die Bay of Manila ist sehr belebt und zieht jung und alt besonders abends zum Ausgehen an. Es gibt eine grosse Auswahl an Restaurants. Wir entscheiden uns für eine Pizzeria. Bei den Einheimischen oder den Asiatischen Touristen sind jene Restaurants mit Seafood Spezialitäten am beliebtesten.

Esplanade Manila Bay

Die Pizza schmeckt und wir geniessen die Meeresbrise und den Sternenhimmel bei Pizza und Bier. Dass wir in Manila direkt am Meer unser Abendessen geniessen, hätten wir im Traum nicht gedacht.

Um 20 Uhr ist es stockdunkel. Unser Hunger ist gestillt und morgen müssen wir früh los. Unser Flug auf die Insel Negros geht bereits um 7 Uhr in der früh. Am Haupteingang vor der Mall gibt es Taxis und die Rückfahrt ist sogar noch günstiger als auf dem Hinweg.

Taxifahrer mit Herz

Im Hotel stellt Marcel mit Schrecken fest, dass sein Smartphone weg ist. Wie ist das bloss abhanden gekommen? Wir versuchen zu rekonstruieren. Schnell steht fest, es muss im Taxi passiert sein. In Manila in einem X-beliebigen Taxi das Smartphone zu verlieren ist ja das Grösste.

Marcel hat sein Smartphone abgeschrieben. Er glaubt nicht daran, es wieder zu kriegen. Ich liege im Bett und überlege, war’s das wirklich? Gibt es nicht doch eine winzige Chance? Plötzlich fällt es mir wie Schuppen von den Augen. Solange niemand weiss, dass wir ein Smartphone verloren haben, kann es nicht zurück kommen.

Ich gehe zur Rezeption und melde, was passiert ist. Die freundliche junge Frau an der Reception schaut mich an und meint, am besten rufen wir das Taxi-Unternehmen an. Diese können dann den Taxifahrer kontaktieren. OK, und wie wissen wir wer der Taxifahrer war? Ah, der Security trägt jedes Kennzeichen der Taxis, die Gäste abholen und zurück bringen, in einer Liste ein. Gesagt, getan. Jetzt heisst es warten.

Kaum bin ich zurück im Zimmer, klingelt das Telefon. Der Taxifahrer ist da! Ich fliege praktisch zwei Stockwerke runter und tatsächlich, der Taxifahrer sitzt mit Marcel’s Smartphone und einem breiten Grinsen da. Unglaublich. Niemals hätten wir uns gedacht, dass wir ein verlorenes Smartphone in einer Millionenstadt wie Manila wieder sehen.

In den ersten Stunden auf den Philippinen sind wir super freundlichen und hilfsbereiten Menschen begegnet. Wir freuen uns schon auf die nächsten paar Wochen.

Manila aus der Vogelperspektive

Danke Manila. Du hast uns positiv überrascht. Wir geben Manila definitiv eine zweite Chance und nächstes Mal sehen wir uns die Millionenstadt dann etwas genauer an.

Noch so nebenbei

Uns ist schon klar, dass Manila auch ganz anders sein kann. Wir haben auf den Philippinen andere Reisende getroffen, die das „stinkig, dreckig und molochige Manila hautnah erlebt haben. Ja, es gibt auch die andere Seite von Manila. Dieser Bericht soll also nichts verschönern. Trotz allem, wir haben Manila sehr positiv erlebt. Nächstes mal bleiben wir dann ein paar Tage länger.

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Ein Tag in Manila Philippinen

Warst du schon einmal in Manila? Wie hast du die Mega-City erlebt?

2 Gedanken zu “Ein Tag in Manila: Was kann ich tun?

  1. Wow da hattet ihr aber Glück mit dem Handy, was für eine tolle Geschichte! Wir haben Manila, mit dem was wir gesehen haben, ebenfalls nicht ganz so schlimm empfunden wie erwartet. Wir waren aber wie ihr auch in Makati. Der Stadtteil hat uns zwar nicht aus den Socken gehauen, aber schlimm wars definitiv auch nicht. Bei den Fahrten quer durch die Stadt haben wir dann aber schon auch andere Orte gesehen. Trotz allem, die Menschen sind und auch durchs Band weg nur sehr sehr positiv aufgefallen!
    Wer Zeit mitbringt, sollte die Stadt schon einfach mal erlebt haben!
    Liebe Grüsse,
    Valeria

    • Liebe Valeria

      Vielen Dank für Deine Nachricht.

      Ja, wir hatten sowas von Glück mit dem Handy 🙂

      Wir haben uns gerade auch den Blogeintrag „Manila: Eine Stadt zum Entdecken“ von Travelblogger Tom angeschaut. Manila sieht echt spannend aus, auch wenn es bestimmt nicht so schöne Ecken gibt. Wir werden beim nächsten Mal bestimmt mehr Zeit einplanen, um uns ein besseres Bild von der Mega-Stadt zu machen.

      Liebe Grüsse,
      Reni

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