Die Bungle Bungles, ein Wunder der Natur

Piccaninny Creek

Schon einmal etwas vom Purnululu Nationalpark gehört? Die meisten Australienreisenden kennen den Nationalpark eher als Bungle Bungles. Die rot-schwarz gestreiften Felsformationen erinnern an Bienenstöcke und sind ein Wunder der Natur. Klar gehören sie zum Unesco-Weltnaturerbe.

Wo sind den diese Bungle Bungles? In Westaustralien. Genau gesagt rund 250 km südlich von Kununurra am Savannah Way. Wer mit einem Allradfahrzeug unerwegs ist, kann in der Trockenzeit einen Trip wagen. Für normale Fahrzeuge ist die Fahrt nicht empfehlenswert. Denn der Nationalpark ist 52 km vom Highway entfernt und nur über eine kurvige Schotterpiste mit sieben Flussdurchquerungen erreichbar. Wenn es geregnet hat, sind wohl noch einige Bäche mehr zu queren.

Fluss Durchquerung

Für 4×4 Fahrzeuge ist die Fahrt sehr gut machbar und landschaftlich wunderschön. Weiche Hügelzüge und Felder mit Spinifexgräsern dominieren die Landschaft. Wir sind bereits zum zweiten Mal hier. Vor fünf Jahren hat es uns bereits in den Purnululu Nationalpark gezogen. Vorallem nachdem wir die Bungle Bungle Range von oben gesehen haben. Marcel hat mir vor fünf Jahren einen Rundflug über dieses faszinierende Gebiet geschenkt. Von oben hat die Landschaft so schön ausgesehen, dass wir diese auch von nahem sehen wollten.

Sonnenuntergang

Die wunderschöne Landschaft der Bungle Bungles

Kurrajong Camp im nördlichen Teil. Von dort aus sind wir auch ganz nah zu den Attraktionen im Norden. Einen Nationalpark Pass haben wir bereits, so müssen wir keinen Eintritt mehr bezahlen. Wer keinen Pass hat, kriegt diese im Park Visitor Center. Pro Auto zahlt man AUD 12, gilt für max. 12 Personen im Fahrzeug. Campingebühren kommen noch extra dazu, wenn man im Nationalpark übernachtet.

Echidna Chasm

Wir fahren als erstes zum Camp und dann gleich weiter zum Echidna Chaasm. Der Echidna Chasm ist das Highlight. Wir sind zum richtigen Zeitpunkt da. Dann nämlich, als das Licht durch die schmale Spalte die Felswände und den Boden für wenige Minuten beleuchtet. Zur jetztigen Jahreszeit beleuchtet die Sonne die Felsspalte um genau 11:30 Uhr. Wer den magischen Moment nicht verpassen will, sollte sich im Visitor Center nach der genauen Zeit erkundigen. Diese ändert sich mit der Saison sicherlich.

Vom Camp ist es auch nicht weit zum Kungkalanayi Lookout, der sich besonders zum Sonnenuntergang lohnt. Genüsslich schlürfen wir ein Bier während sich der Tag langsam dem Ende zuneigt.

Kungkalanayi Lookout

Wir ziehen um ins Walardi Camp. Es ist runig und wir können uns einen Platz aussuchen. Jetzt befinden wir uns im südlichen Teil des Parks von wo wir uns nun relativ nahe der Hauptattraktion des Cathedral Gorge und des Piccaninny Creek Lookouts befinden. Vom Camp sind es rund 15 km bis zum Piccaninny Parkplatz.

Cathedral Gorge

Wer nur einen Tag Zeit hat, geht am besten zuerst zu The Domes, weiter zum Cathedral Gorge und zum Abschluss zum Piccaninny Creek Lookout. Wer noch genug Energie hat, kann weiter zum Window und zum Whip Snake Gorge. Alle Wanderrouten lohnen sich, denn die Landschaft ist wirklich einzigartig.

The Window

Wir haben uns gefragt, wie diese markanten Felsformationen wohl entstanden sind? Die rundlichen Felstürme bestehen aus Sandstein und Kieselsteinen. Der Regen formte dieses Gebilde über Jahrmillionen. Und die Streifen? Diese lassen die Felstürme nämlich wie Bienenkörbe aussehen. Die Streifen entstehen durch oxidierte Eisenverbindungen und Algen.

Bungle Bungles

Aborigines leben schon lange in dieser Region Australiens. Von den Weissen sind die Bungle Bungles aber erst Mitte der 1980er Jahren entdeckt worden. Heute sind sie ein Touristenmagnet. Wir kennen keinen Australier, der nicht schon bei den Bungle Bungles war oder irgendwann einmal hierher kommen möchte.

Tipps für Selbstfahrer

Der Park ist von April bis Dezember geöffnet. In den Sommermonaten ist es zu nass und viele Teile überschwemmt.

Im Nationalpark gibt es keine Versorgungsmöglichkeiten. Genügend Trinkwasser, Proviant und Treibstoff mitnehmen.

Kosten:

Eintritt für den Nationalpark: AUD 12 pro Fahrzeug (bis 12 Personen)

Campingebühren: AUD 12 pro Person pro Nacht

Auf dem Campingplatz gibt es Wasser und Toiletten.

Tipp:

Wer länger in WA reist und mehrere Nationlparks besucht, sollte sich einen Ferien- oder Jahrespass zulegen. Der Holiday Pass gilt für 4 Wochen und für alle Nationalparks in WA. Kosten AUD 44. Der Annual All Parks Pass gilt ein ganzes Jahr und kostet AUD 88.

Du hast kein eigenes Fahrzeug oder keinen 4×4? Kein Problem.

Wer kein eigenes Fahrzeug oder keinen 4×4 hat, kann entweder eine Bustour, einen Rundflug oder einen Helikopterflug buchen. Einige der Anbieter für 4WD Bustouren sind East Kimberley Tours, Adventure Wild, Bungle Bungle Expeditions oder AAT King. Preise für eine Tagestour liegen um die AUD 285 pro Person. Je nach Anbieter gibt es Tagestouren oder mehrtägige Trips durch die gesamte Kimberley Region.

Anbieter von Rundflügen mit dem Flugzeug oder Helikopter sind Kingfisher Tours, Sling Air oder Kimberley Air Tours. Ein Rundflug von ca. 30 Minuten kostet um die AUD 200 pro Person. 2-stündige Flüge ab Kununurra kosten um die AUD 400.

4 Gedanken zu “Die Bungle Bungles, ein Wunder der Natur

    • Vielen Dank fuer das Kompliment. Die Bungle Bungels haetten euch bestimmt auch gut gefallen. Aber die sind nicht gerade auf dem Weg gelegen. SO habt ihr einen Grund nochmals nach Australien zu reisen. 😉

  1. Ui, toll! Über die Bungle Bungles bin ich vor 5 Jahren auch geflogen, weil ich nur einen wenig geländetauglichen Wicked Camper gemietet hatte 😉 Irgendwann möchte ich aber auch nochmal „richtig“ hin. Hach, Australien ist schon magisch!

    • Hallo Sarah,
      Vielleicht waren wir ja vor 5 Jahren im gleichen Flugzeug… Wir waren fruehmorgens bei Sonnenaufgang auf dem Flug. Das Licht war magisch. Warst du mit der Aligator Air? Die gibt es leidr in der Zwischenzeit nicht mehr. Die Bungles ysind wirklich einen Besuch wert. Das Camping ist schoen und die Wanderungen top. Es gibt sogar eine mehrtaegige Wanderung in einen der Gorges.
      Sonnige Gruesse aus Derby. Marcel

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