Von Cairns via Cape Tribulation im Daintree Nationalpark nach Cooktown

Der Strand am Cape Tribulation im Daintree Nationalpark

Das Cape Tribulation im Daintree Nationalpark liegt zwischen Cairns und Cooktown. Um von Cairns nach Cooktown an der Ostküste von Australien zu fahren, können wir zwischen der Inlandroute und der Küstenroute wählen. Da wir unbedingt zum Cape Tribulation im Daintree Nationalpark wollen, entscheiden wir uns auf der Fahrt Richtung Norden entlang der Küste zu fahren. Auf der Rückfahrt nehmen wir uns dann die Inlandroute auf dem Mulligan Highway von Nord nach Süd vor.

Die Küstenroute via Cape Tribulation im Daintree Nationalprk und über den Bloomfield Track ist sicher die abwechslungsreichere und schönere Strecke. Allerdings führt sie über den Bloomfield Track, ein 4WD Track, der nach starken Regenfällen unpassierbar sein kann. Der Bloomfield Track wurde in den letzten Jahren laufend verbessert und ist heute auch für konventionelle Fahrzeuge zugänglich. Allerdings gibt es immer noch ein paar Fluss- und Bachüberquerungen und steile Abschnitte, die bei nassem Wetter rutschig sein können.

Die Küstenstrecke bietet geniale Natur und viel Abwechslung. Es gibt wunderschöne Strände, dichten Regenwald, die Hartley‘s Krokodilfarm, den Ort Port Douglas mit Zugang zum Great Barrier Reef, Wanderungen im Daintree Nationalpark, das Cape Tribulation und das geschichtsträchtige Cooktown mit schönen Gebäuden.

Wir verabschieden uns von Cairns und fahren auf dem Captain Cook Highway Richtung Norden.

Cairns im tropischen Queensland von Australien

Hartley’s Crocodile Adventuers

Gut 40 km nördlich von Cairns, eingebettet in tropischen Regenwald, befindet sich Hartley’s Crocodile Adventures. Bei Hartley’s Crocodile Adventues lernen wir sehr viel über Krokodile aber auch andere Tiere Australiens. So zum Beispiel wie unterschiedlich Salzwasserkrokodile von Süsswasserkrokodilen sind oder wie es auf einer Krokodilfarm zu und her geht. Wir erfahren mehr über das Verhalten von den giftigsten Schlangen Australiens und wie wir uns bei einer Begegnung mit diesen Tieren verhalten sollten.

Gebiss eines Salzwasser Krokodil im Hartley's Crocodile Adventures

Wir schauen einer dieser Killermaschinen aus nächster Nähe in die Augen.

Auge in Auge mit einem Salzwasser Krokodil

Spannend ist auch die Fütterung der Kasuare zu sehen und diese urzeitlichen flugunfähigen Vögel aus nächster Nähe zu bestaunen.

Ein Kasuar im Hartley's Crocodile Adventures

Wir erfahren aber auch, dass Kasuare ganz schön gefährlich sein können. Kein Wunder bei diesen riesigen Krallen. Es heisst, wir sollen darauf achten, dass immer ein Baum zwischen uns und dem Kasuar sei. So kann man sich quasi unsichtbar machen.

Die Krallen eines Kassuar im Hartley's Crocodile Adventures

Bei Hartley’s gibt es aber auch ganz harmlose Tiere, die wir bestaunen können. Die Beutelmarder sind sehr scheu und in der freien Wildbahn nur mit ganz viel Glück zu sehen.

Der scheue Beutelmarder im Hartley's Corocodile Adventuers

Auch die Koalas sind natürlich ganz friedliche Tiere. Sie schlafen praktisch rund um die Uhr und sind nur für kurze Zeit aktiv um zu fressen. Wir haben schon einige Male Koalas in freier Wildbahn gesehen. Die meisten auf Raymond Island in Victoria. In Beitrag Koalas auf Raymond Island findest du mehr Fotos von der putzigen und flauschigen Koalas.

Ein schlafender Koala im Hartley's Crocodile Adventures

Nach einem interessanten Tag im Hartley’s Crocodile Adventures Park fahren wir wieder weiter Richtung Norden. Wir haben viel gelernt über die Tiere Australiens und haben auch Tiere gesehen, die wir in der freien Natur vielleicht nie zu Gesicht bekommen hätten.

Port Douglas ist die Tür zum Great Barrier Reef

Nur 75 km nördlich von Cairns liegt Port Douglas. Uns gefällt Port Douglas viel besser als Cairns. Der Ort ist nicht so gross und viel überschaubarer. Wir fühlen uns eher in einem Ferienresort als in einer Stadt. Port Douglas lebt vor allem vom Tourismus und gilt, nebst Cairns, als das Tor zum Great Barrier Reef.  Vom Flagstaff Hill Lookout haben wir eine grandiose Aussicht auf den Kilometer langen Four Mile Beach.

Die Aussicht vom Flagstaff Hill Lookout

Das Great Barrier Reeef ist nur etwa eine Bootsstunde von Port Douglas entfernt und es gibt eine riesige Auswahl verschiedener Touren. Auch wir waren vor ein paar Jahren von hier aus am Great Barrier Reef tauchen.

Die kleine, aus Holz gebaute Kirche St. Mary’s by the Sea hat eine wunderschöne Lage.

Die Kirche St Marys by the sea in Port Douglas

Die Aussicht aus dem Fenster auf das Meer ist grossartig. Wir sehen gerade eines der riesigen Tauchboote auslaufen.

Aussicht aus dem Fenster der Kirche St Marys by the sea

Im Daintree Nationalpark wächst der Regenwald bis ins Meer

Der Daintree Nationalpark ist geprägt von tropischem Regenwald und wunderschönen Stränden. Der Regenwald ist extrem dicht und undurchdringbar. An manchen Orten wächst der Regenwald bis ins Meer und es gibt Mangrovenwälder und Flüsse.

Mangroven am Cape Tribulation im Daintree Nationalpark

Dies ist genau der Lebensraum, den die gefährlichen Salzwasserkrokodile lieben. Im Daintree Nationalpark muss man also stets auf der Hut sein und an die Salzwasserkrokodile denken.

Warnschild vor Krokodile im Daintree Nationalpark

Über den Daintree River gibt es keine Brücke. So müssen wir mit der Fähre ans andere Ufer des Flusses fahren.

Wir fahren mitten durch den Regenwald des Daintree Nationalparks und natürlich gibt es hier auch viele freilebende Tiere. Hinweisschilder rufen zur Vorsicht auf. In Australien werden Strassenschilder oft abgeändert und erweitert.

Kasuar Strassenschild im Daintree Nationalpark

Etwa 10 km nach dem Daintree River führt eine Strasse zum Daintree Discovery Centre. Wem der Eintritt zu teuer ist, der fährt einfach ein bisschen weiter und erkundet den Regenwald auf eigene Faust. Der Jinalba Boardwalk ist absolut lohnenswert und mit etwas Geduld kann man einige Tiere sehen.

Auf dem Jindalba Walk beim Daintree Discovery Centre

Wir haben Glück und begegnen einem der urzeitlich anmutenden Kasuare.

Ein Kasuar im Daintree Nationalpark

Die Fahrt entlang der Küste ist sehr eindrücklich. Hier wächst der Regenwald im wahrsten Sinne des Wortes bis ins Meer. Auf der einen Seite der Strasse fahren wir an einer dichten grünen Wand des Regenwaldes entlang und auf der anderen Seite gleiten wunderschöne Strände mit Mangrovenwäldern vorbei.

Mangrovenbaum am Cape Tribulation im Daintree Nationalpark

Die Strände beim Cape Tribulation sind flachabfallend und der Sand sehr fein. Gleich hinter dem Strand beginnt der Regenwald und überzieht die rasch ansteigenden Hügel mit einem grünen Teppich. Das Meer sieht zwar sehr einladend aus allerdings schwimmen hier gefährliche Salzwasserkrokodile, hochgiftige Quallen und Haie im Wasser. So verzichten auf das Schwimmen im Meer und geniessen einfach einen Spaziergang am menschenleeren Strand.

Strand am Cape Tribulation im Daintree Nationalpark

Wir Campen am Noah’s Beach Campingplatz des Daintree Nationalparks. Die Stellplätze liegen im Regenwald und es ist nur ein paar Schritte bis zum Strand. Allerdings sind die Stellplätze sehr beliebt und das Vorausbuchen ist je nach Saison nötig.

Der Bloomfield Track vom Cape Tribulation nach Cooktown

Am nächsten Morgen fahren wir weiter über den Bloomfield Track mitten durch den Regenwald. Der 4WD Track ist schmal, kurvenreich und es gibt steile Stellen, sowie einige Flussdurchquerungen zu meistern. Die Strecke wurde in den letzten Jahren ständig verbessert und ist heute nicht mehr nur 4WD’s mit hoher Bodenfreiheit vorenthalten.

Kurz vor dem Ende des Bloomfield Tracks liegt das legendäre Lions Den Hotel. Das Hotel und Pub wurde im Jahre 1870 aus Wellblech gebaut und wurde wohl seither nicht sehr verändert. Die gesamten Wellblechwände sind übersät mit Sprüchen, Aufklebern und Kleidungsstücken.

Das Lions Den Hotel am Bloomfield Track

Im Lions Den Hotel am Bloomfield Track

Cooktown ist die nördlichste Stadt an der Australischen Ostküste

Cooktown ist die nördlichste Stadt an der Ostküste Australiens. Es ist ein sehr geschichtsträchtiger Ort, denn hier landete der englische Entdecker James Cook im Jahre 1770. Sein Schiff, die Endeavour, musste nachdem es am Great Barrier Reef leckgeschlagen war wieder Instand gestellt werden. Im Jahre 1872 wurde Gold im nahe gelegenen Palmer River gefunden und ein Goldrausch liess Cooktown rasch wachsen. Heute zählt Cooktown noch rund 2‘300 Einwohner und es geht sehr gemächlich zu und her. Die schönen Gebäude aus der Zeit des Goldrausches sind teilweise erhalten geblieben.

Das Hotel Cape York in Cooktown

Das schön renovierte Gebäude des alten Spitals in Cooktown

Der wohl schönste Platz den Sonnenuntergang in Cooktown zu geniessen ist auf dem dem Grassy Hill.Hier befindet sich auch der Grassy Hill Leuchtturm, der in England gebaut und 1885 nach Cooktown verschifft wurde. Bis 1927 wurde der Leuchtturm von einem Leuchtturmwärter betrieben und danach automatisiert.

Der kleine Grassy Hill Leuchtturm bei Cooktown

Die wunderbare Aussicht über den Endeavour River und der Sonnenuntergang sind wirklich sehr beeindruckend.

Der breite Endeavour River bei Cooktown

Wir haben die nördlichste Stadt der Ostküste Australiens erreicht. Die Fahrt entlang der Küste durch den Daintree Nationalpark zum Cape Tribulation und dann weiter über den Bloomfield Track war sehr schön. Wir lieben den tropischen Regenwald, die Nähe zu Meer und die traumhaften, teils menschenleeren Strände.

Von Cooktown kann man weiter Richtung Norden zum Cape York, dem nördlichsten Punkt von Australien fahren. Entweder auf der gut ausgebauten Peninsula Developmental Road oder über die schmale Battle Camp Road via Rinyirru / Lakefield Nationalpark. Im Beitrag zum Abenteuer Cape York kannst du mehr über die Fahrt zum nördlichsten Punkt von Australien lesen.

 

Bist du den Bloomfield Track von Cairns nach Cooktown auch schon gefahren? Wie hat dir das Cape Tribulation und der Daintree Nationalpark gefallen?

 

 

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