Im Camper leben – Unser Zuhause auf Rädern

Im Camper leben in Australien

100 Tage ist dieser Troopy bereits unser neues Zuhause. Fragst du dich, wie es sich als Paar so lebt auf engstem Raum? Heute zeigen wir dir mehr von unserem fahrbaren Zuhause.

Wir können es selbst kaum glauben. 100 Tage sind wir bereits wieder unterwegs mit unserem Troopy. Im Camper leben ist unglaublich spannend, abenteuerlich und befreiend.

Wir haben uns beim Auto kaufen in Australien für den Troopy entschieden, weil es ein zuverlässiges, allradtaugliches Fahrzeug ist. In Australien und vielen anderen Ländern der Welt ist der LandCruiser verbreitet und Ersatzteile zu finden ist relativ einfach. Der einzige Nachteil, der Troopy bietet nur begrenzt Platz im Vergleich zu einem Camperbus. Dafür können wir mit dem Troopy überall hin. Sanddünen, am Strand fahren oder schwierige Offroad-Strecken wie die Simpson Desert oder die Canning Stock Route sind kein Problem.

Weil der Platz begrenzt ist, haben wir uns für den Toyota LandCruiser mit Hightop entschieden. So können wir problemlos drin stehen und zwar jederzeit. Unser Troopy ist zudem zu einem Camper umgebaut und wir haben genug Stauraum für Kleider, Lebensmittel, Küchenutensilien und Werkzeug.

So, jetzt aber einen Blick in unser Heim. Willkommen in unserer Küche, Wohn- und Schlafzimmer in einem. Hier sind wir, wenn es draussen regnet, wenn wir vor den Fliegen flüchten müssen oder wenn wir schlafen gehen. Alles was wir brauchen hat hier Platz.

Camper Küche

Aufstehen vor dem Sonnenaufgang?! Ein Graus für mich. Aber es gibt Tage, da lohnt es sich. Zum Glück ist Marcel die treibende Kraft unter uns, sodass auch ich mir in den Hintern kneife und vor dem Sonnenaufgang aufstehe. Dann, wenn es sich lohnt; wie hier im Uluru-Kata Tjuta Nationalpark. Erleben wie der Tag erwacht, ist ein magischer Moment.

Kannst du den Uluru (Ayers Rock) sehen? Er ist da, direkt unter Marcel’s Objektiv 😉

Uluru Kata Tjuta Sonnenaufgang

Der Kaffee musste an dem Tag etwas länger warten. Im Normalfall gibt es Kaffee und Frühstück gleich nach dem Aufstehen. Das ist unsere Kaffeemaschine. Diese Aussicht beim Kaffee brühen ist doch grossartig.

Leonora Malcolm Dam

Unsere Open-Air Küche wenn wir im Camper leben

Unsere Küche ist immer dieselbe, die Aussicht hingegen wechselt fast täglich. Morgens noch am See und abends wieder Meersicht. Das ist einer der grossen Vorteile vom im Camper leben.

Camper Küche mit Aussicht

Meistens bin ich drinnen am vorbereiten und Marcel kocht.

Marcel am kochen

Und wenn es regnet, müssen wir improvisieren. Ein Schirm ist da ganz praktisch. Die professionellere Lösung ist natürlich eine Markise. Wir haben inzwischen eine bestellt und sie sollte in den nächsten Tagen geliefert werden. Wir freuen uns schon darauf.

Kochen bei Regen

Wann immer es das Wetter erlaubt, essen wir natürlich draussen.

Und danach, relaxen, auf das Meer rausschauen oder am Lagerfeuer den Tag Revue passieren lassen. So ein Leben im Camper hat schon was.

Aussicht auf die Fowlers Bay

Das Beste am Reisen mit dem eigenen Fahrzeug ist, wir können fahren, wohin wir wollen und solange bleiben wie es uns gefällt. Und wenn das Wetter umschlägt, verziehen wir uns in unsere Stube oder fahren einfach weiter.

Und wenn wir unterwegs sind, sieht es zum Beispiel so aus: Roadtrip durch Südaustralien in 3 Minuten

So ein Camper ist wie ein Haus. Es gibt immer etwas zu tun. Nächste Woche wollen wir noch ein Moskitonetz montieren, sodass wir bei Hitze die Hecktüre offen lassen können. Besonders abends fliegen in Windeseile hunderte von Fliegen, Mücken und sonstiges Ungeziefer ins Wageninnere.

Unser Open-Air Büro wenn wir im Camper leben

Unser Open-Air Büro verändert sich ebenfalls ständig. Wenn wir Glück haben, wie hier am Lake Johnston in der Nähe von Norseman in Westaustralien, haben wir sogar Tisch und Bänke. So lässt es sich prima schreiben.

Reni am Laptop

Der Weg zum Schlafplatz ist ebenfalls fast täglich eine Überraschung. Wir benutzen die App WikiCamps und suchen uns gerne Plätze abseits der Hauptstrassen. Ohne die GPS Daten würden wir solche geniale Stellplätze wie an der Fowlers Bay wohl kaum finden. Die Fahrt zum Camp führt mitten durch einen Salzsee, über Dünen und dahinter verbirgt sich das Meer.

Fowlers Bay Eyre Halbinsel

Am besten gefallen uns die Schlafplätze, wo wir auf das Meer hinausschauen können. Oben auf der Klippe mit Weitsicht. Einfach herrlich.

Camp Yorke Peninsula

Im Camper leben ist für uns Freiheit

100 Mal haben wir bereits in dem kleinen aber gemütlichen Camper übernachtet. Wenn wir zurückblicken ist es echt der Wahnsinn, wie viele unglaublich schöne Plätze wir zum campen gefunden haben. In einem der nächten Berichte zeigen wir dir mehr von den genialen Campingplätzen hier in Australien.

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Im Camper leben

Im Camper leben klingt doch spannend. Hast du auch schon einen Roadtrip im Camper gemacht? Hat es dir gefallen?

14 Gedanken zu “Im Camper leben – Unser Zuhause auf Rädern

  1. Unser Plan für dieses Jahr: Schweiz – Nordkapp und zurück in 9 Wochen mit unserem Wohnmobil. Wir sind allerdings zu viert und werden destinationsbedingt wohl etwas mehr Zeit drinnen verbringen. Aber Camperferien sind einfach die besten Ferien! Das finden auch unsere Kinder. Am 16.6 geht es los!

    • Wow! Wow! Wow! Ans Nordkap, das sind ja geniale Pläne. Wir wünschen Euch schon jetzt eine spannende Reise. Dann freuen wir uns jetzt schon auf Eure Fotos ab dem 16.6.

      Und ja, das stimmen wir dir total zu. Camperferien sind die besten Ferien überhaupt. Und mit Kindern macht es doch doppelt soviel Spass.

      Herzliche Grüsse an Euch alle,

      Reni & Marcel

  2. Hallo zusammen
    Wir haben vor wenigen Jahren in einem ziemlich gleichen Auto, das allerdings gemietet war, einen kürzeren Roadtrip entlang der Westküste gemacht. Aber so etwas eigenes ist schon nochmals ganz anders!! Da kann man passend ausbauen, dekorieren, sich richtig einrichten… So schön! Ich bin gleich ein bisschen eifersüchtig 😉
    Ich finde auch, Euer Auto sieht ziemlich gut im Schuss und nicht abgebraucht aus – habt ihr es von einer Vermietungsfirma abgekauft oder von privat?
    Vom praktischen her (4×4) und immer noch ein „normales“, parkierbares Auto kombiniert mit dem gebotenen Komfort (Küche, schlafen, stehen,…) finde ich bisher genau dieses Auto noch immer die beste Lösung für Australienreisen.
    Weiterhin viel Spass damit und gute Fahrt, Miuh

    • Hallo Miuh

      Vielen Dank für Deinen Kommentar.

      Ja, wir sind echt froh, dass wir dieses Fahrzeug gefunden haben. Es ist wirklich noch gut in Schuss und es wurde von den Australischen Vorbesitzern kaum gebraucht. Zuvor war es ein Britz Camper und wir sind total zufrieden mit dem Ausbau. Wir sind zwar immer wieder etwas am verbessern und optimieren, denn je länger wir im Troopy leben, desto mehr fällt uns auf, dass man noch soviel besser machen kann. Mal sehen, wie er dann in ein paar Jahren aussieht.

      Liebe Grüsse,
      Reni

  3. Grossartig! Wir beneiden euch ein bisschen um die zusätzliche Luft nach oben – ist halt wirklich gleich viel mehr Raum. Mal schauen, irgendwann vielleicht..

    Wollte grad schreiben, euch fehlt ein Dach über der Outdoor-Küche, aber ihr habt ja eine Markise bestellt. Das ist wirklich viel Wert, auch für Schatten und für uns fühlt es sich immer so an, als sei der Wohnraum gleich viel grösser.

    Lustig, bei uns funktioniert das Kochen genau gleich;)

    Habt eine gute Zeit!
    Liebe Grüsse und danke für den „Einblick“

    Sabine und Andy

    • Liebe Sabine, Lieber Andy,

      Vielen Dank für Eure Nachricht.

      Ja, das Hochdach wissen wir wirklich zu schätzen. Vorallem bei Wind und Regen ist es schon toll, ein festes Dach zu haben und die Höhe ist echt viel wert, wenn man drinnen ist. Einzig beim Verschiffen hat es dann halt ein Nachteil. Denn entweder wir machen RoRo oder müssen für in den Container das Dach wegnehmen. Aber ja, so oft verschiffen wir ja vermutlich nicht 😉

      Auf die Markise hinten freuen wir uns extrem. Sie sollte in den nächsten Tagen geliefert werden. So freuen wir uns noch mehr drauf, denn so wie ihr schreibt, ist es wirklich ein Mehrwert.

      Liebe Grüsse und ebenfalls eine gute Zeit.

      Reni

  4. Hallo Ihr Lieben!

    Interessanter Artikel und herzige Fotos (wie immer!) 🙂

    Denke an unseren durchweg sensationellen Roadtrips und weiss mit Sicherheit: Der Nächste kommt bestimmt!

    Sende Euch ein fettes Grüessli und geniesst es weiter!

    Love, Jenny

    • Liebe Jenny

      So lieb, vielen Dank für deinen Kommentar.

      Na, da sind wir ja gespannt auf Euren nächsten Roadtrip und Eure spannenden Reisen. Ihr habt ja super Pläne für’s 2017 😀

      Wir schicken Dir ein fettes Grüessli zurück.

      Love,
      Reni & Marcel

  5. Echt klasse Bilder und Artikel. Wir waren in einem VW T4 über einen Jahr in Australien und Tasmanien unterwegs, das war bis jetzt unsere beste Zeit. Die Freiheit, die man dabei hat, erlebt man in keinem anderem Land. …… ich freue mich auf weitere Bilder von euch. LG. Eugen

    • Hallo Eugen

      Vielen Dank. Klingt sehr spannend. Eine Reise mit dem VW T4 durch Tassie und Australien, herrlich. Ja, die Freiheit auf so einem Roadtrip und vorallem in Australien ist Freiheit pur.

      Liebe Grüsse aus Westaustralien,
      Reni

  6. Hoi Zämmä!
    Es gibt doch nichts schöneres als einen Roadtrip! Auch wenn es nicht immer einfach ist, zu zweit auf so engem Raum zu leben. Doch genau das macht es aber auch spannend!
    Wer weiss, vielleicht trifft man sich ja irgendwo auf dieser Welt mal. Wir starten im September in Südamerika. Geplant wäre Amerika, Australien, Asien und über die Seidenstrasse wieder zurück nach Europa. 🙂
    Herzliche Grüsse
    Veronica

    • Hoi Veronica

      Jaaa… Roadtrips sind einfach soooo schön.

      Deine Pläne klingen ja genial. Wär cool, wenn wir uns irgendwo auf der dieser Welt treffen würden. Plant ihr mit eurem VW Bus Stitch die Welt zu umrunden? Wir werden auf jeden Fall eure Reise auf dem Blog verfolgen.

      Liebe Grüsse aus Westaustralien,
      Reni

  7. Oh mann ich will auch im Camper leben. Ich komme auch aus der schweiz und würde mega gern nur in einem Büsschen wohnen aber hier ist ja alles verboten…. ich bin 17 habe keine Lehre gefunden und arbeite jetzt temporär. Mein Traum ist es einen Fiat Ducato zu einem Wohnmobil umzubauen:) Aber ich habe keine Kohle.
    Cooler Blogg
    Liebe grüsse

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