Der Roadtrip von Alice Springs nach Adelaide muss nicht langweilig sein

 Roadtrip von Alice Springs nach Adelaide

Der Roadtrip von Alice Springs nach Adelaide ist 1531 km lang und langweilig. Die Fahrt entlang des Stuart Highways ist monoton und bietet nicht wirklich viel. In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du den Roadtrip von Alice Springs nach Adelaide dennoch zu einem interessanten und unvergesslichen Erlebnis verwandeln kannst. Komm mit und lass dich inspirieren.

Alice Springs liegt im Roten Zentrum von Australien mitten im Outback. Rund um die Stadt ist ganz viel Nichts, karge Landschaft und verschiedene Wüsten. Jede grössere Stadt liegt Hunderte von Kilometern entfernt an der Küste. Dennoch gehört ein Trip nach Alice Springs ins Rote Zentrum von Australien einfach zu jedem Urlaub in Australien dazu.

Jeder der länger in Australien unterwegs ist und das Land entlang der Küste umrundet, steht vor der Frage wie er Alices Springs in seine Reiseroute einbindet. Von der Küste nach Alice Springs fliegen und sich dort ein Fahrzeug mieten ist sicher die schnellste Alternative. Aber was, wenn du ein eigenes Fahrzeug besitzt und nicht fliegen möchtest? Dann bleibt dir nichts anderes übrig als die Fahrt nach Alice Springs und wieder zurück an die Küste in Kauf zu nehmen.

Wir sind von Perth aus nach Alice Springs gefahren und zwar auf direktem Weg über die Great Central Road, mitten durchs Outback. Das ist sicher nicht die typische Reiseroute aber es ist der kürzeste Weg von der Westküste ins Rote Zentrum. Nachdem wir die Alice Springs Sehenswürdigkeiten und das Red Center entdeckt haben, starten wir zum Roadtrip von Alice Springs nach Adelaide. Die langweilige Fahrt auf dem Stuart Highway ist uns aber ein Graus. So planen wir den Roadtrip von Alice Springs nach Adelaide durchs Outback und versuchen möglichst viele Attraktionen in die Route einzuplanen.

Welch abwechslungsreicher Trip dabei entstanden ist, kannst du hier lesen und sehen. Das Einzige, was du für einen abwechslungsreichen Roadtrip von Alice Springs nach Adelaide brauchst, ist ein Camper und etwas Zeit. Wir haben uns Zeit gelassen und waren rund 10 Tage unterwegs, du kannst die Strecke aber natürlich auch schneller bewältigen. Wir empfehlen für diesen Routenvorschlag einen 4WD, da ein grosser Teil über unbefestigte Schotterpiste verläuft. Eigentlich geht es aber auch mit einem normalen Fahrzeug und etwas Bodenfreiheit.

Roadtrip von Alice Springs nach Adelaide auf Schotterpisten

Attraktionen auf dem Roadtrip von Alice Springs nach Adelaide

In Alice Springs füllen wir unsere Diesel- und Wassertanks, kaufen Lebensmittel ein und bereiten unser Fahrzeug für die Fahrt durchs Outback vor. Wir verlassen Alice Springs in südlicher Richtung auf der Finke Road, einer unbefestigten Schotterpiste, die einmal im Jahr auch Austragungsort des total verrückten Finke Desert Race ist.

Die Ewaninga Rock Carvings

Bereits nach 26 km Fahrt auf der Finke Road zweigt linkerhand eine Strasse ab zu den Ewaninga Rock Carvings. Hier sehen wir uns die in die Felsen gehauenen Zeichnungen der traditionellen Landbesitzer an. Auf den Steinen wurden Geschichten und Regeln festgehalten und zur Überlieferung an nachfolgende Generationen benutzt. Rund 1’000 Felsenzeichnungen wurden gefunden.

Felszeichnungen sind im Ewaninga Reserve

Die Felsnadel Chambers Pillar

Entlang der Finke Road biegen wir nach 106 km links ab und fahren über Sanddünen zum Chambers Pillar Historic Reserve. Im Reserve gibt es einen einfachen Campingplatz mit Stellplätzen unter schattenspendenden Bäumen, Feuerstellen, Gasgrill und Toiletten. Eine Nacht kostet AUD 3.30 (CHF 2.50 / EUR 2.30) pro Person. Der Betrag kann im Reserve in einen Briefkasten geworfen werden.

Nur ein weiteres Australisches Ehepaar campt die erste Nacht auf dem Platz und in der zweiten Nacht haben wir das Reserve ganz für uns alleine. Es gibt zwei kurze Wanderungen im Reserve. Die eine umrundet den Chambers Pillar und du kannst auch auf eine Aussichtsplattform auf halber Höhe der Felssäule hochsteigen. Die andere führt um die Felsformation mit dem Namen Castle Rock.

Am schönsten ist es den Sonnenaufgang und Sonnenuntergang beim Chambers Pillar mit zu verfolgen. Wir lieben das wunderschöne Lichtspiel der Sonne in der Wüste. Sobald die Sonne untergegangen ist, sind auch die Millionen von Fliegen weg. Welch eine Erleichterung, denn während des ganzen Tages sind wir umringt von schwarzen Wolken.

Der Sonnenuntergang beim Chambers Pillar

Nun können wir ein Lagerfeuer anzünden und unser Abendessen in aller Ruhe zubereiten und geniessen. Allerdings wird es auch rasch kühl, denn wir befinden uns ja in der Wüste. Noch ein letztes Mal bestaunen wir den atemberaubenden Sternenhimmel und sehen nochmals eine Sternschnuppe bevor wir schlafen gehen.

Die Dalhousie Springs im Witjira Nationalpark

Wieder zurück auf der Finke Road verläuft die Strasse nun entlang der Old Ghan Eisenbahntrasse. Die Überreste können am Strassenrand immer wieder bestaunt werden. Auch auf der Strasse sind noch Überreste in Form von alten Schrauben und Nägeln verstreut, welche für die Befestigung der Gleise auf den Eisenbahnschwellen verwendet wurden. Ein solches Metallstück bekommt einem Reifen nicht sonderlich gut und so wird die Fahrt bis nach Finke zum Spiessrutenlauf.

Nach der Aborigine Kommune Finke fahren wir weiter Richtung Dalhousie Springs und überqueren dabei die Grenze von Northern Territory nach Südaustralien. Die heisse Quelle von Dalhousie befindet sich im Witjira National Park und dafür benötigt man einen SA Desert Parks Pass. Bei unserem letzten Road Trip durch die Simpson Desert waren wir froh um die heissen Quellen, denn es war sehr kühl.

Dieses Mal ist es sehr warm und von Tag zu Tag steigen die Temperaturen noch höher. So entscheiden wir uns anstelle der heissen Quellen das erfrischende Wasserloch bei Eringa anzufahren. Das permanente Wasserloch wird von der Eringa Quelle gespiesen, wo sich auch noch verlassene Ruinen eines Homesteads befinden. Das Wasser hat die Farbe von einem Milchkaffe aber das Bad im Wasserloch ist sehr erfrischend. Wir treffen auf Helen und Chris, die wir in Alice Springs kennen gelernt haben und verbringen einen gemütlichen Abend zusammen.

Am Eringa Wasserloch

Der kleine Ort Oodnadatta im Outback Australiens

Die Fahrt geht weiter Richtung Süden etwa 100 km parallel des Stuart Highways mitten durch das Outback Australiens. Wir geniessen die wunderschöne Wüstenlandschaft, die roten Strassen und die herrlichen Farben der Wildblumen.

Die kleine Ortschaft Oodnadatta liegt am Oodnadatta Track und ist vor allem durch das Pink Roadhouse bekannt. Das Roadhouse, welches zugleich Tankstelle, Restaurant, Shop, Werkstatt, Postamt, Infocenter und Treffpunkt für Reisende ist, fällt durch die ausgefallene Farbe rosa auf. Alles ist hier rosa, selbst die Zapfsäulen für den Treibstoff. 

Pink Roadhouse in Oodnadatta

Die wundervollen Farben der Painted Desert

Nun müssen wir uns entscheiden. Entweder wir fahren entlang des Oodnadatta Tracks und schauen uns die Überreste der alten Ghan Bahnlinie und die Quellen mitten in der Wüste an, oder wir fahren den Umweg durch die Painted Desert zum Stuart Highway um die Opal Stadt Coober Pedy zu besichtigen. Da wir die Painted Desert noch nie gesehen haben, entscheiden wir uns für diesen Umweg.

Zum Glück haben wir uns für die Fahrt durch die Painted Desert entschieden, denn die Landschaft ist einmalig. Die Farben sind am späten Nachmittag sehr intensiv und wirken fast schon unwirklich. Diese bunte Wüstenlandschaft verdient den Namen Painted Desert wirklich. Lieder wartet bei der Rückkehr zu unserem Fahrzeug auch eine schlechte Neuigkeit auf uns. Wir müssen das Reserverad montieren, weil wir einen platten Reifen haben. Aber bei einer solch traumhaften Aussicht ist das nur halb so schlimm und bald geht unsere Fahrt Richtung Coober Pedy wieder weiter.

Die Painted Desert zwischen Oodnadatta und Coober Pedy

Die verrückte Opalstadt Coober Pedy

Coober Pedy ist eine total verrückte Stadt in der viele der Bewohner unterirdisch leben. Es gibt keine Bäume und die Landschaft rund um Coober Pedy erinnert an eine Mondlandschaft. Kein Wunder wurden hier Filme wie Mad Max gedreht. In unserem Beitrag Coober Pedy – Eine Stadt in der die Menschen unterirdisch wohnen kannst du mehr über die verrückte Opalstadt erfahren.

Untergrundwohnung in Coober Pedy

Coober Pedy liegt etwa in der Mitte des Roadtrips von Alice Springs nach Adelaide. Auch wenn du auf dem Stuart Highway von Alice Springs nach Adelaide fährst, ist dies mit 3‘500 Einwohnern die einzige grössere Stadt, der du auf dem Weg begegnest. Für uns ist dies der ideale Ort um unsere Vorräte wieder aufzufüllen, wir müssen auch noch unseren Reifen flicken lassen und Diesel und Wasser auftanken, bevor wir weiter fahren können.

Die kürzeste Route für den Roadtrip von Alice Springs nach Adelaide würde nun weiter dem Stuart Highway folgen. Wir verabschieden uns aber wieder von geteerten Strassen und fahren über die William Creek Road gegen Osten. Mitten in der Wüste treffen wir hier auf  den Cadibarrawirracanna See, wo wir unter einem traumhaften Sternenhimmel die Nacht verbringen. Am nächsten Tag fahren wir weiter und treffen bei William Creek wieder auf den Ooodnadatta Track.

Der legendäre Ooodnadatta Track

Der Oodnadatta Track ist einer der beliebten und gleichzeitig aber auch einfachsten Tracks durch das Outbacks Australien. Der Track verläuft von Marla am Stuart Highway bis nach Maree, dem Start des Birdsville Tracks, ein weiterer legendärer 4WD Track. Von Oodnadatta bis nach Maree folgt der Track der ausgedienten alten Ghan Bahnlinie, von welcher noch allerlei ausgediente Gebäude und andere Infrastruktur zu sehen ist.

 Lokomotive der stillgelegten Ghan Bahnlnie

Die Landschaft entlang des Oodnadatta Tracks gefällt uns sehr gut und ist unserer Meinung nach sehr abwechslungsreich. Vor allem die in regelmässigen Abständen vorhandenen Quellen faszinieren uns sehr. Wer würde schon so viel Wasser in der Wüste erwarten?

Die Strangways Springs entlang des Oodnadatta Tracks

Bereits 1862 wurden an diesem abgelegenen Ort entlang des Oodnadatta Tracks Schafe und Rinder gezüchtet. Auf einem ausgeschilderten Weg finden wir verschiedene Ruinen von alten Gebäuden und versiegte Quellen. Der gemauerte Wasserspeicher wurde sehr solide gebaut und ist immer noch in einem guten Zustand.

Die Ruinen von Strangways Springs

Der Wabma Kadarbu Mound Springs Conservation Park entlang des Oodnadatta Tracks

Wir sind völlig fasziniert von den Quellen, welche wir entlang des Oodnadatta Track immer wieder sehen.  Im „Wabma Kadarbu Mound Spring Conservation Park“ fühlen wir uns wie in einer Oase. So weit das Auge reicht nichts als karges, ausgetrocknetes Land und Einöde. Wir stehen aber auf einem kleinen Erdhügel in dem Wasser aus der Tiefe des Artesischen Beckens durch die Erdoberfläche gedrückt wird.

Mitten in der Wüste treffen wir auf Quellen

Die Open Air Kunstgalerie entlang des Oodnadatta Tracks

Kurz vor dem Ende der Outbackstrecke erkennen wir schon von weitem die beiden Flugzeuge des Mutonia Sculpture Parks. Der Künstler Robin Cooke hat über die Jahre viele Skulpturen aus Schrott mitten im Outback erschaffen. Diese Skulpturen, die Quellen und die Überreste der alten Bahnlinie, gepaart mit einer stetig wechselnden Landschaft machen die Fahrt auf dem Oodnadatta Track zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Flugzeuge en tlang des Oodnadatta Tracks

Bei Marree erreichen wir das Ende des Oodnadatta Tracks und fahren weiter entlang der alten Ghan Bahnlinie Richtung Süden.

Die interessanten Ruinen von Farina

Bereits ist es wieder Abend und wir benötigen einen Platz zum Schlafen. Wir lesen von einem sehr schönen Buschcamp mit vielen Stellplätzen unter Schatten spendenden Eukalyptusbäumen bei der der Geisterstadt Farina. Das klingt doch schon ganz vielversprechend. Wir fahren von der Strasse weg und folgen dem Wegweiser nach Farina. Was uns bei Farina erwartet, ist wirklich ein sehr schöner Buschcamp mit guter Infrastruktur. Auf dem Platz hat es nur zwei andere Camper und wir können uns einen schönen Platz mit eigenem Picknicktisch und Feuerstelle aussuchen.

Das Buschcamp wird von der Farina Station zur Verfügung gestellt und wir können einfach die AUD 10 in einen Umschlag legen und in die Kasse werfen. Wir haben unser privates kleines WC Häuschen und in einem andern neuen WC-Block gibt es sogar Duschen. Für warmes Wasser muss aber zuerst ein Feuer entfacht werden. Das heisse Wasser wird nämlich in einem selbst gebauten Boiler mit einem Holzfeuer erhitzt. Natürlich kommen wir auch schnell ins Gespräch mit den beiden anderen Campern, die schon mehrmals hier waren und dieses Buschcamp als einen Geheimtipp sehen.

Am nächsten Morgen erkunden wir zuerst die Ruinen der Geisterstadt Farina. Die Stadt entstand im Jahre 1878 und ist als Endstation der alte Ghan Bahnlinie recht schnell gewachsen. Die Regenreichen Jahre der 1880 er Jahre hat Farmer dazu veranlasst im grossen Stile auf Weizen und Gersten zu setzen und diese Getreide anzubauen. Leider waren die Regenreichen Jahre schnell vorüber und die Regenmenge in normalen Jahren reichte bei weitem nicht aus. Silber und Kupferminen in der Umgebung liessen die Bevölkerung weiter ansteigen. Gegen Ende der 1800s wohnten um die 600 Menschen im Ort Farina, welches 2 Hotels, eine Bank, zwei Brauereien und eine Untergrundbäckerei besass. Der Todesstoss für den Ort kam 1980er Jahre mit der Stilllegung der Bahnlinie.

Heute ist der Ort Farina eine Geisterstadt von der nur noch Ruinen übrig geblieben sind. Die Farina Station, eine Farm unweit der Geisterstadt ist noch bewohnt und die Besitzer der Station zusammen mit Freiwilligen haben das Buschcamp ins Leben gerufen und viel in den Erhalt der Ruinen der Geisterstadt Farina investiert. Wir lieben es verlassene Geisterstädte zu erkunden, uns in die vergangene Zeit zurückzudenken und uns vorzustellen, wie es wohl einst zu und her gegangen ist. Durch die vielen Infotafeln, welche die Geschichte der Stadt erklären können wir sehr viel lernen. Vor allem die unterirdische Bäckerei, in der noch ab und zu gebacken wird, fasziniert uns.

Die Geisterstadt Farina

Von Farina aus fahren wir weiter in südliche Richtung, wo wir in Leigh Creek auf Zivilisation treffen. Diese Retortenstadt wollen wir nicht wirklich als Attraktion betiteln. Allerding ist sie durch ihre Künstlichkeit schon fast so etwas wie eine Attraktion. Mitten im Nirgendwo wurde diese Stadt zur Versorgung der nahegelegene Kohlegrube aus dem Boden gestampft. Der Ort wirkt sehr künstlich, bietet aber eine sehr gute Infrastruktur. Vielleicht ist ja auch Leigh Creek in ein paar Jahren eine Geisterstadt falls die Vorkommen in der Grube plötzlich versiegen.

Die wilde Parachillna Gorge

Weiter geht es Richtung Süden, wo wir die nördlichen Flinders Ranges erreichen. Die Flinders Ranges ist eine Hügelkette, die sich von der Küste Südaustraliens 400 km Richtung Norden erstreckt. Sie ist bekannt für die schroffe Landschaft und die Abgeschiedenheit. Unser nächstes Ziel ist der Ikara-Flinders Ranges Nationalpark, den wir von Norden her erreichen möchten. In der Wettervorhersage haben wir aber gelesen, dass ein sehr heisser Tag mit starken Winden bevorsteht. Genau das haben wir aber bei unserem letzten Besuch in diesem Nationalpark vor drei Jahren schon erlebt und da wir auch dieses Mal wieder wandern gehen wollen, kommt uns heisses Wetter nicht gerade gelegen.

Wir entscheiden uns deshalb zuerst durch die Parachillna Gorge zu fahren und dort den heissen Tag mit Faulenzen zu verbringen. Wir suchen uns in der eindrücklichen Schlucht einen wunderschönen Platz unter riesigen Eukalyptusbäumen und machen es uns gemütlich. Tatsächlich bringt der nächste Tag starke Winde, die so heiss wie aus einem Haartrockner sind. Der Tag ist, obwohl wir nichts tun, sehr anstrengend. Es ist fast 40 Grad heiss, der starke Wind bläst uns Staub um die Ohren und zu alledem kommen noch die Millionen von Fliegen, die uns in die Augen, Ohren und Nase fliegen. So kann die wunderschöne Natur in Australien auch sehr anstrengend sein.

Bereits in der Nacht kühlt es merklich ab und am nächsten Tag sind die Temperaturen um einiges angenehmer. Genau richtig um den Ikara-Flinders Ranges Nationalpark zu erkunden.

Der Ikara-Flinders Ranges Nationalpark

Der Ikara-Flinders Ranges Nationalpark ist einer der beliebtesten Nationalparks in Südaustralien. Die wilde Landschaft mit ihren zerklüfteten Schluchten und schroffen Hügelketten zieht Besucher ebenso in den Bann wie der Reichtum an Tieren, die es zu beobachten gibt. Wir wandern viel in diesem Park und haben die schönsten Erlebnisse im Ikara-Flinders Ranges Nationalpark für dich in einem separaten Beitrag festgehalten.

Flinders Ranges Nationalpark

Peterborough und seine Vergangenheit als Eisenbahn Drehkreuz

Peterborough war ein wichtiger Ort für die Eisenbahnverbindungen von Nord nach Süd und Ost nach West. Es gab Zeiten da fuhren mehr als 100 Züge pro Tag durch diese Stadt und die Bahn beschäftigte rund 1‘000 Arbeiter. Heute sind es gerade mal 10 Züge und die Eisenbahn hat an Wichtigkeit stark eingebüsst. Was geblieben ist, ist das interessante Eisenbahnmuseum „Steamtown Heritage Rail Centre“. Hier lernen wir enorm viel über die Vergangenheit von Peterborough und der Geschichte der Australischen Eisenbahn aber auch über das harte Leben im Outback von Australien.

Ein Stopp in diesem Ort lohnt sich aber auch um durch das Stadtzentrum zu gehen und die schönen Gebäude anzuschauen. Nun sind wir wieder in dichter besiedeltem Gebiet und die Orte liegen wieder näher zusammen. Keine 100 km südlich von Peterborough treffen wir auf einen weiteren Ort der seinen Platz in der Geschichte Australiens verdient hat.

Das Steamtown Heritage Rail Museum in Peterboroug

Wir entdecken die interessante Vergangenheit von Burra

Burra ist ein sehr schnuckeliger und gepflegter Ort. Schöne Gebäude ein paar Geschäfte und mehrere Cafés  bilden, angeordnet um einen schönen Garten, den Ortsmittelpunkt. Ausserhalb von Burra steht eine der wohl meistfotografierten Ruinen eines einfachen Hauses. Das Haus ist auf dem Albumcover des Albums „Diesel and Dust“ der Australischen Gruppe Midnight Oil abgebildet.

Midnight Oil Haus

Doch Burra hat noch viel mehr zu bieten. In einer Infobroschüre habe ich über die Vergangenheit dieses Ortes als wichtige Minenstadt gelesen. Ich habe auch gelesen, dass es den Burra Passport gibt. Der Burra Passport beinhaltet eine ausführliche Broschüre mit vielen Informationen zur Geschichte und einen Schlüssel, der einem Zugang zu 11 verschiedenen Sehenswürdigkeiten gibt.

Mit einem Stadtplan gewappnet, machen wir uns auf den Weg und entdecken so die Sehenswürdigkeiten der Stadt und der Minen. Die Tour ist wirklich sehr spannen und interessant. Wir lernen sehr viel und können uns dabei so viel Zeit lassen wie wir wollen. Der Schlüssel gibt uns Zugang zu alten Shops, Gebäuden der Mine, der Polizeistation, Wohnungen der Minenarbeiter und anderen historischen Gebäuden. Am eindrücklichsten ist es aber, alleine durch das alte Gefängnis von Redruth zu schlendern, die Zellen zu erkunden und die Geschichten der Insassen zu lesen.

Gefängnis von Redruth

Wundervolle Weine im Barossa Valley

Wer hat nicht schon vom Barossa Valley gehört? Oder besser gefragt, wer hat noch nie einen Wein aus dieser bekannten Weinregion in Australien getrunken? Die gegen 100 Weingüter, welche im Barossa Valley beheimateten sind, produzieren rund 20% des Australischen Weines. International bekannte Namen wie Penfolds, Peter Lehmann, Jacob’s Creek, Henschke, Wolf Blass oder Chateau Tanunda, aber auch kleine Familienbetriebe laden Weinliebhaber zur Degustation ihrer Kreationen ein. Auf dem Weg von Norden Richtung Adelaide kannst du diese Weinregion sehr gut erkunden.

Chateau Tanunda im Barossa Valley

Wir lieben die Vielfalt an verschiedenen Weingütern und deren Produkte zu erkunden, ist natürlich eine wahre Gaumenfreude. Hochmoderne, riesige Weingüter mit sehr prunkvoll oder modern gestalteten Degustationsräumen und schicken Restaurants wie Wolf Blass, Jacob’s Creek oder das schöne Seppeltsfield im Kontrast zu den keinen Familienbetrieben, wo in einem einfachen Raum die Weine verköstigt werden können. Wir müssen uns allerdings zurückhalten, da wir ja mit unserem eigenen Fahrzeug unterwegs sind. Besser wäre es sicher, sich einer der geführten Weintouren anzuschliessen, so müsste man nicht selber fahren.

Wir haben trotzdem etwas ganz neues entdeckt. Im Weingut Seppeltsfield haben wir einen Sparkling Shiraz versucht. Dies ist eine relativ neue Kreation dieses Weingutes und wir konnten uns darunter nicht wirklich etwas vorstellen. Der Sparkling Shiraz hat uns aber so gut gemundet, dass wir gleich eine Flasche davon gekauft haben. Diese werden wir aufbewahren und an den kommenden Festtagen damit anstossen.

Das Ende von unserem Roadtrip von Alice Springs nach Adelaide

In Adelaide erreichen wir das Ziel unseres Roadtrips von Alice Springs nach Adelaide. 10 Tage haben wir uns Zeit gelassen, um die Attraktionen entlang dieser Reiseroute abseits des geteerten Stuart Highways zu erkunden und wir sind begeistert, was wir alles entdeckt haben. So haben wir aus einer eher eintönigen Strecke das Beste herausgeholt und den Roadtrip zu einem unvergesslichen Erlebnis verwandelt.

Nach ein paar entspannten Tagen in der Umgebung von Adelaide starten wir unseren nächsten Roadtrip. Hier findest du, was es auf der Strecke zwischen Adelaide und Perth zu sehen gibt. Wir haben auch hier nicht den direktesten Weg gewählt, sondern versucht möglichst viele Attraktionen unterwegs zu finden.

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Roadtrip von Alice Springs nach Adelaide in AUstralien

Bist du die Strecke von Alice Springs nach Adelaide auch schon gefahren? Hast du den direkten Weg über den Stuart Highway oder einen Umweg in Kauf genommen? Welches waren deine Höhepunkte auf dem Roadtrip von Alice Springs nach Adelaide? Schreib uns doch einen Kommentar über dein Erlebnis auf dieser Strecke.

4 Gedanken zu “Der Roadtrip von Alice Springs nach Adelaide muss nicht langweilig sein

  1. Hallo,

    vielen Dank für diesen interessanten Bericht.
    Wir würden ggf eine ähnliche Tour planen.
    Könnt ihr uns Infos geben wieviel Zeit ihr zwischen den einzelnen Stationen geplant habt?
    Vielen Dank

    VG René

    • Hallo René

      Wir haben uns für die Fahrt von Adelaide nach Alice Springs drei Wochen Zeit genommen. Es geht aber auch schneller viel schneller. Eine Woche würden wir aber schon rechnen, um auch was anschauen zu können. Wir lieben es halt langsam zu reisen, um zwischendurch die Erlebnisse zu verarbeiten, deshalb sind wir wo andere 1 Woche unterwegs sind, meist doppelt so langsam.

      Nach Adelaide lohnt es sich ein paar Tage die Flinders Ranges zu besuchen. Und auch Coober Pedy ist cool, so total anders als was wir uns gewohnt sind. Ausserhalb von Coober Pedy gibt es das Kanku-Breakaways Conservation Reserve. Landschaftlich der Wahnsinn. Wenn ihr mit einem Allrad unterwegs seid, lohnt sich auf jedenfall die Strecke von Coober Pedy zur Painted Desert bis Oodnadatta. Eine Fahrt mitten durch flache Landschaft, so typisches Outback.

      Liebe Grüsse und viel Spass bei der Reiseplanung. Australien ist ein grossartiges Reiseland.

      Reni & Marcel

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