Oodnadatta Track – Der Outback Track entlang der Wasserquellen

Der Oodnadatta Track von Marree bis nach Marla durchs Outback von Australien

Der Ooodnadatta Track ist eine der ganz bekannten Strecken durch das Outback von Australien. Obwohl der Track keineswegs anspruchsvoll ist, hat uns die Fahrt auf dieser 617 km langen Strecke sehr gut gefallen. Es war abwechslungsreich und die Lagerfeuer unter dem grandiosen Sternenhimmel waren herrlich. Wenn du planst den Oodnadatta Track zu fahren, dann findest du in diesem Blog Post viele nützliche Hinweise.

Auf dem Weg zum Oodnadatta Track

Seit dem Besuch unseres Freundes auf der Baumwollfarm in Moree fahren wir ständig landeinwärts und immer tiefer ins Outback. Schon lange haben wir grössere Orte hinter uns gelassen. Flache Landschaften, Hitze, Sand, Schotterstrassen und natürlich eine Million Fliegen, aber auch kühle Nächte mit wunderschönen Sternenhimmeln, sind unsere ständigen Begleiter.

Von Moree aus sind wir über die Opalgräberstadt Lightning Ridge, Bourke, Tibooburra, die Dreiländergrenze Cameron Corner, den Old Strzelecki Track, Innamincka nach Birdsville gefahren. Nach dem Rodeo in Birdsville haben wir den legendären Birdsville Track durch die Strzelecki-, Sturt- und die Tirariwüste bis nach Marre unter die Räder genommen. Und hier haben wir es gefunden, das REAL OUTBACK!

Entgegenkommende Roadtrains auf Schotterpisten können gefährlich sein

Der Oodnadatta Track verläuft von Marree bis nach Marla am Suart Highway entlang der ausgedienten Trasse der Old Ghan Zugstrecke. Auf dem Track, der in der Trockenzeit auch mit einem normalen PW befahrbar ist, treffen wir in regelmässigen Abständen auf Ruinen der alten Bahnstrecke und Wasserquellen.

Outback Kunst. Der Dingo aus einem alten Wassertank der Ghan und einem Autowrack

Trip Info

  • Distanz (Marree – Marla): 617 Kilometer
  • Dauer: Reine Fahrzeit 10 Stunden, wir empfehlen 2 bis 3 Tage
  • Jahreszeit: April bis November (im australischen Sommer ist es zu heiss)
  • Streckenart: Unbefestigte, zweispurige Strasse, 4WD empfohlen
  • Strassenzustand: Der Track kann bei nassem Wetter unpassierbar sein und gesperrt werden, vor Abfahrt beim Visitor Information Center oder dem “Department of Planning, Transport and Infrastructure” nachfragen.
  • Bewilligungen: Keine Bewilligungen notwendig

Streckenbeschreibung

Marree (Start)

Die alten Diesellokomotiven der Ghan erinnern in Marree an die Bahnlinie

Marree liegt fast 700 Kilometer nördlich von Adelaide, inmitten des australischen Outbacks von Südaustralien. Es ist sowohl der Endpunkt unserer Fahrt auf dem Birdsville Track wie auch der Startpunkt des Oodnadatta Tracks. In Marree leben rund 70 Einwohner. Es gibt ein Roadhouse mit einem Shop und ein Hotel. Der Bahnanschluss der Ghan, welcher 1883 errichtet wurde, ist seit 1980 wieder stillgelegt. Nur noch ein paar Überreste erinnern an diese Zeit.

Die Landschaft ist karg und trocken. Umso erstaunter sind wir, dass wir bereits ausserhalb von Marree auf die erste Wasserquelle treffen. Hergott Springs, die nach einem deutschen Botaniker benannt wurde, wird wie alle Quellen vom Artesischen Becken gespeist.

Alberrie Creek (53 km)

Die Installation Plane Henge im Mutonia Sculpture Park entlang des Oodnadatta Tracks

Schon von weitem erkennen wir die beiden Flugzeuge auf der Fläche. Wir haben schon einige Bilder dieser „Plane Henge“ genannten Installation im Mutonia Sculpture Park gesehen. Der Künstler Robin Cooke hat über die Jahre viele Skulpturen aus Schrott mitten im Outback gebaut.

Curdimurka (104 km)

Die Banhstation bei Curdimurka liegt mitten im Outback von Australien

Curdimurka ist eine der ehemaligen Haltestellen der Ghan Einsenbahn.

Wabma Kadarbu Quellen (127 km)

Die Quelle Blanche Cup bildet eine Oase im extrem trockenen Outback

Im „Wabma Kadarbu Mound Spring Conservation Park“ stossen wir auf ein System von Quellen. Wasser, das aus der Tiefe des Artesischen Beckens durch die Erdoberfläche gedrückt wird, bildet die Quellenhügel. Der Wasserüberfluss aus Quellenhügeln wie The Bubbler und Blanche Cup bilden zudem Feuchtgebiete.

Strangways Springs (154 km)

Ruinen erinnern an die Siedlung bei den Strangways Springs

Strangways Springs war einer der ersten Landwirtschaftsbetriebe in der Region und wurde 1862 besiedelt. Schafe und Rinder wurden gezüchtet. Der Bestand der Tiere wurde allerdings während einer schlimmen Dürreperiode zwischen 1864 und 1866 um die Hälfte dezimiert.

Die Siedlung wurde weiterhin betrieben und 1870 wurde eine Telegrafen Repeater Station erbaut. Diese Repeater Station wurde benötigt um die Telegrafensignale der Nord-Süd Verbindung zwischen Port Augusta und Darwin sicherzustellen.

William Creek (205 km)

Das Hotel von William Creek ist einer der typischen Outback Versorgungsposten

William Creek ist einer der ganz typischen Orte im Outback. Offiziell leben nur gerade fünf Einwohner in diesem Ort, der Reisende mit dem Nötigsten versorgt. Zugleich ist er ein Roadhouse, Hotel, Pub, Shop, Informationsbüro, Internetcafe, Tankstelle und Werkstatt.

Natürlich machen auch wir halt im William Creek Hotel und gönnen uns ein kühles Ginger Beer. Einen Stopp beim Roadhouse einzulegen ist auf einer abgelegenen Strecke immer empfehlenswert. Im Roadhouse gibt es immer die neusten Informationen über den Strassenzustand und das Wetter. Und schliesslich sind wir immer wieder froh nach so vielen Stunden Fahrt durch die Einsamkeit wieder einmal ein paar Worte mit anderen Leuten zu reden.

Peake Siding (334 km)

Die Ruinen der Peake Bahnstation im Abendlicht

Die Ruinen der alten Bahnstation von Peake sind der perfekte Platz für unser Nachtlager.

Algebuckina Bridge (353 km)

Die Algebuckina Brücke ist die längste Eisenbahnbrücke Südaustraliens

Die Algebuckina Brücke, mit einer Gesamtlänge von 580 Metern, wurde 1892 eröffnet. Rund 350 Arbeiter haben die Brücke unter sehr harten Bedingungen bei extremer Hitze erbaut. Das Wasserloch des Neales Flusses führt das gesamte Jahr über Wasser.

Mount Dutton Ruins (367 km)

Ein einsames Grab inmitten der Gibber Plains bei Mount Dutton

Ein einsames Grab ist von der Siedlung Mount Dutton übriggeblieben. Wer hier wohl seine einsame letzte Ruhestätte gefunden hat?

Oodnadatta (406 km)

Das Pink Roadhouse von Oodnadatta ist legendär

Wer am Pink Roadhouse vorbei kommt, muss einfach kurz anhalten. Und wenn es nur für ein Foto vom legendären Pink Roadhouse ist. Nach der langen Fahrt durch das Outback sind wir schon ziemlich überrascht über den Anblick des komplett in Pink bemalten Roadhouses.

Marla (617 km)

Bei Marla erreichen wir den Stuart Highway und somit auch wieder eine befestigte Strasse. Der Stuart Highway wird uns Richtung Norden bis nach Alice Springs führen.

Persönliche Erfahrung und Tipps

Der Oodnadatta Track ist keine anspruchsvolle Strecke. Die Schotterpiste ist in gutem Zustand und es gibt keine heiklen Stellen zu meistern. In der Trockenzeit ist der Oodnadatta Track auch mit einem normalen PW zu befahren. Nach Regenfällen kann sich aber die Situation dramatisch ändern.

Der Strassenzustand des Oodnadatta Tracks kann sich bei Regen dramatisch ändern

Allerdings musst du dir bewusst sein, dass du durch sehr einsames Gebiet fährst und grösstenteils auf dich alleine gestellt und du auf dein Fahrzeug angewiesen bist. Hilfe ist unter Umständen mehrere hundert Kilometer weit entfernt und Versorgungsmöglichkeiten sind weit auseinander. Treibstoff gibt es nur in Marree, William Creek und Oodnadatta.

Tipps für die Fahrt auf dem Oodnadatta Track

  • Vergewissere dich vor der Fahrt, dass dein Fahrzeug in einwandfreiem Zustand ist
  • Nimm genügend Wasser und Lebensmittel mit
  • Besorge dir eine gute Karte der Strecke
  • Erkunde dich vor der Fahrt über den Strassenzustand
  • Informiere jemanden über deine Reisepläne
  • Passe die Geschwindigkeit an den Strassenzustand an
  • Fahre vorsichtig und rechne mit freilaufenden Tieren
  • Bei einer Fahrzeugpanne unbedingt beim Fahrzeug bleiben und auf Hilfe warten
  • Sammle deinen Abfall und lass nichts liegen
  • Bleibe auf den offiziellen Tracks

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2 Gedanken zu “Oodnadatta Track – Der Outback Track entlang der Wasserquellen

  1. Sehr schöner Beschrieb. Stehe gerade beim Uluru und fahre voraussichtlich auch den Oodnadatta track in ein paar Tagen.
    Es grüsst
    Urs
    11.1.2016

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