Roadtrip von Adelaide nach Perth

Auf dem Roadtrip von Adelaide nach Perth

Der Roadtrip von Adelaide nach Perth ist 2‘695 km lang, wenn du auf direktem Weg auf Teerstrassen fährst. Das ist etwa gleich weit, wie wenn du in Europa von Lissabon bis nach Prag und so durch fünf Länder fahren würdest. Zwischen Adelaide und Perth gibt es nur ein paar kleine Orte. Grössere Städte sucht man vergebens. Auch bekannte Sehenswürdigkeiten gibt es keine entlang der Strecke durch die Nullabour Plain, die baumlose Fläche. Dafür gibt es das längste gerade Stück Strasse ohne Kurve in Australien und eine Küstenlandschaft mit atemberaubenden Klippen. Wenn du in der richtigen Saison da bist, hast du die Möglichkeit Wale an der Küste vorbeiziehen zu sehen.

Mach dich also auf ganz viel Autofahren gefasst. Gute Musik oder Hörbücher sind ein absolutes Muss für den Roadtrip von Adelaide nach Perth. Wir haben uns Zeit gelassen, nicht den direkten Weg gewählt und dafür die Yorke und Eyre Halbinseln erkundet. Während dem Roadtrip von Adelaide nach Perth haben wir riesige Sandberge gefunden, sind durch die Nationalparks entlang der Küste gewandert, haben weisse unberührte Sandstrände entdeckt, traumhafte Sonnenuntergänge beobachtet und wunderschöne Plätze zum Campen direkt auf den Klippen gefunden.

Auf dem Roadtrip von Adelaide nach Perth haben wir auch einmal mehr die Naturgewalten am eigenen Leibe zu spüren gekriegt. Wir wurden beim Schlafen von heftigem Wind wachgerüttelt, mussten uns einen Tag zwischen Büschen vor extremer Hitze und Sandsturm verstecken und haben einen ganzen Tag Dauerregen mit Fahren verbracht. Die Südküste Australiens ist wild, unberührt und den Elementen ausgesetzt. Genau das macht aber einen Roadtrip entlang dieser Küste so interessant.

Stopps auf dem Roadtrip von Adelaide nach Perth

Für den Roadtrip von Adelaide nach Perth gibt es verschiedene Routen. Die gesamte Strecke kann entlang den gut ausgebauten Highways A1, 1 und 94 gefahren werden. Auf dem ersten Drittel der Strecke wollen wir aber nicht auf dem Highway fahren, sondern die Yorke und Eyre Halbinseln erkunden. So nehmen wir den Umweg der Küste entlang in Kauf.

Adelaide ist der Ausgangspunkt unseres Roadtrips nach Perth

Die Rundle Mall bildet das Zentrum von Adelaide. Hier gibt es viele Shopping Möglichkeiten, gemütliche Cafés und Restaurants und alles, was das Stadtleben angenehm macht. Auf dem Adelaide Central Market finden wir leckere Produkte und im Botanischen Garten gibt es schattige Plätze für ein gemütliches Picknick. Adelaide hat zwar nicht so viele bekannte Sehenswürdigkeiten wie Sydney oder Melbourne, ein Besuch der grünen Stadt, die von einer Parkanlage umgebenen ist, lohnt sich sehr.

Die roten Klippen von Ardrossan auf der Yorke Halbinsel

Rund 100 km nördlich von Adelaide verlassen wir den Highway in westliche Richtung und fahren auf die Yorke Halbinsel, dessen Form an den Stiefel von Italien erinnert. Ardrossen ist der erste grössere Ort und hier machen wir auch einen Halt für unser Mittagessen. Zuerst fahren wir aber noch kurz auf den Lookout, von wo aus wir die riesigen Getreidefelder und Silos, sowie den Landesteg zum Verschiffen des Getreides sehen können.

Schöne Aussicht vom Aussichtspunkt bei Ardrossan

Die Klippen bei Ardrossan bestehen aus rotem Sandstein, der durch Erosion ins Meer gespült wird. So ist der Strand hier auch nicht weiss sondern rot.

Der lange Steg bei Ardrossan

Wunderschöner Camp auf der Yorke Halbinsel

Für die erste Nacht auf der Yorke Halbinsel finden wir einen wunderschönen Stellplatz an der Küste auf einer steilen Klippe, hoch über dem Meer.

Unser Campplatz beim Berts Lookout

Ganz nahe von unserem Camp befindet sich der 32 m hohe Trougbridge Hill Leuchtturm.

Der Trougbridge Leuchtturm

Der Innes Nationalpark auf der Yorke Halbinsel

Der Innes Nationalpark liegt am untersten Zipfel der der Yorke Halbinsel, etwa 300 km von Adelaide entfernt. Dieser Park bietet eine atemberaubende Küstenlandschaft, traumhaft schöne Strände, Wanderwege und das historische Inneston, wo zu Beginn des 19. Jahrhunderts Kalziumsulfat, besser bekannt als Gips, abgebaut wurde.

Als erstes schauen wir uns den 9 m hohen Cape Spencer Leuchtturm an. Vom Leuchtturm aus haben wir eine wunderbare Aussicht auf das Meer und die vorgelagerten, kleinen Inseln.

Spencer Leuchtturm im Innes Nationalpark

Der Ethel Strand wurde nach einem Schiff benannt, welches hier im Jahre 1904 auf dem Weg von Südafrika nach Adelaide gesunken ist. Je nach Saison und Sandbewegungen sind noch Überreste des Schiffswracks am Strand sichtbar.

Ethel Beach im Innes Nationalpark

Der Strand in der Pondalowie Bay ist ein weiterer wunderschöner, unberührter Strand im Innes Nationalpark. Der Strand ist kilometerlang und wir sind die einzigen Besucher weit und breit.

Pondalowie Bay im Innes Nationalpark

Vom Schiffswrack haben wir beim Ethel Strand keine Überreste gesehen. In der Pondalowie Bay sehen wir aber am Strand, ganz weit weg, etwas liegen. Wir entscheiden uns am Strand entlang zu gehen und herauszufinden, was denn da am Strand liegt. Zuerst ist es nur ein kleiner dunkler Fleck, als wir aber näher kommen sehen wir, dass es sich um ein Schiffswrack handelt. Der Fischkutter scheint schon länger gestrandet zu sein, denn alles Brauchbare ist bereits abgeschraubt.

Schiffswrack am Strand der Pandalowie Bay

Die Kupferminen von Moonta, Kadina und Wallaroo auf der Yorke Halbinsel

Die drei Orte Moonta, Kadina und Wallaroo sind stark mit der Geschichte der Kupferminen verknüpft und darum auch als Kupferdreieck bekannt. Die Geschichte der Kupferminen und der drei Orte sind auch sehr stark mit Cornwall verbunden, da viele Minenarbeiter aus Cornwall stammten. So haben die Orte auch den weiteren Übernamen „Little Cornwall“ erhalten.

Wir schauen uns die Ruinen der Kupfermine in Moonta an. Einer der Kamine und das Pumpenhaus sind noch sehr gut erhalten. Die Kupfermine von Moonta war die Ergiebigste in ganz Südaustralien und im Jahre 1875 ist die Bevölkerung auf 12‘000 Einwohner angewachsen. 1923 wurde der Betrieb der Kupfermine eingestellt und heute leben weniger als 700 Einwohner in diesem Ort.

Die Ruinen der Moonta Goldmine

Entlang der Strassen sehen wir immer wieder Windfarmen, wo der ständige Wind in elektrische Energie umgewandelt wird. Die Yorke Halbinsel ist recht hügelig und überzogen von Getreidefeldern. Dies ist heute die grösste Einnahmequelle der Halbinsel.

Windfarm auf der Yorke Halbinsel

Mt Remarkable Nationalpark und der Alligator Gorge

Auf dem Weg von der Yorke Halbinsel Richtung Norden liegt der Mt Remarkable Nationalpark. Der Park liegt zwar nahe des Highway A1, die Hauptattraktion, die Alligator Gorge, ist aber nur von der Rückseite über die B82 und den Ort Melrose erreichbar. Wir wollen uns diesen Park aber unter keinen Umständen entgehen lassen und nehmen den Umweg gerne in Kauf.

Die Zufahrt zum Parkplatz ist ganz schön steil und kurvenreich. Zuerst geht die Strasse steil hinauf und dann geht es plötzlich wieder steil in ein Tal hinunter bis wir den Parkplatz und Startpunkt zu den Wanderwegen erreichen. Wir haben wieder einen heissen Tag erwischt und so sind wir froh, dass wir früh dran sind um die Gorge Circuit Wanderung in Angriff zu nehmen.

Mt Remarkable Nationalpark

Die Alligator Gorge wird immer enger und an der engsten Stelle ist die Schlucht nur noch wenige Meter breit. Zum Glück haben wir unser Mittagessen mitgenommen und so können wir auf dem Weg eine Pause einlegen und uns wieder stärken.

Die Alligator Gorge im Mt Remarkable Nationalpark

Vom Parkplatz aus gibt es noch zwei weitere kurze Wanderungen zu zwei Aussichtspunkten. Von dort können wir in die Alligator Gorge schauen und die umgebende, wilde Landschaft bestaunen. Nun wird es uns aber zu heiss und da wir recht früh wieder zurück von der Wanderung sind, entscheiden wir uns nicht im Nationalpark zu übernachten sondern noch ein Stück weiter zu fahren.

Auf dem Weg Richtung Norden fahren wir über den Horrocks Pass und auf der Passhöhe gibt es einen schönen Campspot mit grandioser Aussicht über die hügelige Landschaft. Nach dem heissen Tag sind Wolken aufgezogen und die untergehende Sonne verwandelt die Landschaft mit einem herrlichen Farbenspiel in eine Märchenwelt.

Aussicht vom Horroks Pass Lookout

Die Hafenstadt Port Augusta auf der Eyre Halbinsel

Bei Port Augusta verlassen wir den Highway wieder und fahren Richtung Süden, um entlang der Küste die Eyre Halbinsel zu erkunden. Port Augusta ist eine Hafenstadt und Eisenbahndrehkreuz. Ausser dem Australian Arid Land Botanical Garden und dem Wadlata Outback Center beim Infocenter bietet die Stadt aber nicht viel. Es ist Sonntagmorgen und es ist noch alles geschlossen. Die Strassen sind leergefegt und Port Augusta fühlt sich an wie eine Geisterstadt. Das Infocenter öffnet erst um 10 Uhr und so entscheiden wir uns weiter zu fahren.

Die Stahlindustrie prägt das Stadtbild von Whyalla

Whyalla ist eine weitere Hafenstadt, die von der Stahlindustrie dominiert wird. Von Norden her kommend fahren wir mitten durch die Schwerindustrie. Rund um uns steigt Rauch aus hohen Kaminen auf, wir teilen die Strasse mit schwer beladenen Road Trains und neben uns zieht ein kaum endender Güterzug mit Eisenerz vorbei. Die graue Wolkendecke hilft auch nicht gerade den düsteren Eindruck der Stadt zu verschönern. Wir besuchen das Infocenter, wo gleich nebenan auch das Schifffahrtsmuseum zu besichtigen ist. Das riesige Schiff, welches hier im Garten steht, wurde in Whyalla gebaut und nach der Stadt benannt. Es stammt aus dem 2. Weltkrieg und es werden geführte Touren durch das Schiff angeboten.

Das Kriegsschiff in Whyalla

Geburtstag mit traumhaftem Sonnenuntergang am Point Gibbon

In der modernen und grosszügigen Bibliothek von Whyalla können wir das Internet benutzen, unsere Emails lesen und ein bisschen an unserem Blog arbeiten. Da es draussen regnet, verziehen wir uns gerne nach drinnen. Da heute aber auch ein Tag zum Feiern ist machen wir uns auf die Suche nach einem Cafe. Im alten Stadtteil, nahe beim Hafen, finden wir das Caffe Sempre mit richtiger Italienischer Gastfreundschaft und superleckerem Cappuccino.

Nach dem feinen Cappuccino fahren wir weiter und finden weiter südlich beim Point Gibbon auf der steil abfallenden, roten Klippe einen wunderschönen Platz zum Campen. Der ganze Tag war grau und wolkig und es hat immer wieder geregnet. Kurz vor Sonnenuntergang reisst aber die dichte Wolkendecke plötzlich noch auf und die untergehende Sonne beschert uns einen wundervollen Sonnenuntergang über dem Meer. Die Wolkendecke wird von der untergehenden Sonne angestrahlt und es entsteht ein wahres Feuerwerk von Farben. Es scheint als ob der Himmel brennen würde.

Sonnenuntergang am Point Gibbon

Am nächsten Morgen sind die Wolken nicht mehr so dicht und die Sonne ist wieder zurück. So starten wir mit einem Frühstück am Meer in einen weiteren schönen Tag.

Unser Campplatz beim Point Gibbon

Der Lincoln und Coffin Bay Nationalpark bieten wunderschöne Küstenlandschaft

Am südlichsten Zipfel der Eyre Halbinsel befindet sich der Lincoln Nationalpark der für seine sehr abwechslungsreiche Küstenlandschaft bekannt ist. Der Park liegt auf der Jussieu Halbinsel und kann am besten mit dem eigenen Fahrzeug oder zu Fuss erkundet werden. Der Nationalpark ist durchzogen von einem Netz von Wanderwegen und 4WD Strecken. Ein Teil der 4WD Strecken ist nur mit einem Schlüssel zugänglich, der im Infocenter erhältlich ist.

Wir schauen uns verschiedene Buchten und Strände an und sind begeistert von den schönen, weissen Stränden, den felsigen Buchten und den wunderschönen Farben. Der Park ist übrigens auch sehr beliebt bei Fischern, wenn du also deine eigene Fischerrute mitbringst, kannst du dein Abendessen gleich selber fangen und in einem der Buschcamps frisch zubereiten.

September Beach im Lincoln Nationalpark

Östlich von Port Lincoln liegt mit dem Coffin Bay Nationalpark gleich ein weiterer Nationalpark mit wunderschöner Küstenlandschaft. Der grösste Teil dieses Parks ist nur mit einem Geländewagen zugänglich, da nur die ersten paar Kilometer geteert sind.

Wenn wir schon entlang der Küste fahren, wollen wir natürlich auch an der Küste Campen und so suchen wir uns einen geeigneten Platz. Auf einer Klippe mit wunderschöner Aussicht über die Sleaford Bay schlagen wir unser Nachtlager auf.

Unser Camp in der Sleaford Bay

Auf einem vorgelagerten Felsen lebt eine Kolonie von Kormoranen. Ich pirsche mich langsam an die Vögel heran und versuche mich, so gut wie möglich, hinter den Felsen zu verstecken und keine Geräusche zu machen bis ich nahe genug bin um gute Fotos zu machen.

Kormorane in der Sleaford Bay

Die Begegnung mit Luigi aus Italien, der Australien zu Fuss durchquert, fasziniert uns

Wir fahren auf der Eyre Halbinsel Richtung Nordwesten, unser Ziel ist Perth und wir haben immer noch fast 2‘500 km vor uns. Da treffen wir mitten auf einer langen Geraden auf Pier-Luigi, den Italiener, der gerade mal eben Australien zu Fuss durchquert. Gestartet ist er genau dort, wo wir hin wollen, in Perth. Seit drei Monaten ist er nun unterwegs und hat es bereits bis hier hin geschafft. Er hat also etwa die Hälfte der Strecke bis an die Ostküste durchwandert. Vor ihm liegen aber immer noch etwa 2‘500 km. Mehr über die Begegnung mit Pier-Luigi, dem Langstreckenwanderer aus Italien.

Die Skulpturen entlang dem Great Ocean Tourist Drive bei Elliston

Der kleine Ort Elliston lebt hauptsächlich von der Fischerei und dem Tourismus. Wir sind noch vor dem grossen Touristenansturm, den Australischen Sommerferien, hier und es geht sehr ruhig und gemächlich zu und her. Im Ort sehen wir diese riesige Wandmalerei, welche die gesamte Town Hall bedeckt.

Die Town Hall in Elliston

Der Great Ocean Tourist Drive ist eine 12 km lange Panoramastrecke, die der Küste entlang verläuft. Es gibt immer wieder Aussichtspunkte und an einigen Orten stehen beeindruckende Skulpturen und es gibt kurze Spaziergänge.

Skulptur in Elliston

Rund 40 km nordwestlich von Elliston befinden sich die Thalia Caves. Beeindruckend, was die Natur hier geschaffen hat. The Tub ist ein tiefer Krater in den Klippen mit einem Umfang von 50 Metern und einem unterirdischen Tunnel, der ins Meer führt. Die Whoolshed Cave ist eine riesige kathedralenartige Höhle, welche durch die stetige Brandung in die Klippe gefressen wurde.

Die Talia Caves bei Ellsiton

Die Naturgewalten treffen auf das Cape Bauer bei Streaky Bay

Die Südküste ist wirklich spektakulär. Die Winde und Wellen aus dem Süden treffen ungebremst auf die Landmasse und die Naturgewalten zu beobachten, ist unglaublich beeindruckend. Am Cape Bauer ausserhalb von Streaky Bay haben die Wellen vertikale Kanäle in die Klippen gewaschen und so Blowholes und Whistling Rocks entstehen lassen. Die Blowholes sind wirklich faszinierende Naturphänomene. Wenn eine Welle an die Klippen schlägt, wird Wasser durch die ausgewaschenen Kanäle in der Klippe gedrückt und über der Klippe in die Luft gespritzt. Es gibt auch Kanäle, wo nur Luft hochgedrückt wird, diese werden dann Whistling Rocks (Flüsterfelsen) genannt. Heute krachen riesige Wellen an die Küste und das Flüstern der Whistling Rocks hört sich eher an wie das Schnauben eines wilden Drachens.

Die Blowholes können weit weg von der Küste sein und es ist schwierig einzuschätzen, wann die nächste Wasserfontäne in die Luft gespritzt wird. Am Cape Bauer gibt es Holzstege zu den Blowholes, die hoch über dem Meeresspiegel auf der Klippe liegen. Wir wagen uns zu nahe ran und werden von einer Wasserfontäne völlig nassgespritzt. Auch die Kamera bekommt eine Ladung Salzwasser ab und so müssen wir zuerst die Kamera trocknen und putzen.

Die Naturgewalten am Cape Bauer

Der winzige Ort Penong ist bekannt für seine Windräder

Penong ist ein kleiner Ort, der bekannt für seine vielen Windräder ist. Bereits vor dem Ort stehen Dutzende kleine Windräder, die Wasser aus der Tiefe an die Erdoberfläche pumpen und die Lebensgrundlage für die Bewohner bietet. In der Zwischenzeit werden die Windräder immer mehr durch solarbetriebene, elektrische Pumpen ersetzt. Ein guter Grund, den vom Aussterben bedrohten Windrädern ein Museum zu widmen. So wurde am 10. September 2016 das Penong Windmill Museum eröffnet und bietet nun dem Reisenden eine willkommene Abwechslung und einen Einblick in die Vielfalt der Windräder.

Das Windrad Museum in Penong

Penong ist auch bekannt für den von diesem Ort aus erreichbaren Cactus Beach. Hier treffen sich die Surfer aus aller Welt, denn die Surfbreaks am Cactus Beach gehören zu den Besten in ganz Australien. Für uns wird es Zeit weiter zu fahren, denn es sind immer noch fast 2‘000 km bis nach Perth.

Strassenschild entlang des Roadtrips von Adelaide nach Perth

Die riesigen Sandberge bei der Fowlers Bay  

Von der Fowlers Bay haben wir schon oft gehört und immer wieder haben uns Australier von diesem schönen Fleckchen in Australien erzählt. Da wir nun doch schon ein paar Tage unterwegs sind, wollen wir uns hier wieder einmal eine Verschnaufpause gönnen und ein paar Tage bleiben. Der Ort Fowlers Bay ist klein und droht von den riesigen Sandbergen überdeckt zu werden.

Die riesigen Sanddünen in der Fowlers Bay

Wir finden einen absoluten Traumplatz auf einer Klippe mit Aussicht über eine kleine Bucht. An diesem Platz lässt es sich gut ein paar Tage aushalten bevor wir wieder weiterfahren. Im Kurzvideo über Südaustralien sind auch Sequenzen von der Fowlers Bay dabei.

Unser Campplatz in der Fowlers Bay

Die Nullarbor-Ebene Nullarbor Hotel/Motel

Die Nullarbor-Ebene ist nur spärlich bewachsen und grössere Bäume sieht man eigentlich kaum. So hat sie auch ihren Namen erhalten. Nullarbor = Baumlos. Entlang der langen Strasse durch die Nullarbor-Ebene begleiten uns Regenwolken. Wir fahren viel und  und so legen wir die 1‘200 km in zwei Tagen zurück. Ab und zu gönnen wir uns einen Stopp, wie hier beim Nullarbor Roadhouse.

Das Nullarbor Roadhouse auf dem Roadtrip von Adelaide nach Perth

Die Strasse verläuft recht nahe der Küste von der grossen Australischen Bucht entlang. So gibt es einige Aussichtspunkte, wo wir die Klippen und die Küstenlandschaft bestaunen können.

Die Küste der Nullarbor Plain

Das längste gerade Stück Strasse ohne Kurve in Australien

Nun sind wir wieder in Westaustralien und treffen 350 km nach der Grenze auf das Strassenschild, welches das längste gerade Strassenstück ohne Kurve in Australien ankündigt. Auf 146.6 km Länge gibt es hier keine Kurve und die Strasse ist einfach nur gerade.

Gerade Strasse durch die Nullarbor Plain

Die Wellblechkamele von Norseman

Norseman ist der erste grössere Ort in Westaustralien. Allerdings bietet auch dieser Ort nicht wirklich viel. Immerhin können wir hier ein paar Früchte, Salat und Gemüse kaufen bevor wir weiter fahren. Auf dem Kreisel stehen aus Wellblech gefertigte Kamele, welche an die frühere Zeit erinnern als sämtliche Transporte mit Kamelkarawanen erledigt wurden.

Kamele aus Wellblech bei Norseman

Willst du von Norseman weiter Richtung Westen nach Perth auf befestigten Strassen fahren, hast du zwei Möglichkeiten. Entweder nimmst du den Umweg Richtung Norden über Kalgoorlie-Boulder und den Highway 94 oder du fährst Richtung Süden an die Küste nach Esperance und fährst auf dem Highway 1 bis Perth. Wir nehmen den direktesten Weg und fahren von Norseman einfach Richtung Westen über die Schotterpiste Richtung Hyden. Auf dieser Strecke liegt auch der Lake Johnston, wo wir einen wunderschönen Platz zum Campen finden. Unter zwei grossen, schattenspendenden Bäumen campen wir gleich neben dem ausgetrockneten Salzsee.

Der ausgetrocknete Lake Johnston

Der Wave Rock bei Hyden ist ein Wunder der Natur

Der kleine Ort Hyden liegt knapp 350 km östlich von Perth und ist vor allem durch den Wave Rock bekannt. Die 15 m hohe und 110 m lange Welle wurde aus dem Granitgestein gewaschen und ist heute eine sehr beliebte Touristenattraktion. Der gesamte Granitfels ist riesig und an der höchsten Stelle ragt er 60 m über die umgebende Fläche auf. Auf dem Fels wurden Steinmauern aufgebaut und so wird in einem Stausee das Regenwasser aufgesammelt. Ein gut ausgeschilderter Weg führt entlang der interessanten Stellen und auf Infotafeln erhalten wir interessante Informationen zu den geologischen Eigenschaften des Granitfelsen.

Der Wave Rock in Hyden

Nun kommen wir in Windeseile näher zum Ziel unseres Roadtrips von Adelaide nach Perth. In York, rund 100 km östlich von Perth, legen wir einen Stopp ein und schauen uns die schönen historischen Gebäude an. Die imposante Town Hall beherbergt gleichzeitig auch das Infocenter. Hier erfahren wir, dass York einer der ältesten Orte in Westaustralien ist und nur zwei Jahre nach Perth gegründet wurde.

Die Town Hall in York

Nach drei Wochen erreichen wir das Ziel unseres Roadtrips von Adelaide nach Perth

24 Tage haben wir für den Roadtrip von Adelaide nach Perth gebraucht. Zu Beginn haben wir zwei grössere Umwege in Kauf genommen, um die Yorke und Eyre Halbinseln zu erkunden. Dann sind wir recht zügig durch die Nullarbor Plain gefahren und ab Norsemen sind wir auf direktestem Weg nach Perth gefahren. Insgesamt haben wir rund 4‘000 km zurückgelegt. Wir haben versucht möglichst viel von der atemberaubenden Küste zu sehen und einige Umwege in Kauf genommen.

Obwohl es auf der Strecke keine der ganz bekannten Attraktionen von Australien gibt, sind wir von diesem Roadtrip von Adelaide nach Perth begeistert. Wir haben einmal mehr traumhafte Plätze zum Campen gefunden und konnten immer wieder wunderschöne Landschaften geniessen.

Nun haben wir ein paar Wochen Zeit bis meine Eltern in Perth ankommen und wir gemeinsam den Westen von Australien bereisen werden. Die nächsten drei Wochen werden wir nördlich von Perth als Haussitter auf ein Haus und eine Katze aufpassen. Wir werden während dieser Zeit wieder einmal die Annehmlichkeiten eines eigenen Hauses geniessen und uns auf die weiteren Abenteuer vorbereiten. Natürlich werden wir auch über unser Leben als Haussitter berichten.

Planst du deine Reise in Perth zu starten oder dort zu beenden und suchst eine Unterkunft? Wir haben ein paar Hotel-Tipps in Perth und Fremantle zusammen gestellt:

Unser Hotel-Tipp in Perth

Aloft Perth – Gute Lage, moderne Zimmer mit hervorragender Einrichtung, super Preis-Leistungsverhältnis

Unsere Hotel-Tipps in Fremantle

Pier 21 Apartment Hotel – Sehr gute Lage am Hafen, schöne Zimmer mit Aussicht

Quest Fremantle – Aparthotel, sehr zentral, modern eingerichtet

The Mini Hub Fremantle (South Fremantle) – Sehr hübsch eingerichtetes Gästehaus, gute Lage, hübscher Garten

Hast du dir schon einen Australien Reiseführer gekauft?

Wir haben nebst dem Lonely Planet die zwei Reiseführer Westaustralien und das Top End sowie Northern Territory von Janine Günther und Jens Mohr auf unserem Australien Trip dabei gehabt. Uns haben die beiden Reiseführer sehr gut gefallen, denn sie enthalten gute Hintergrundinformationen über die Kultur, Fauna und Flora.

In unserem Buch „Australien Roadtrips – 32 Strecken abseits der ausgetretenen Pfade“ findest du spannende Strecken in Down Under.

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Roadtrip von Adelaide nach Perth in Australien

Bist du den Roadtrip von Adelaide nach Perth auch schon gefahren? Was waren für die die Highlights durch die Nullarbor Plain?

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10 Gedanken zu “Roadtrip von Adelaide nach Perth

  1. Hi, ein toller Bericht mit ganz vielen Fotos. Da mir wieder einmal Fernweh auf :-D. Ich liebe diese Strecke, vor allem weil es so schön abgelegen und ruhig in der Natur liegt. Hier sind unsere Erlebnisse, die wir auf der Strecke hatten: bringhand.de/blog/index.php/2016/12/10/adelaide-bis-perth-road-trip-durch-die-nullarbor-ebene-auf-dem-eyre-highway/

    Lg. Eugen

    • Lieber Eugen

      Herzlichen Dank für deine Worte. Gut zu hören, dass wir Fernweh wecken konnten.

      Wir haben uns den Bericht auf deiner Webseite gleich angeschaut. Ist schon toll, die Strecke von Adelaide nach Perth. Die unendlichen Weiten, die Halbinseln und die wilde Küste… einmalig.

      Liebe Grüsse aus Perth,
      Reni

  2. Oh wow cool! Ich plane gerade auch einen Trip (3 Monate) und die erste Strecke führt mich von Adelaide nach Perth. Da hilft euer Artikel mir sehr sehr gut weiter! Viel Spaß noch und ich lese mal weiter eure anderen Australien Berichte!

    Grüße Katrin

    • Hallo Katrin

      Cool! Die Strecke ist wirklich der Wahnsinn. Vorallem die Küste entlang der Yorke und Eyre Halbinseln ist sehr eindrücklich. Falls du bei der Planung noch Fragen hast, gib uns einfach Bescheid.

      Wann geht deine Reise denn los?

      Liebe Grüsse aus Perth,
      Reni

  3. Hallo ihr zwei,

    toller Reisebericht mit schönen Bildern!
    Wir sind absolute Australien-Fetischisten und diesen Abschnitt sind wir noch nicht gefahren.
    Ihr habt uns mit diesen Beitrag auf jeden Fall Lust darauf gemacht.

    Liebe Grüße
    Ivonne

    • Hallo Ivonne,
      Vielen Dank für deinen Kommentar. Der Roadtrip von Adelaide nach Perth hat uns sehr gut gefallen. Vor allem der Teil in Südaustralien, den wir noch nie befahren haben hat uns mit der tollen Küstenlandschaft extrem gefallen.
      Sonnige Grüsse,
      Marcel

  4. Hallo Reni und Marcel,
    Toller Reisebericht! Wir planen gerade unsere Reise von Adelaide nach Perth für kommenden März. Wir fragen uns nun gerade wie empfehlenswert ein 4WD Fahrzeug ist für diese Strecke? Oder reicht für die meisten Abschnitte 2WD? Wie ist es für Yorke und Eyre Halbinsel?
    Liabs Grüassli
    Matthias und Larissa

    • Hallo Larissa und Matthias
      Vielen Dank für das Kompliment. Die Reise von Adelaide nach Perth ist sehr speziell und traumhaft schön. Ein 4WD ist nicht unbedingt notwendig, ausser man hat vor ein paar 4WD Tracks zu fahren. An die meisten Orte kommt man mit dem 2WD hin. Auf der Yorke und Eyre Halbinsel, meist in den Nationalparks, gibt es unbefestigste Strassen. Die sind aber gut machbar mit dem 2WD.
      Wir wünschen euch schon jetzt eine wunderschöne Reise.
      Liebi Grüess,
      Reni

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