Camping in Südkorea mit dem eigenen Fahrzeug – Tipps für Camper und Selbstfahrer

Camping in Südkorea mit dem eigenen Fahrzeug

Wusstest du dass Camping in Südkorea mit dem eigenen Fahrzeug ganz einfach ist und unglaublich viel Spass macht? Nein? Wir auch nicht. Ehrlich gesagt wussten wir vor ein paar Monaten selbst noch ganz wenig über Südkorea und deren liebevollen Menschen. Dann aber mussten wir uns entscheiden auf welcher Route wir von Australien nach Europa fahren. Beim Ausarbeiten der Reiseroute ist plötzlich Südkorea auf unserem Radar aufgetaucht und nicht mehr verschwunden. Inzwischen wissen wir, dass Camping in Südkorea mit dem eigenen Fahrzeug richtig toll ist. Kein Wunder also, dass auch die Koreaner liebend gerne campen gehen.

Korea ist sicher nicht gerade die Massendestination für Europäer. Das Land hat aber extrem viel zu bieten und besitzt einen grossen Reichtum an Kulturschätzen, wunderbarer Natur und sehr hilfsbereiten und liebenswürdigen Menschen. Die meisten Reisenden in Südkorea schliessen sich entweder einer organisierten Tour an oder fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Wir geniessen die Freiheit beim Campen mit unserem eigenen Fahrzeug und lieben es auch in die entlegensten Winkel des Landes zu fahren. Die Freiheit und die Flexibilität zu haben, einfach zu stoppen, wo immer wir wollen und an den schönsten Orten zu campen.

Sonnenuntergang bei Camping in Südkorea

Willst du wissen wie es uns beim Camping mit dem eigenen Fahrzeug in Südkorea ergangen ist und was wir dabei so erlebt haben? Oder planst auch du eine Reise mit dem eigenen Fahrzeug durch Südkorea? Dann bist du hier genau richtig. In diesem Beitrag verraten wir dir, worauf du beim Campen in Südkorea mit dem eigenen Fahrzeug achten musst. Du findest in diesem Beitrag viele Tipps und Informationen, die dir bei einer Reise mit dem eigenen Fahrzeug durch Südkorea weiterhelfen.

Folgende Themen behandeln wir in diesem Beitrag:

Wie verschifft man sein eigenes Fahrzeug nach Südkorea?
Wo kann ich campen in Südkorea?
Wie findet man einen Schlafplatz zum campen in Südkorea?
Wie lange darf man mit seinem eigenen Fahrzeug in Südkorea reisen?
Wie navigiert man in Südkorea mit dem eigenen Fahrzeug?
Wo finde ich Tankstellen in Südkorea?
Wo kann man in Südkorea Lebensmittel einkaufen?
Wo kann man in Südkorea Essen gehen?
Wo gibt es in Südkorea Internet?
Wie verhält man sich im Strassenverkehr Südkoreas?
Wo kann man in Südkorea Wassertanks auffüllen?
Wo finde ich eine öffentliche Toilette in Südkorea?
Wo kann ich in Südkorea Geld abheben?
Wie verständigt man sich in Südkorea ohne Koreanisch zu sprechen?

Wie verschifft man sein eigenes Fahrzeug nach Südkorea?

Südkorea ist eine Halbinsel und mit dem Festland verbunden. Allerdings liegt Nordkorea zwischen Südkorea und dem Festland. Im Moment ist es leider nicht möglich auf dem Landweg mit dem eigenen Fahrzeug durch Nordkorea zu reisen. Somit ist Südkorea als Insel zu betrachten. Wie kommt man also überhaupt nach Südkorea mit dem eigenen Fahrzeug? Die einzige Möglichkeit ist, sein Fahrzeug zu verschiffen.

Unser Plan ist, auf dem Landweg von Australien nach Europa zu reisen. Natürlich müssen wir für diese Reise unser Fahrzeug verschiffen. Nach intensiver Internetrecherche haben wir uns entschlossen von Australien via Südkorea nach Russland zu verschiffen und dann durch Russland zurück nach Europa zu fahren. Von Brisbane, an der Ostküste Australiens, haben wir unser Fahrzeug nach Seoul in Südkorea verschifft. In unserem Beitrag zum Verschiffen von Australien nach Südkorea findest du detaillierte Informationen zum Ablauf und den Kosten dieser Verschiffung. Für drei Monate sind wir nun durch Südkorea gereist und haben dabei wunderschöne Campingplätze gefunden.

Camping in Südkorea mit dem eigenen Fahrzeug

Natürlich gibt es auch viele andere Ausgangshäfen, um das eigene Fahrzeug nach Südkorea zu verschiffen. Regelmässige Fährverbindungen gibt es zwischen Russland sowie Japan mit Südkorea. Frachtschiffsrouten gibt es zum Beispiel zwischen China, Australien, Europa, Singapur, Malaysia und Südkorea.

Wo kann ich Campen in Südkorea?

Camping ist in Südkorea vor allem an touristischen Orten, an den Stränden und bei Sehenswürdigkeiten sehr verbreitet und beliebt. Die Südkoreaner lieben es an Wochenenden und während ihrem Urlaub zu campen. Beim campen sieht man von kleinen Zelten über Wohnmobile und Wohnwagen bis hin zu umgebauten Bussen fast alles. Offroad Camper haben wir nur ganz wenige gesehen. 4WD Fahrzeuge sind aber in Südkorea auch nicht wirklich nötig, denn es gibt kaum Möglichkeiten diese zu nutzen.

Koreanische Camper in Südkorea am Strand

Camping auf offiziellen Campingplätzen in Südkorea

Es gibt offizielle Campingplätze, die oft gute Infrastruktur mit Toiletten, Duschen heissem Wasser und Strom bieten. Die Stellplätze sind aber oft verhältnismässig teuer und kosten um die KRW 30’000. Diese Plätze sind vor allem während der Hochsaison sehr beliebt. Ausserhalb der Saison sind die Plätze meist leer und oft gar nicht zugänglich.

Offizieller Camping in Südkorea

In Nationalparks gibt es offizielle Campingplätze, welche von der Nationalparkbehörde betrieben werden. Diese Stellplätze sind limitiert und während der Hochsaison und an Wochenenden sehr beliebt und oft ausgebucht. Die Stellplätze müssen online vorgebucht werden und kosten um die KRW 10‘000. Ausserhalb der Hochsaison sind oft nur die Toiletten geöffnet und die Duschen geschlossen.

Frei Campen im Südkorea

Frei Campen ist in Südkorea auch bei Einheimischen beliebt. Während unserer gesamten Reise sind wir meist frei gestanden und das war nie ein Problem. Die Leute sind sehr interessier und wir sind immer rasch mit den Lokalen ins Gespräch gekommen. Ausserhalb der Hochsaison haben wir immer irgendwo einen Platz gefunden und wurden nie weggeschickt. Wir haben uns immer wohl gefühlt und hatten nie ein ungutes Gefühl.

Frei Camping in Südkorea

Free Camping in Südkorea am Strand

Camping an einem See in Südkorea

Free Camping in der Natur von Südkorea

Camping in Südkorea neben einem Pavillon

In Nationalparks ist das freie Campen nicht erlaubt, allerdings haben wir mehrmals auf Parkplätzen gleich vor dem Eingang zu Nationalparks gecampt und hatten nie ein Problem. Man muss sich allerdings bewusst sein, dass es in Südkorea kaum Grünflächen und ungenutztes Land gibt. So haben wir oft auf Parkplätzen gecampt. Wichtig ist, dass man beim Frei Campen keine Unordnung hat, den Platz nicht verschmutzt und wieder so sauber verlässt, wie man ihn angetroffen hat.

Wie findet man einen Schlafplatz zum campen in Südkorea?

Folgende Orte bieten sich in Südkorea für das Frei Campen an. Parkplätze von Museen, Tempeln, Nationalparks oder anderen Sehenswürdigkeiten. Wir haben auch auf Parkplätzen in grösseren Städten im eigenen Fahrzeug geschlafen. Parkplätze an Stränden sind auch sehr beliebt zum Campen. Oft liegt zwischen dem Strand und der Strasse ein Bereich in dem mit Zelten gecampt werden kann.

Camping am Strand in Südkorea

Camping auf einem Parkplatz am Strand in Südkorea

An all diesen Orten hat es meistens öffentliche Toiletten. An den Stränden gibt es manchmal sogar öffentliche Duschen. Diese sind aber oft nur während der Hochsaison und an den Wochenenden geöffnet. Einmal duschen kostet KRW 1’000 bis 3’000.

Gut zu wissen: Das koreanische Wort für Camping ist Yayeongjang (야영장)

Das Campen in Südkorea mit unserem eigenen Fahrzeug hat uns unglaublich gut gefallen. Wir haben sehr viel erlebt und jeden Tag etwas über dieses wundervolle Land mit der tollen Landschaft und den liebenswürdigen Menschen dazu gelernt.

Wie lange darf man mit seinem eigenen Fahrzeug in Südkorea reisen?

Damit man überhaupt mit seinem eigenen Fahrzeug durch Südkorea reisen kann, benötigt man eine temporäre Importbewilligung (TIP). Diese temporäre Importbewilligung kriegt man von der Zollbehörde nachdem das Fahrzeug und dessen Inhalt überprüft wurden. Für die temporäre Einfuhr des eigenen Fahrzeuges benötigt man in Südkorea die Fahrzeugpapiere, Ausweispapiere und eine gültige Versicherung für Südkorea. Sind alle Dokumente vorhanden und das Fahrzeug von der Zollbehörde abgenommen, kriegt man die temporäre Importbewilligung. Wir haben gehört, dass drei Monate das Maximum sind. Wir haben eine Bewilligung für 4 Monate (132 Tage) gekriegt. Mehr zum Ablauf der Verschiffung des eigenen Fahrzeuges und den Temporären Import findest du in unserem Beitrag zum Verschiffen unseres Fahrzeuges von Australien nach Korea.

Eine gute Strassenkarte gehört für uns beim Reisen mit dem eigenen Fahrzeug durch fremde Länder einfach dazu. Bereits bei der Grobplanung unserer Route nehmen wir gerne eine Strassenkarte zur Hand. So haben wir die Übersicht und finden uns am besten zu Recht.

Wir konnten leider unser TomTom Navigationsgerät nicht verwenden, da keine Karten für Südkorea erhältlich sind. Die Beschreibung Weltweite Karten mit lebenslänglichem Update ist unsere Meinung etwas irreführend. Auch andere Navigationsanbieter wie Garmin oder Navman stellen leider kein Kartenmaterial für Südkorea zur Verfügung.

Navigation in Südkorea mit dem eigenen Fahrzeug

So mussten wir nach einer anderen Lösung zur Navigation in Südkorea Ausschau halten. Als Backup und sehr wertvoller Ergänzung haben wir bereits in Australien die App Maps.Me verwendet. Mit dieser App haben wir bis jetzt gute Erfahrung gemacht. Auch in Südkorea hat die Navigation mit Maps.Me gut funktioniert. Sehr negativ ist uns aufgefallen, dass Maps.Me uns sehr penetrant auf die bezahlten Expressways schicken wollte. Selbst grosse Umwege nimmt die App in Kauf damit man auch wirklich auf eine der bezahlten Schnellstrassen fährt.

Ans Limit moderner Navigation sind wir in Busan gekommen. Die zweitgrösste Stadt in Südkorea besitzt viele Hochstrassen und so gibt es immer wieder mehrstöckige Strassen. Dies auf einem zweidimensionalen Bildschirm darzustellen ist nicht gerade einfach. Immer wieder haben wir uns während dem Fahren fürs falschen Level entschieden. Wir waren froh um unsere Strassenkarte auf Papier und haben so zusammen mit Strassenkarte und App navigiert.

Eine gute Strassenkarte auf Papier ist für das Fahren mit dem eigenen Fahrzeug in Südkorea sehr nützlich.

Wo finde ich Tankstellen in Südkorea?

Entlang der bezahlten Expressways gibt es Raststätten mit Tankstellen. In Städten und Ortschaften gibt es sehr viele Tankstellen und auch entlang der Strassen zwischen den Ortschaften gibt es genügend Tankstellen. So ist es nie ein Problem Treibstoff für sein Fahrzeug zu finden.

Die meisten Tankstellen sind bedient. Man fährt zur Zapfsäule, ein Mitarbeiter füllt den Treibstofftank und man bezahlt oft gleich bei diesem Mitarbeiter für den Treibstoff. Es gibt auch nicht bediente Tankstellen. Diese sind mit „Self“ gekennzeichnet. Hier füllt man seinen Tank selbst und bezahlt dann an der Kasse. Wir haben immer mit Bargeld bezahlt. Es ist aber auch möglich mit der Kreditkarte zu bezahlen.

An einer Tankstelle mit dem eigenen Fahrzeug in Südkorea

Wichtig ist natürlich den richtigen Treibstoff zu tanken und das ist gar nicht so einfach auf den ersten Blick. Welche Zapfsäule ist nun Diesel? Wenn die Tankstelle bedient ist, versteht der Mitarbeiter meist „Diesel“ oder „Gasoline“. Wir haben uns auf einen Zettel die Schriftzeichen für Diesel notiert und so konnten wir immer gleich erkennen, welches der richtige Treibstoff ist oder dem Mitarbeiter an der Zapfsäule zeigen.

Wo kann man in Südkorea Lebensmittel einkaufen?

Eigentlich kann man in Südkorea fast alles kaufen. Die Supermärkte Lotte, E-Mart und Home Plus findet man in Städten. Auf dem Lande findet man oft auch den NH. Diese Supermärkte bieten ein grosses Angebot an Lebensmittel, Frischwaren, Pflegeprodukte, Haushaltsartikel und Kleider. Gerade in den grösseren Orten gibt es auch viele internationale Produkte. Wir haben zum Beispiel Käse und Schokolade aus der Schweiz, Bier aus Belgien, Senf aus Amerika, Wein aus Australien und Mineralwasser aus Italien gesehen. Viele dieser importierten Produkte sind aber recht teuer. Auch Milchprodukte sind teuer.

Das Einkaufen in Südkorea ist nicht immer ganz einfach

Für den ersten grossen Einkauf haben wir ganz schön Zeit gebraucht, da wir uns zuerst an das Sortiment gewöhnen mussten. Nicht alle Produkte sind in englischer Sprache angeschrieben und so ist es nicht immer einfach das Richtige zu finden. Nach einer Weile haben wir uns aber gut zu Recht gefunden. Wir finden es auch unglaublich spannend neue Produkte zu probieren und zu experimentieren. In Supermärkten gibt es oft Produktetests und so konnten wir immer wieder neues probieren.

Wo kann man in Südkorea Essen gehen?

Essen findet man in Südkorea immer und überall. Die Koreaner gehen sehr gerne aus und so hat es in Städten und grösseren Orten überall Restaurants, Cafés und Imbissbuden. Selbst auf dem Lande haben wir immer etwas Passendes gefunden, wenn wir danach geschaut haben. Viele Restaurants bieten ihre Speisen mit Tafeln und Bildern an. So ist es auch auf dem Lande, wo weniger Englisch gesprochen wird, meist einfach die gewünschte Mahlzeit zu bestellen.

Oft haben Restaurants in Südkorea Bilder des Essens

Reis und Kimchi gehört beim Essen einfach dazu. Andere sehr beliebte und verbreitete Mahlzeiten sind Bibimbap, Gimbap, Dumplings, Nudelsuppe, Grilliertes, Schweinsschnitzel und vieles mehr. Wir haben die Koreanische Küche lieben gelernt. Die Mahlzeiten sind leicht, meist etwas scharf und immer sehr frisch zubereitet.

Wo gibt es in Südkorea Internet?

Internet gibt es in Südkorea an jeder Strassenecke. Na ja, ganz so ist es nicht, aber es hat an sehr vielen Sehenswürdigkeiten, öffentlichen Plätzen, Stränden, Museen, Einkaufszentren, Restaurants, Cafés, Shops und in den Strassen vieler Städten öffentliches Internet. Ein WLAN, das uns während unseres Roadtrips durch Südkorea immer begleitet hat ist das „iptime“. Dieses WLAN haben wir sehr oft gefunden und es hat uns ermöglicht gratis im Internet zu surfen und Emails zu schreiben.

Wie verhält man sich im Strassenverkehr Südkoreas?

In Südkorea sind die Fahrzeuge links gesteuert und man fährt auf der rechten Strassenseite. Auf Strassen mit einer Fahrspur je Richtung beträgt die Höchstgeschwindigkeit 60 km/h. Auf Strassen mit zwei oder mehr Fahrspuren je Richtung beträgt die Höchstgeschwindigkeit 80 km/h. Auf Autobahnen beträgt die Höchstgeschwindigkeit entweder 100 oder 110 km/h. Bei Schulen ist innerorts oft eine Höchstgeschwindigkeit von 30km/h markiert.

Biegt man bei einer Kreuzung rechts ab, kann man oft auch fahren, wenn das Lichtsignal auf Rot steht.

Der Strassenverkehr in Südkorea mit dem eigenen Fahrzeug

Rote Ampeln werden oft nicht beachtet. Wir waren zu Beginn ganz schön erstaunt als trotz roter Ampel Fahrzeuge durchgefahren sind. Auf Kreuzungen also immer die Augen offen halten für Fahrzeuglenker, die auf rot stehende Ampeln einfach ignorieren und überfahren. Gerade als Fussgänger kann dies ganz schön gefährlich sein.

Wo kann man in Südkorea Wassertanks auffüllen?

Trinkwasser konnten wir an vielen Orten auffüllen. In Tempeln, Nationalparks, Parkanlagen, Einkaufzentren, Museen und auf Sportplätzen haben wir oft Trinkwasserbrunnen gefunden und konnten dort unsere Flaschen oder auch 5l Kanister gut auffüllen. Im Inland war es generell einfacher Trinkwasser aufzufüllen als an der Küste.

Trinkwasser beim Campen in Südkorea

Wasser direkt ab Wasserhahn und Schlauch zum Füllen unseres Wassertanks haben wir auf Campingplätzen und ab und zu bei Sportplätzen gefunden. Meist haben wir unseren Wassertank mit unseren 5l Kanistern wieder aufgefüllt.

Entlang der bezahlten Expressways gibt es Raststätten mit Tankstellen, Restaurants, Shops, Toiletten. Meist gibt es auch Mikrowellen, Trinkwasser und sogar heisses Wasser. Gerade in den kühleren Jahreszeiten haben wir unsere Thermosflasche immer mitgenommen und aufgefüllt.

Wo finde ich eine öffentliche Toilette in Südkorea?

Öffentliche Toiletten findet man in Südkorea überall. Ob in Städten, auf dem Land, in Nationalparks, am Strand, bei Sehenswürdigkeiten, auf Parkplätzen oder auf Sportplätzen. Toiletten mussten wir in Südkorea nie lange suchen. Das Schöne an den öffentlichen Toiletten ist, dass die meist sehr gut gepflegt und sauber sind. Meist gibt es auch fliessendes Wasser, um sich die Hände zu waschen. Nur ab und zu hatten wir Plumpsklos ohne Wasser, die etwas gerochen haben.

Toiletten findet man beim Campen in Südkorea überall

Bei fast allen Plätzen, wo wir mit unserem Fahrzeug in Südkorea frei gecampt haben, war in Gehdistanz eine Toilette vorhanden. Bei den meisten Toiletten gehört das Papier heute in die Toilette. Allerdings sieht man vor allem in älteren Toiletten auch noch Kübel, wo das gebrauchte Toilettenpapier rein geschmissen wird.

Papier gehört in die Toilette in Südkorea

Wo kann ich in Südkorea Geld abheben?

Geld abheben ist in Südkorea ganz einfach. Banken mit Automaten gibt es in allen grösseren Orten. ATM’s gibt es ausserdem bei Sehenswürdigkeiten, Autobahnraststätten, Shops und vielen weiteren Orten. Wichtig ist nur auf den Aufkleber „Global“ zu achten, denn nur diese Automaten akzeptieren internationale Bankkarten.

Geld abheben ist in Südkorea einfach

Mit unserer DKB Karte konnten wir gebührenfrei Geld abheben. Der Maximalbetrag ist je nach Bank unterschiedlich. KRW 500‘000 konnten wir aber immer abheben. Dies entspricht etwa CHF 500.

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Wie verständigt man sich in Südkorea ohne Koreanisch zu sprechen?

Die Sprachbarriere ist in den Städten und grösseren Orte weniger gross als auf dem Lande, wo oft nur noch wenig Englisch gesprochen wird. Wir haben ein paar Brocken Koreanisch gelernt und bereits diese wenigen Worte haben uns oft Türen geöffnet und uns manche interessante Begegnung beschert. Oft reichen ein Lächeln und ein An-nyeong-ha-se-yo (Hallo), um in ein Gespräch zu kommen. Die Koreaner sind sehr interessiert an Fremden und keinesfalls abweisend. Sie wollen einem immer helfen und sind sehr zuvorkommende und liebenswürdige Menschen.

Mit Händen und Füssen haben wir uns trotz Sprachbarrieren durchgeschlagen. Vor allem unser Fahrzeug hat natürlich immer das Interesse der Koreaner geweckt. In Südkorea gibt es keine Toyota LandCruiser und schon gar nicht welche mit Australischem Kennzeichen. So hatten wir immer auch gleich ein Gesprächsthema. Auch wenn wir unser Gegenüber nicht verstanden haben, konnten wir mit Handzeichen unser Fahrzeug erklären und haben dafür ein Ahhhh, Ohhh und Uhhh geerntet.

Koreanische Camper

Wir haben immer wieder gelernt, dass wir uns von der Sprachbarriere nicht abschrecken lassen sollen, sondern uns auf die Menschen einlassen sollen. Auch mit Händen und Füssen, Körpersprache und Gesten kann man sich wunderbar unterhalten.

Warst du auch schon mit dem eigenen Fahrzeug in einem fremden Land unterwegs? Was waren deine Erfahrungen und wie hast du dich zurecht gefunden? Kannst du dir Camping in Südkorea vorstellen? 

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Camping in Südkorea mit dem eigenen Fahrzeug

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2 Gedanken zu “Camping in Südkorea mit dem eigenen Fahrzeug – Tipps für Camper und Selbstfahrer

  1. Hallo Marcel,

    natürlich folge ich auch euren Bolgbeiträgen über Südkorea. 😉

    Leider kann ich dazu nicht so viel beitragen wie zu euren Berichten über Australien, weil ich noch nie in Südkorea war.

    Eure Reiseberichte machen aber echt Lust auf eine Reise dorthin. 🙂 Ich hätte nicht gedacht, dass es sich so sehr zum Campen eignet und landschaftlich so schön ist! Und dass man sich dort als Europäer ohne Sprachkenntnisse einigermaßen zurechtfinden kann.

    Eine Frage hätte ich allerdings noch: Kann man als Camper dort tatsächlich nur am Wochenende und in der Hochsaison duschen (sofern der Camper selbst nicht mit einer Dusche ausgestattet ist)?! 😆 Und wie sieht es dort mit Mietmöglichkeiten und -konditionen für für einen Camper aus? Ok, eigentlich sind es drei Fragen. 😉

    Viele Grüße

    Julia

    • Hallo Julia,

      Schön, dass dir auch die Beiträge über Südkorea gefallen. Es ist wirklich ein sehr tolles Land das extrem viel bietet.

      Das mit den Duschen ist wirklich ein bisschen doof. Es gibt an Stränden oft öffentliche Duschen. Wir konnten aber nie eine benutzen, das wir ausserhalb der Hochsaison gereist sind und diese geschlossen waren. Auf offiziellen Campingplätzen gibt es schon die Möglichkeit ausserhalb der Hochsaison zu Campen und duschen.

      Was Mietcamper betrifft kann ich überhaupt nichts sagen. Da wir uns nie damit beschäftigt haben wir haben ja unser eigenes Fahrzeug dabei gehabt.

      Liebe Grüsse aus Sibirien,

      Marcel

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