Paraguay Sehenswürdigkeiten mit dem eigenen Fahrzeug

Paraguay Sehenswürdigkeiten mit dem eigenen Fahrzeug

Die Paraguay Sehenswürdigkeiten stehen nicht zuoberst auf der Liste der Besucher Südamerikas. Richtige Highlights und weltbekannte Orte sucht man vergebens. Zudem ist Paraguay das einzige Binnenland Südamerikas und kann so nicht einmal mit schönen Sandstränden am Meer aufwarten. Viele Südamerika Reisende lassen Paraguay deshalb links liegen. Genau das macht es für uns gerade so interessant und spannend. Es gibt viele abenteuerliche Geschichten und an Paraguay hängt noch immer ein bisschen ein verruchter Ruf.

Paraguay ist ein Land, das nur wenige Reisende auf dem Radar haben. Genau das Richtige für uns, denn wir lieben es abseits der ausgetretenen Pfade des Massentourismus zu reisen. Wir sind gespannt auf die Attraktionen und Sehenswürdigkeiten in Paraguay und freuen uns ein eigenes Bild über dieses Land und Leute machen zu dürfen. Nach unserem Besuch bei den Iguazu Wasserfällen, fahren wir von Brasilien über die Grenze nach Paraguay und erkunden dieses Land für zwei Monate.

Da wir uns auf der südlichen Halbkugel befinden, ist es von Juni bis August Winter und die Temperaturen kühl. Paraguay ist für uns das perfekte Land zum Überbrücken der kühlen Jahreszeit. Sobald es wieder wärmer wird, wollen wir Richtung Süden fahren. Zuerst haben wir aber noch ein paar Wochen Zeit die Paraguay Sehenswürdigkeiten aufzuspüren. In diesem Bericht findest du, was es in Paraguay zu sehen gibt und was uns besonders beeindruckt hat.

Ciudad del Este gilt als das Shopping Eldorado in Südamerika

Ciudad del Este ist ein verrückter Ort. Die wuselige Stadt ist das Erste, was wir von Paraguay sehen, nachdem wir die etwas chaotische Abfertigung am Zoll zwischen Brasilien und Paraguay erledigt haben. Von der erstaunlich modernen, organisierten und aufgeräumten Stadt Foz do Iguazu in Brasilien, fahren wir über den Parana Fluss. Der breite Fluss stellt die natürliche Grenze zwischen Brasilien und Paraguay dar. Überspannt wird der Fluss von der 552 Meter langen Freundschaftsbrücke, welche die beiden Länder verbindet.

Die Ausreiseformalitäten auf der brasilianischen Seite sind rasch erledigt. Wir fahren über die Brücke und schon am Ende der Brücke spüren wir ganz deutlich, dass wir in ein anderes Land fahren. Es gibt keine Zollbeamte, die uns aufhalten und etwas von uns wollen. Beinahe verpassen wir es, rechtzeitig einen Parkplatz für unser Fahrzeug zu finden, um die Einreiseformalitäten zu erledigen. Wir werden von irgendwelchen Beamten angewiesen hinter dem Gebäude zu parken. Doch da gibt es nur eine Halle, in der gerade die Fahrzeuge von Schmugglern auseinandergenommen werden.

Wir werden ganz schön komisch angeschaut. Zum Glück gibt es einen netten Beamten, der uns den Weg aus dieser misslichen Lage zeigt und uns zum richtigen Ort begleitet. Hier erhalten wir zuerst einen Einreisestempel in unseren Reisepass. Drei Monate dürfen wir in Paraguay bleiben. Nun müssen wir auch noch eine temporäre Importbewilligung für unser Fahrzeug haben. Dazu werden wir zur Zollbehörde in ein kleines Büro verwiesen. Im winzigen Raum stehen ein Tisch, ein paar Stühle und fünf Mate-Tee schlürfende Männer.

Der uns zugeteilte Beamte muss zuerst die Formulare suchen. Er findet sie auf der Klimaanlage und muss auf einen Stuhl stehen, um sie zu erreichen. Gemeinsam gehen wir zu einem anderen Büro, wo der Beamte unsere Angaben ins Formular einfüllt. Die Abfertigung geht vor allem etwas länger, weil er nicht richtig weiss, welche Informationen er von uns benötigt und wo er sie im Formular eintragen muss. Ausserdem ist er sehr interessiert an unserer Reise und den vielen Stempeln in unseren Reisepässen. Nach einer halben Stunde sind auch die Einreiseformalitäten für Paraguay erledigt und unserer Weiterfahrt steht nichts mehr im Wege.

Booomm! Was für ein Kulturschock! Gleich nach der Freundschaftsbrücke tauchen wir in das Shopping Paradies Ciudad del Este ein. Die breite Strasse wird auf beiden Seiten von hohen Gebäuden gesäumt, überall gibt es riesige Werbeplakate, Leuchtreklamen und auf den Gehsteigen sowie dem Mittelstreifen stehen dicht an dicht Marktstände mit Krimskrams. Es wuselt nur so und selbst im Auto werden uns von fliegenden Händlern Waren angeboten. Im ersten Moment haben wir das Gefühl mitten in Asien gelandet zu sein. Uns kommen Erinnerungen an Märkte in Thailand, Kambodscha, Vietnam und Indonesien hoch.

Ciudad del Este in Paraguay

Es ist bereits später Nachmittag und wir machen uns gleich auf die Suche nach einem ruhigen Schlafplatz nach diesem aufregenden Tag. Am zweiten Tag in Paraguay haben wir bereits einen Termin. Ein ehemaliger Schulkollege von mir ist gerade geschäftlich in Ciudad del Este und wir haben uns natürlich für ein Treffen verabredet. Unser Fahrzeug können wir bei ihm vor dem Hotel sicher parken und gemeinsam fahren wir mit dem Taxi ins Zentrum von Ciudad del Este. Er hat geschäftliche Meetings und wir stürzen uns ins Gewusel des Shopping Eldorados Ciudad del Este. Unglaublich wie viele Marktstände sich dicht an dicht entlang der Strassen reihen. Von Kleidern, Schuhen über Pflegeprodukte zu Fahrzeugzubehör und Elektronik gibt es hier alles zu günstigen Preisen zu kaufen.

Shopping in Ciudad del Este

In den Gebäuden wartet eine ganz andere Welt auf betuchtere Käufer. Shopping-Center mit Namen wie Mona Lisa, Shopping Paris, Shopping China, Casa America und viele andere bieten ein völlig anderes Shopping Erlebnis als auf den Strassen. In den Shopping-Centern werden importierte Luxusprodukte im angemessenen Rahmen angeboten. Es ist jedes Mal ein kleiner Kulturschock, wenn wir aus einem der Läden wieder auf die Strasse treten.

Zum Mittagessen treffen wir uns mit meinem ehemaligen Schulkollegen. Im SAX Shopping-Center gibt es ein schönes Restaurant in den obersten zwei Etagen. Was für ein Gegensatz zu den kleinen, einfachen Restaurants, die wir bis anhin von Südamerika kennen. Ganz schön komisch, plötzlich mit so viel Luxus und der riesigen Auswahl an Köstlichkeiten konfrontiert zu sein.

Restaurant in Ciudad del Este

Gekauft haben wir zwar nur Kleinigkeiten in Ciudad del Este. Trotzdem ist ein Besuch dieser verrückten Stadt in Paraguay ein tolles Erlebnis. Die Gegensätze zwischen absolutem Chaos auf den Strassen und engen Gassen und den auf Hochglanz polierten Einkaufspalästen ist erstaunlich. Bist du auf der Suche nach Elektronik oder anderen Produkten, die du in Südamerika nicht finden kannst, dann stehen die Chancen gut, dass du in Ciudad del Este fündig wirst. Denn das Angebot ist riesig und vielseitig.

Der Itaipu Staudamm ist der zweitgrösste Staudamm der Welt

Etwas nördlich von Ciudad del Este liegt eine Weitere, über die Landesgrenzen hinaus bekannte, Sehenswürdigkeit von Paraguay. Der Itaipu Staudamm ist ein gewaltiges Bauwerk. Eine Zeit lang war das Gemeinschaftsprojekt von Brasilien und Paraguay der grösste Staudamm der Welt. Inzwischen musste dieses Prädikat an den Drei Schluchten Staudamm in China abgegeben werden. Trotzdem ist der Anblick der riesigen Staumauer mit Flusskraftwerk sehr beeindruckend. Betrieben wird die Anlage durch die Organisation Itaipu Binacional. Rund 80 % des Strombedarfs von Paraguay wird mit dem Kraftwerk gedeckt und auch für Brasilien ist Itaipu ein wichtiger Stromlieferant.

Führungen werden sowohl auf der brasilianischen wie auch auf der paraguayischen Seite des Staudammes angeboten. Wir haben das Megabauwerk in Paraguay besichtigt. Für ein paar Minuten wirst du von beiden Seiten her jeweils in das gegenüberliegende Land fahren. Darum mussten wir uns bei der Anmeldung auch mit einem Reisepass ausweisen. Die Standard Tour auf der paraguayischen Seite ist kostenlos. Die Tour ist relativ oberflächlich und wird etwas lieblos und zügig absolviert. Trotzdem gibt sie einen guten Eindruck über die Grösse des Megaprojektes.

Willst du etwas mehr Einblick in die Anlage erhalten, empfehlen wir dir die technische Tour, die auf Voranmeldung absolviert werden kann. Wir haben bereits Das Flusskraftwerk Salto Grande zwischen Argentinien und Uruguay angeschaut. Dort haben wir eine Privatführung erhalten, die uns im Vergleich um einiges mehr beeindruckt hat, obwohl die Anlage selbst viel kleiner ist.

Der gigantische Itaipu Staudamm in Paraguay

Das Tati Yupi Reserve der ITAIPU Binacional

Das Tati Yupi Reserve liegt am Stausee des aufgestauten Rio Parana. Es wird durch die Organisation Itaipu Binacional verwaltet und ist ein herrlich ruhiger Ort. Vor allem nach dem hektischen Treiben in Ciudad del Este geniessen wir die Ruhe und Abgeschiedenheit des Campingplatzes im Tati Yupi Reserve ungemein. Während des Tages ist das Reserve sehr beliebt bei Tour Gruppen und Schulklassen. An Wochenende strömen auch Familien in den schön angelegten Park mit vielen Grillstellen und Picknickplätzen. Am Abend verlassen aber fast alle Besucher das Reserve wieder und es wird ganz ruhig.

Zum Übernachten im Tati Yupi benötigen wir eine Bewilligung. Eigentlich ist diese auf drei Tage beschränkt. Dank Reni’s Überredungskünsten und den nötigen Spanisch Kenntnissen dürfen wir eine ganze Woche hier verbringen. Wir sind froh wieder einmal ein paar Tage an einem schönen Ort verbringen zu können. Die Zeit vergeht trotzdem wie im Flug. Wir verbringen die Tage mit Wäsche waschen, kurzen Ausfahrten mit den kostenlosen Pferdekutschen, kurzen Spaziergängen am See, lesen und schrieben für unseren Blog. Der Park ist von dichtem Wald umgeben, wo wir Affen, Nasenbären und unzähligen Vogelarten beobachten können.

Das Tati Yupi Reserve in Paraguay

Nacunday Wasserfall, eine super Alternative zum Monday Wasserfall

Wenige Kilometer südlich von Ciudad del Este liegt der Monday Wasserfall. Er gilt als einer der schönsten Wasserfälle von Paraguay. Wir haben allerdings gehört, dass die Anlage ziemlich heruntergekommen ist und der relativ hohe Eintritt nicht gerechtfertigt ist. Darum lassen wir ihn links liegen und fahren dafür zum Nacunday Wasserfall.

Der Nacunday Wasserfall ist im Gegensatz zum Monday Wasserfall sehr untouristisch und kaum besucht. Kein Wunder, denn er liegt auch nicht gerade am Weg. Von Ciudad del Este sind es rund 75 km. Klingt gar nicht so weit. Der grösste Teil der Strecke verläuft aber über unbefestigte Lehmpisten und unser Navigations-App gibt eine Reisezeit von zwei Stunden an. Die letzten paar Kilometer sind auf den Karten überhaupt nicht mehr als Strasse eingezeichnet.

Also los ins Abenteuer und auf zum Nacunday Wasserfall. Zum Glück ist es trocken und die Strassen in recht gutem Zustand. Die Erde ist hier so rot, wie wir sie aus Australien kennen. Überhaupt erinnert uns die Landschaft gerade sehr an Australien. Die rote Erde, die riesigen Weiten, die gigantisch grossen Felder und auch Eukalyptusbäume erinnern uns stark an Australien. Angepflanzt wir auf den Feldern vor allem Soja, welches ein grosser Exportrenner für Paraguay ist.

Die Strassen in Paraguay

Ausserhalb des Dorfes Itaipye gibt es eine kleine Ranger Station, die für den Nationalpark Nacunday zuständig ist. Wir müssen uns beim Ranger registrieren, damit wir die Schranke zu den Wasserfällen passieren dürfen. Auch die Erlaubnis bei den Wasserfällen zu Campen erhalten wir vom Ranger. Bezahlen müssen wir dafür nichts.

Die letzten Kilometer zum Wasserfall führen durch dichten Busch und über eine ruppige Piste mit Schlammpfützen und tiefhängenden Ästen. Viel grösser dürfte unser Fahrzeug nicht sein für den Besuch der Nacunday Wasserfälle. Direkt oberhalb der Wasserfälle gibt es am Ende der Piste einen kleinen Wendeplatz mit Picknicktisch.

Viel Platz zum Campen gibt es nicht und es ist nicht einfach unseren Land Cruiser eben auszurichten. Der Platz befindet sich im dichten Regenwald. Das genialste ist aber die Aussicht auf den Wasserfall. Vom Camper aus sehen wir die Wassermassen des Salto Nacunday in die Tiefe stürzen. Ganz schön laut aber sehr, sehr eindrücklich direkt neben diesem Naturschauspiel zu campen.

Der Nacunday Wasserfall ist einer der schönsten in Paraguay

Yerba Mate Fabrikation in Bella Vista

Bella Vista gilt als die Hochburg des Yerba Mate Tees in Paraguay. Der Yerba Mate gehört in Südamerika zur Kultur und das Zubereiten und Trinken ist mehr ein Ritual als nur Durst löschen. In Uruguay wird pro Kopf am meisten Mate getrunken und das zu jeder Tageszeit. In Paraguay wird die kalte Variante bevorzugt und heisst Tereré. Aber auch in Bolivien, Argentinien, Brasilien und anderen südamerikanischen Ländern wird fleissig Mate Tee konsumiert.

In Paraguay gibt es viele verschiedene Hersteller des Yerba Mate Tees. Zwei bekannte Hersteller in Bella Vista sind Selecta und Pajarito. Wir besuchen die Firma Pajarito, die kleinere der Beiden. Gegründet wurde Pajarito durch den polnischen Auswanderer Lauro Raaz im Jahre 1950.

Die Führung durch den recht familiär wirkenden Betrieb hat uns total begeistert. Wir haben einen guten Einblick in die Herstellung des Yerba Mates erhalten, aber auch viel über die Kultur und Lebensweise in der Region gelernt. Die Privatführung durch die Verpackungsabteilung haben wir mit einer liebenswürdigen, deutschsprachigen Mitarbeiterin genossen. Von ihr haben wir zusätzlich zum Thema Yerba Mate auch noch sehr viel über die Einwanderer und der Kultur des Landes erfahren.

Bella Vista Yerba Mate in Paraguay

Jesuitenmissionen Trinidad, Jesus und San Cosme y Damian

Die Jesuitenmissionen oder auch Jesuitenreduktionen, wie sie in Südamerika bezeichnet werden, wurden durch den Jesuitenorden erbaut. Sie wurden als Siedlungen zum Schutz der Missionare und der indigenen Bevölkerung erbaut. Der Jesuitenorden erbaute die Reduktionen für die Missionierung der Guaraní, aber auch zu deren Schutz vor Sklavenjägern und Ausbeutern. Die Guaraní sind eines der indigenen Völker Südamerikas, welche Gebiete von Paraguay, Uruguay, Argentinien, Brasilien und Bolivien besiedeln.

Bereists im Norden von Argentinien haben wir vor ein paar Wochen die ersten Ruinen der Jesuitenreduktionen angeschaut und auch im Süden von Brasilien gibt es weitere Ruinen. Die drei bekanntesten Ruinen in Paraguay sind diejenigen von Trinidad, Jesus und San Cosme y Damian. Insgesamt gab es 30 Guaraní Missionen, die von 1609 bis 1767 erbaut und bewohnt wurden. Seit 1993 gehören die Missionsruinen zum UNESCO Weltkulturerbe.

Die drei Jesuitenreduktionen von Paraguay liegen alle in der Nähe von Encarnacion im Südosten des Landes. La Santísima Trinidad del Paraná ist die bekannteste und meistbesuchte Jesuitenreduktion. Sie liegt etwa 30 km nordöstlich von Encarnacion. Beim Eingang gibt es ein kleines Museum mit Erklärungen zur Geschichte und der Entwicklung der Jesuiten Missionen in Paraguay. Das Gelände der Missionsruinen ist recht gross. Wir können uns frei darin bewegen und uns bei der Besichtigung der Ruinen Zeit lassen.

Die Jesuiten Reduktion von Trinidad in Paraguay

Die Jesuitenreduktion von Jesus de Tavarangüe liegt rund 12 km nördlich derjenigen von Trinidad. Bis auf die teilweise rekonstruierte Kirche ist von den vielen Gebäuden nicht mehr viel vorhanden. Nur ein paar Fundamente erinnern noch an die vielen Gebäude, welche um die Kirche angeordnet waren. Die riesige Kirche mit einem Grundriss von 70 mal 24 Metern ist sehr eindrücklich. Die Kirche sollte damals eine der grössten Kirchen werden, wurde aber nie fertiggestellt, da die Jesuiten im Jahre 1767 von Paraguay vertrieben wurden.

Die wenigsten Besucher kommen zur Jesuitenreduktion San Cosme y Damian, da sie sich etwas weiter weg befindet. Von Encarnacion sind es rund 60 km in westliche Richtung. Die Jesuitenreduktion wurde als Observatorium genutzt. Auch heute ist das Observatorium noch aktiv und auch die wieder aufgebaute Kirche wird noch aktiv genutzt. Die Ruinen sind von einem Dorf umschlossen und dadurch wirken sie sehr belebt. Uns gefällt, dass die Gebäude noch aktiv genutzt werden.

Wir werden sehr herzlich empfangen und von verschiedenen Personen bestens betreut. Zuerst dürfen wir einen Film schauen und erhalten eine Präsentation zum Thema Astrologie und Sternbilder. Dann erklärt uns ein anderer Mitarbeiter die Sternwarte und das Planetarium mit den verschiedenen Sternbildern und deren Veränderungen während der Jahreszeiten. Eine dritte Person führt uns dann schlussendlich noch durch die wieder aufgebaute Kirche und die restlichen Ruinen der Jesuitenreduktion.

San Cosme y Damian Jesuiten Reduktion in Paraguay

Das Urwaldschutzgebiet San Rafael mit dem Atlantischen Regenwald

Von Encarnacion fahren wir wieder in nördliche Richtung, denn wir wollen uns noch das Schutzgebiet San Rafael mit dem Atlantischen Regenwald anschauen. Der Atlantikwald wird leider nicht als Nationalpark vom Staat geschützt, sondern von der gemeinnützigen Institution Pro Cosara, die durch die Familie Hostettler ins Leben gerufen wurde. Die Organisation kämpft seit Jahren für den Schutz des Regenwaldes und gegen das Abholzen der Bäume. Leider ist der Kampf ohne die Unterstützung der Regierung sehr schwierig. Trotzdem wird weitergekämpft. Mit einem Ultraleichtflugzeug werden Kontrollen durchgeführt und der Stand der Abholzung dokumentiert.

Vor 40 Jahren ist die Familie Hostettler von der Schweiz nach Paraguay ausgewandert und hat sich hier, mitten in Paraguay, eine neue Existenz aufgebaut. Sie haben sich ein grosses Stück Land gekauft, das grösstenteils von Wald bedeckt war. Einen Teil haben sie für die Landwirtschaft gerodet. Einen grossen Teil haben sie aber so belassen, wie sie ihn angetroffen haben. Zusammen mit anderen Waldflächen, die sich in Privatbesitz befinden, wird der letzte grosse Teil von Atlantik Regenwald gebildet, der früher grosse Teile von Paraguay bedeckt hat.

Der Landwirtschaftsbetrieb der Hostettlers wird heute vom Sohn geführt. Für das Wohl der Gäste auf dem privaten Campingplatz mit Cabanas und touristischer Infrastruktur sind Hans und Christina da. Auf dem Grundstück befindet sich ein idyllischer kleiner See mit Bootshaus und verschiedene Wanderwege durch den Urwald. Wer Glück hat, kann dabei Tiere beobachten. Es gibt verschiedene Säugetiere und eine grosse Vogelvielfalt. Mehr als 430 Vogelarten wurden dokumentiert und auch in einem Buch zusammengetragen.

Die Anfahrt zum Schutzgebiet San Rafael und der Farm der Familie Hostettler verläuft ab der Nationalstrasse über Neben- und Erdstrassen. Nach starken Regenfällen können die Strassen sehr rutschig werden und auch unpassierbar sein. Bei unserem Besuch hatten wir bitterkalte Nächte mit Frost. Während der sonnigen Tage war es angenehm und perfekt für die kurzen Wanderungen. Beim Campen auf dem Grundstück haben wir sehr viele Vögel gesehen und einen Einblick in das Leben auf dem abgelegenen Bauernhof in Paraguay erhalten. Für Camper steht alles zur Verfügung was man benötigt und die Nächte sind unglaublich ruhig.

Anfahrt nach San Rafael in Paraguay

Wanderweg im San Rafael Schutzgebiet in Paraguay

Atlantik Regenwald von San Rafael in Paraguay

Bootshaus der Hostettler Farm in Parguay

Auf der Informationsseite von Pro Cosara findest du mehr Informationen und auch einen Plan zur Anfahrt.

Der Wasserfall Salto Suizo ist eine wenig besuchte Sehenswürdigkeit in Paraguay

Unser nächstes Ziel ist der Salto Suizo (Salto = Wasserfall; Suizo = Schweiz), da müssen wir als Schweizer natürlich hin. Der Salto Suizo liegt rund 150 km östlich von Asunción, in der Nähe der Ortschaft Villarica. Wir kommen durch ländliche Gegend, die von Landwirtschaft geprägt ist. Die Zufahrt zum Wasserfall verläuft über einen Erdweg und einige kleine Brücken mit limitierter Traglast. Die letzten Kilometer sind etwas ruppig und vor allem bei Regen kann die Fahrt anspruchsvoll sein. Bei schönem Wetter ist die Anfahrt aber auch mit einem normalen PW machbar. Beim Eingang zum Wasserfall wird gerade neue Infrastruktur für den Campingplatz gebaut. Auch der Wanderweg wird aufgewertet. Eine Metalltreppe ist fast fertig installiert, die entlang der Felswand zum Felsabbruch führt.
Leider stürzt bei unserem Besuch nur wenig Wasser über die Felskante. Trotzdem hat sich der Besuch des Wasserfalls gelohnt. Wir haben etwa 1.5 km vor dem Eingang zum Wasserfall auf der Granja (Farm) Don Juan gecampt. Die nette Familie bietet Camping auf einer schönen Wiese und ein paar Zimmer an.

Der sehenswerte Salto Suizo in Paraguay

Eintritt: PGY 20’000

Camping: PGY 10’000 beim Eingang zum Wasserfall oder PGY 20’000 bei Granja Don Juan

Nahe des Salto Suizo liegen die beiden Berge Cerro Tres Kandu und Cerro Acai. Bei beiden gibt es Wanderwege, die schöne Aussicht über die Landschaft bieten.

Der ungezähmte, wilde Chaco – Aussergewöhnliche Sehenswürdigkeit in Paraguay

Der Chaco in Paraguay galt lange als wild, ungezähmt und auch als lebensfeindlich und abweisend. Trotz diesen negativen Merkmalen machen wir uns auf die Entdeckung dieser abgelegenen Region im Westen von Paraguay. Wir wollen uns die Sehenswürdigkeiten von Paraguay im Chaco auf keinen Fall entgehen lassen. Wie es Rene vom Overlander Stellplatz Hasta La Pasta so schön gesagt hat:

Warst du nicht im Chaco, hast du Paraguay nicht gesehen.

Was wir erleben, ist so völlig anders als wir es erwartet haben. Wir treffen auf unglaublich liebenswürdige, interessierte, offene und gastfreundliche Menschen. Die Infrastruktur ist viel besser als wir dachten und in den Läden der Kolonien ist das Angebot grösser als an vielen anderen Orten in Paraguay. Durch die ergiebigen Regenfälle in letzter Zeit ist der Chaco sehr grün und wirkt überhaupt nicht lebensfeindlich. Im Gegenteil. Entlang der RN 9 gibt es überall viel Wasser und dies bietet Lebensraum für viele Tiere. An den Wasserstellen entdecken wir Störche, Raier und Flamingos. Selbst nachdem wir den feuchten Teil des Chacos hinter uns lassen und in den trockenen Teil fahren, bleibt grüne Landschaft unser steter Begleiter. Im Sommer kann sich dies aber drastisch ändern und der trockene Chaco wird von Dürre, Trockenheit, Hitze und Staub dominiert.

Der Chaco war lange Zeit ein ungezähmtes und abgelegenes Gebiet, das undurchdringbar schien und auch kaum genutzt wurde. Aus diesem Grund war die Gegend lange Zeit uninteressant. Erst als es durch die Mennoniten bewirtschaftet wurde, erkannte man seinen Wert. Plötzlich wurden auch Ansprüche durch Bolivien auf das Gebiet in Paraguay wach. Durch diese Ansprüche entstand der Chaco Krieg, den Paraguay nach hartem Kampf gewonnen hat. So blieb das Gebiet des Chaco im Besitz von Paraguay. Der Chaco umfasst rund 60 % der Landfläche von Paraguay aber nur gerade 3 % der Bevölkerung wohnt hier.

Die Mennoniten Kolonien im Chaco von Paraguay

Im Chaco leben grosse Mennoniten Kolonien. Ihnen ist es zu verdanken, dass der Chaco so gut erschlossen wurde und heute landwirtschaftlich genutzt werden kann. Von Asuncion aus liegt der Chaco in nordwestlicher Richtung. Die Ruta Nacional 9 (Trans-Chaco) Richtung Bolivien verläuft quer durch den Chaco.

Die Stadt Filadelfia liegt etwa 460 km nordwestlich von Asuncion und ist das Verwaltungszentrum der Kooperative Fernheim. Es ist der grösste Ort des Chacos. Ackerbau, Viehzucht und Milchwirtschaft sind die wichtigsten Industriezweige der Kooperative.
Rund 18’000 Einwohner wohnen hier und es gibt sämtliche Infrastruktur, die wir benötigen. Hotels, Restaurants, Museen, Schulen, Läden, Tankstellen, einen brandneuen, superschönen Supermarkt und vieles mehr. Wir finden sogar ein richtig gemütliches Café mit superleckerem Kuchen. Der Kaffee ist einer der Besten, den wir in ganz Paraguay trinken.

Das Cafe Adina in Filadelfia

Die Kolonie Fernheim wurde 1930 von 1’572 Mennoniten gegründet, die von Russland nach Paraguay umgesiedelt sind. Heute leben rund 5’000 deutschstämmige Mennoniten in Filadelfia und 25 Dörfern, die zur Kolonie gehören. Uns gefällt es in Filadelfia sehr gut. Die Menschen sind sehr freundlich und interessiert und wir können in einem kleinen Park mitten in der Stadt campen.

Gleich am ersten Abend werden wir von Norbert angesprochen und auch gleich zu einem gemeinsamen Abendessen am nächsten Abend eingeladen. Wir verbringen einen wunderschönen Abend mit der herzlichen Familie und geniessen die Gastfreundschaft in vollen Zügen. Natürlich wird der Grill eingeheizt und es gibt leckeres Fleisch aus der Kolonie. Selbst ein bisschen Plattdeutsch können wir lernen, denn dies ist die Sprache, in der sich viele der Mennoniten unterhalten.

Einladung zum Barbecue in Filadelfia

Während der Zeit in Filadelfia schauen wir uns die interessanten Museen an. Im Mennoniten Museum erklärt uns eine Mitarbeiterin anhand der Ausstellungsstücke und der Schautafeln die Geschichte der Mennoniten. Es ist höchst interessant der Dame zuzuhören, denn ihre Familie hat die verschiedenen Umsiedlungen, Vertreibungen und schweren Umstände am eigenen Leibe miterlebt. Immer wieder kann sie uns geschichtliche Ereignisse anhand ihrer eigenen Familie erklären.

So erfahren wir sehr viel über die Geschichte der Mennoniten. Auch das Kolonienhaus und das Knelsenhaus bieten interessante Einblicke in die Entstehung und die Entwicklung der Kolonie. Im Jakob Unger Museum erfahren wir zudem viel über die Fauna und Flora des Chacos und im Museum für interkulturelle Begegnung mehr über die Vergangenheit der Indios und die aktuelle Zusammenarbeit.

Das Kolonien Haus in Filadelfia

Das Knelsen Haus ist eine Sehenswürdigkeit in Filadelfia

Spannend ist auch das Industriemuseum, das erst kürzlich eröffnet wurde. Die Geschichte der Industrialisierung in der Kolonie wird uns anhand von Gerätschaften erklärt. Auch der Mitarbeiter in diesem Museum kann immer wieder Erlebnisse aus seinem eigenen Leben einfliessen lassen und so den Museumsbesuch für uns zu äusserst interessant gestalten. Selten waren wir von einem Museumsbesuch so begeistert wie hier in Filadelfia. Wir brauchen zwei Tage, um all die Museen zu besuchen und die Informationen zu verarbeiten.

Das Industrie Museum in Filadelfia

Die Stadt Loma Plata ist das Verwaltungszentrum der Mennoniten Kolonie Menno und der Kooperative Chortitzer. Dies ist die erste Kolonie, welche 1927 gegründet wurde. Auch in diesem Ort gibt es ein Museum zur Geschichte der Mennoniten. Sehr kompakt ist auf Schautafeln die Wanderung der Mennoniten und die Geschichte in chronologischer Reihenfolge dargestellt.

Museum in Loma Plata

Die dritte und letzte Kolonie ist Neuland mit dem Verwaltungszentrum Neu-Halbstadt. Dies ist die kleinste der drei Kolonien. Wir treffen zur Mittagszeit im Ort ein und da ist es gerade sehr ruhig, denn in allen drei Kolonien wird die Siesta sehr ernst genommen. Das öffentliche Leben kommt fast komplett zum erliegen und auch auf den Strassen ist es extrem ruhig.

Die Mennoniten Kolonien in Paraguay

Das Naherholungsgebiet Laguna Capitan, ausserhalb von Loma Plata.

Die Laguna Capitan liegt östlich von Loma Plata. Es gibt in der Gegend noch weitere Lagunen, wir konzentrieren uns jedoch auf diese. Bei der Laguna Capitan liegt das Freizeitlager und Bildungszentrum der Mennonitenkolonie Menno. Auf dem Areal können wir campen und die Infrastruktur des Bildungszentrums nutzen. Wir sind umgeben von herrlicher Natur, es ist ruhig und es gibt viele Vögel zu beobachten. Verschiedene Pfade führen durch das Dickicht zu den Süsswasser- und Salzwasserlagunen.

Auf unseren Spaziergängen sehen wir immer wieder Tierspuren. Es gibt hier Ameisenbären, Tapire und sogar Pumas. Eigentlich sollten zur aktuellen Jahreszeit auch Flamingos in den Lagunen anzutreffen sein. Leider bleiben uns diese Tiere verborgen. Allerdings sehen wir an den Lagunen immer wieder sehr viele andere Vögel und auch einer Schlange begegnen wir.

Vögel bei der sehenswerten Laguna Capitan

Pferde bei der Laguna Capitan in Parguay

Sonnenuntergang an der Laguna Capitan

Fortin Boqueron und Fortin Toledo sind Zeitzeugen des Chaco Krieges

Der Chaco Krieg von 1932 bis 1935 war einer der blutigsten Kriege in der modernen Geschichte Südamerikas. Das Gebiet des Chacos galt Jahrzehnte lang als lebensfeindlich und abgelegen und wurde kaum beachtet. Ölfunde und die Besiedlung durch die Mennoniten führten plötzlich zu mehr Interesse des benachbarten Landes Bolivien. Der Streit endete im Krieg und der dreijährige Krieg wurde erst beendet, als die Paraguayische Streitmacht die Bolivianische bis zum Fuss der Anden zurückdrängte. Eine der entscheidenden Schlachten war diejenige um das Fortin Boqueron. Die paraguayische Streitmacht war in grosser Überzahl und hat die Schlacht, nach einem blutigen Kampf mit vielen Verlusten, für sich entschieden.

Wir besichtigen die Gedenkstätte des Austragungsortes der Schlacht um Fortin Boqueron. Es gibt ein Museum, das leider oft geschlossen ist, Überreste der Schützengräben und verschiedene Gedenktafeln und Skulpturen.

Fortin Boqueron im Chaco von Paraguay

Rund 80 km nordwestlich vom Fortin Boqueron liegen die Überreste eines weiteren Forts. Vom Fortin Toledo sind nur noch Überreste von Schützengräben sichtbar. Zudem gibt es dort eine Aufzuchtstation von Pekaris (Nabelschweinen). Es werden Pekaris gezüchtet, die teilweise vom Aussterben bedroht sind.

Die Schweizer Kolonie Rosaleda im wilden Chaco von Paraguay

Wer würde in einem abgelegenen Ecken des Chaco in Paraguay eine Kolonie von Schweizern erwarten?

Auch wir waren erstaunt, als wir von der Kolonie der Schweizer Auswanderer hörten. Natürlich wollen wir mehr über die Kolonie und deren Bewohner erfahren. So fahren wir von Filadelfia aus noch weiter westlich in den Chaco. Die Strasse ist auf dieser Strecke in einem sehr schlechten Zustand. An manchen Stellen gibt es mehr Schlaglöcher als Teerbelag. Die entgegenkommenden LKW’s fahren im Zickzack auf uns zu und auch wir versuchen bestmöglich den Schlaglöchern auszuweichen. An die erlaubten 80 km/h ist bei weitem nicht zu denken. Zu kurz sind die einzelnen guten Abschnitte zwischen den Schlaglöchern. Bei der Ortschaft Mariscal Estigarribia biegen wir von der RN 9 auf die unbefestigte Picada 500 ab. Nach rund 30 Kilometern erreichen wir einen kleinen Polizeiposten und den Abzweiger zur Kolonie Rosaleda.

Vor 25 Jahren sind die ersten Schweizer nach Rosaleda ausgewandert und haben sich dort ein neues Zuhause aufgebaut. Einige haben es geschafft, andere sind wieder weggezogen. Im Moment leben rund 25 Schweizer in Rosaleda und einige davon durften wir kennen lernen. Charakter haben alle, die wir kennen gelernt haben. Ohne kann man wohl in dieser harschen Umgebung nicht überleben. Jeder der Einwohner hat eine interessante Geschichte zu erzählen und schon einiges erlebt. Treffpunkt für die Schweizer, aber auch für Indios und Mennoniten aus der Umgebung, ist das Rosaleda Resort.

Das Rosaleda Resort von Renato und Cecile bietet Hotelzimmer, ein Restaurant mit Stammtisch, einen Campingplatz, ein Schwimmbad und noch vieles mehr. Vor allem ist es aber ein Treffpunkt sich auszutauschen. Am Stammtisch wird Schweizerdeutsch gesprochen, Bier aus Gurten Bier Gläsern getrunken, Bratwurst mit Zwiebelsauce und Röschti gegessen und natürlich auch über das Wetter in der Schweiz diskutiert.

Leichter Regen verwandelt die Zufahrtsstrasse in eine Schlammpiste und so bleiben wir ein paar Tage in Rosaleda. Während dieser Tage lernen wir immer wieder Schweizer kennen, die nach Rosaleda ausgewandert sind. Wir besuchen einige auf ihren Grundstücken und werden auch immer wieder zu Kaffee oder einem Schnaps aus der Schweiz eingeladen. Irgendwie wirkt alles so vertraut und schweizerisch und immer mehr verlieren wir das Gefühl, dass wir uns im tiefsten Chaco von Paraguay und nicht im Kanton Bern in der Schweiz befinden. Die Zeit vergeht wie im Flug und es wird Zeit uns von den Schweizer Auswanderern zu verabschieden.

Die Schweizer Kolonie Rosaleda in Paraguay

Die Hauptstadt Asuncion bietet einige Sehenswürdigkeiten von Paraguay

Den Besuch der Hauptstadt Asuncion heben wir uns ganz auf den Schluss unserer Reise durch Paraguay auf. Etwa 50 km östlich von Asuncion liegt der Ort San Bernardino. Dieser wurde vom Deutschen Jakob Schaerer im Jahre 1881 als deutsche Kolonie gegründet. Noch heute leben hier ganz viele Auswanderer aus Europa. Am Wochenende gibt es Märkte, auf den Deutsche Produkte, frisches Brot, Schweizer Käse und allerlei Leckereien aus der Heimat verkauft werden. Gleich daneben liegt der Ort Altos, der ebenfalls sehr beliebt bei Auswanderern von Europa ist.

Für viele Reisenden aus der Schweiz liegt hier der beliebte Wohnmobilstellplatz Hasta La Pasta, vom Schweizer René und der Deutschen Marion betrieben wird. Hier treffen sich Overlander und Reisende und verweilen oft länger als geplant. Das Grundstück ist sehr grosszügig und wunderschön gelegen mit Blick auf den Ypacaraí-See. In den Bäumen leben viele Vögel und ab und zu können sogar Kapuzineraffen beobachtet werden.

Tucan im Hasta la Pasta

Bereits auf dem Weg in den Chaco haben wir mehr als eine Woche hier verbracht und die Zeit richtig genossen. Nun sind wir wieder zurück aus dem Chaco und der 1. August, der Schweizer Nationalfeiertag, steht vor der Tür. Natürlich wollen wir diesen im richtigen Rahmen mit Schweizer Freunden feiern und fahren wieder ins Hasta La Pasta.

Im Hasta La Pasta lernen wir eine Schweizer Familie mit zwei Mädchen kennen. Die Familie aus der Westschweiz ist auf einer ausgedehnten Weltreise mit ihrem Fahrzeug und nun feiern wir gemeinsam in Paraguay den Nationalfeiertag. Marion und René laden zum Mittagessen ein. Am Morgen dekorieren wir richtig Schweizerisch mit vielen Schweizerfahnen. Gemeinsam mit René’s Sohn, seiner Freundin, dem Deutschen Paar Ute und Klaus und Paul aus Appenzell feiern wir den 1. August und essen gemeinsam Gehacktes mit Hörnli und Apfelmus. Eine typische Schweizer Mahlzeit.

Schweizer 1 August Feier in Paraguay

Im Hasta La Pasta verbringen wir wieder mehr als eine Woche. Uns gefällt es hier sehr gut. Zum Sonnenuntergang treffen wir uns meist für einen Sundowner und führen interessante Gespräche. Wir können endlich auch einmal wieder Dinge erledigen, welche wir schon länger vor uns hergeschoben haben. Aber auch Ausflüge in die Umgebung unternehmen wir.

In Caacupé schauen wir uns die Basilika de Caacupé an. Die riesige Basilika mit dem schönen Kuppeldach wirkt in dem recht kleinen Ort etwas überdimensioniert. Die Basilika wird von Gläubigen aus dem ganzen Land besucht und am 8. Dezember sollen mehrere 100’000 Besucher in den sonst ruhigen Ort strömen. Im Innern ist die Basilika eher schlicht und nur wenig geschmückt. Gegen eine kleine Gebühr können wir über eine Wendeltreppe auf das Dach und die Aussicht geniessen.

Basilica de Caacupe in Paraguay

Die Kirche in Yaguarón liegt rund 30 km südwestlich von Caacupé. Auch dieser kleine Ort ist vor allem bekannt wegen einer Kirche. Der Templo de San Buenaventura ist eine Kirche aus der Gründungszeit des Ortes. Von aussen wirkt die riesige Kirche der ehemaligen Franziskaner Mission mit dem separaten Glockenturm sehr schlicht. Innen ist die Kirche wundervoll geschmückt und bemalt.

Die Kirche in Yagueron ist eine Sehenswürdigkeit in Paraguay

Die schöne Yagueron Kirche

Asuncion ist die Hauptstadt von Paraguay und bildet das Verwaltungszentrum des Landes. Nachdem wir unserer Batterien im Hasta La Pasta wieder aufgeladen haben, verabschieden wir uns von Marion und René. Wir sind bereit für die Weiterreise und wagen uns ins Gewühl von Asuncion. Nach zwei Monaten in Paraguay wird es Zeit, die Hauptstadt anzuschauen. Im Beitrag „Die Sehenswürdigkeiten von Asuncion“ kannst du uns durch Asuncion begleiten und mehr über Attraktionen erfahren.

Warst du auch schon in Südamerika und hast dir die Paraguay Sehenswürdigkeiten angeschaut? Welches waren für dich die schönsten  Orte in Paraguay?

Pinne diesen Artikel auf Pinterest

Paraguay Sehenswürdigkeiten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.