Roadtrip von Brisbane nach Sydney mit Umwegen ins Hinterland

Idyllische Landschaft an der Old Glen Innes Road

Der Roadtrip von Brisbane nach Sydney entlang der Ostküste Australiens ist knapp 1‘000 Kilometer lang. Der direkteste Weg auf dem Highway Nr. 1 folgt der Küste. Allerdings sieht man vom Meer während der gesamten Fahrt kaum etwas, da die Strasse nicht direkt an der Küste, sondern immer ein paar Kilometer vom Meer entfernt, verläuft. Entlang des Highways gibt es nicht nur viele Seitenstrassen zu wunderschönen Stränden und Orten an der Küste, sondern auch ins hügelige Hinterland. In diesem Beitrag zeigen wir dir die lohnenswerten Sehenswürdigkeiten während einem Roadtrip von Brisbane nach Sydney.

Wir lieben die Abwechslung und so verlassen wir den Highway immer wieder, um den Roadtrip von Brisbane nach Sydney möglichst abwechslungsreich zu gestalten. Wir fahren vom Highway weg und besuchen traumhafte Strände und Orte an der Küste. Uns gefällt die Küste sehr gut und wir lieben das Meer. Allerdings gibt es auch sehr lohnenswerte Umwege von der Küste weg Richtung Landesinnere. Hier ändert sich das Landschaftsbild sehr rasch.

Gegen Westen und das Landesinnere liegt die Great Dividing Range. Diese Bergkette folgt fast der gesamten Ostküste Australiens. Die Landschaft verändert sich rasch, wenn man die Küste verlässt und Richtung Landesinnere fährt. Die Strassen werden eng, steil und kurvenreich und die Vegetation wird rasch dichter und extrem grün. Es wird hüglig und auch das Klima ändert sich merklich.

Brisbane ist der Start unseres Roadtrips von Brisbane nach Sydney

Die Ostküste Australiens ist gegenüber der Westküste um einiges dichter besiedelt und es gibt viel mehr Orte. Ein Roadtrip entlang der Ostküste ist abwechslungsreich und es gibt sehr viele Attraktionen und Sehenswürdigkeiten. Die Orte liegen relativ nahe beieinander und die Infrastruktur ist viel besser ausgebaut als an der Westküste. Somit unterscheiden sich die beiden Küsten nicht nur durch die unterschiedliche Landschaft, sondern vor allem auch die Besiedelungsdichte. Der Roadtrip von Brisbane nach Sydney ist zwar nicht so abenteuerlich wie unser Roadtrip durch Westaustralien, aber wir haben trotzdem interessante Orte gefunden.

Brisbane ist die Hauptstadt des Australischen Staates Queensland und mit rund 2.4 Millionen Einwohnern die drittgrösste Stadt in Australien. Trotzdem fühlt sich die Stadt recht gemütlich und relaxed an. Sie ist umgeben von Wasser, denn der Brisbane River schlängelt sich mitten durch die Stadt. Es gibt zwar keine der herausragenden Sehenswürdigkeiten wie das Opernhaus oder die Harbour Bridge in Sydney, aber trotzdem lohnt es sich ein paar Tage in Brisbane einzuplanen. In unserem Beitrag zu Brisbane findest du Infos zu den Top 10 Sehenswürdigkeiten in Brisbane.

Start zum Radtrip von Brisbane nach Sydney

In unserem Beitrag zu Brisbane erfährst du, welche Sehenswürdigkeiten in Brisbane sich lohnen und wie du diese am besten erkunden kannst.

Surfers Paradise wird von Hochhäusern dominiert

Kurz nach Brisbane verzweigt sich die Strasse. Willst du entlang der Küste fahren, fährst du auf dem Highway No. 1 weiter. Bereits von weitem kannst du schon bald die riesigen Hochhäuser von Surfers Paradise erkennen. Der Strand ist lang und breit, allerdings fragen wir uns, was an den riesigen Hochhäusern paradiesisch sein soll. Der Strand ist toll und bei Internationalen, wie auch Australischen Touristen sehr beliebt. Im Ort gibt es ein Hardrock Café, ein Bavarian House und viele andere Restaurants und Clubs. Zudem ist sie für ein ausgeprägtes Nachtleben bekannt.

Wir haben Surfers Paradise beim letzten Roadtrip von Sydney nach Brisbane besucht und sind alles andere als begeistert. So fahren wir einen Umweg ins Gold Coast Hinterland. Wir fahren entlang des Mount Lindesay Highway Nr. 13. Unser Ziel ist der Lamington und Springbrook Nationalpark.

Der Lamington Nationalpark bietet tolle Wanderungen durch dichten Regenwald

Der Lamington Nationalpark ist bekannt für seine Regenwälder, uralten Baumbestände, Wasserfälle, Berge und Wanderwege. Die Zufahrtsstrasse zum Lamington Nationalpark ist eng, steil und bei Regen, wie wir ihn gerade haben, rutschig. Wir fahren durch dichten Regenwald und sind umgeben von riesigen Bäumen. Auf beiden Seiten der Strasse ragt eine dichte Mauer von undurchdringlichen Bäumen empor und über unseren Köpfen hängen tiefe, graue Wolken. Es ist dunkel und wir fühlen uns mitten am Tag wie am späten Abend.

Im Regenwald des Lamington Nationalparks

Bei Ankunft im Nationalpark regnet es in Strömen und der Himmel ist mit dunklen Wolken verhangen. Zum Glück bringt der nächste Tag Aufhellungen und der Tag startet freundlich. So haben wir die Möglichkeit einen Teil der Wanderungen des Lamington Nationalpark zu entdecken und über den ersten Treetop Walk von Australien zu klettern.

Auf dem Tree top walk im Lamington Nationalpark

Papagai bei Reni im Lamington Nationalpark

Im separaten Beitrag findest du detaillierte Informationen und Tipps zu den Wanderungen im Lamington Nationalpark.

Der Springbrook Nationalpark bietet wundervolle Wasserfälle und Wanderwege

Zum Glück bessert sich das Wetter denn wir wollen auch im Springbrook Nationalpark wandern gehen. Wie auch der Lamington Nationalpark dominieret der Regenwald das Bild des Springbrook Nationalparks. Beide Nationalparks gehören zum UNESCO-Welterbe. Im Springbrook Nationalpark gibt es einige sehr eindrückliche Wasserfälle, welche über verschiedene Wanderungen besucht werden können.

Auf der Wanderung zu den Twin Falls können wir von einem Aussichtspunkt sogar die Küste und die riesigen Hochhäuser von Surfers Paradise sehen. Wir sind froh, dass wir nicht der Küste entlang gefahren sind und uns für den Umweg durch die wunderschönen Wälder entschieden haben.

Aussicht vom Springbrook Nationalpark auf Surfers Paradise

Der Nationalpark ist in drei Teile unterteilt. Zuerst schauen wir uns den Teil auf dem Springbrook Plateau an. Hier finden wir wunderschöne Wanderungen, Wasserfälle und einen schönen Campingplatz, wo wir zwei Nächte verbringen. Nach zwei Tagen fahren wir vom Springbrook Plateau weiter zur Natural Bridge. Dieser Wasserfall ist über eine kurze Wanderung erreichbar. Das Wasser ergiesst sich durch ein Loch im Felsen in einen unterirdischen Pool. Dieser Ort ist wirklich sehr spektakulär.

Wasserfall der Natural Bridge im Springbrook Nationalpark

Wenn du mehr über den Springbrook Nationalpark und die Wanderungen erfahren möchtest lies unseren Beitrag: „Springbrook Nationalpark“.

Cappuccino im Moo Moo Roadhouse

Auf dem Weg vom Springbrook Nationalpark zurück zum Highway Nr.1 kommen wir beim kleinen Ort Mooball vorbei. Der Ort ist winzig. Trotzdem stoppen wir kurz, denn es gibt ein witziges Roadhouse. Das MooMoo Roadhouse ist Restaurant, Café, Tankstelle, Museum, Treffpunkt und Shop in einem. Wir gönnen uns einen Cappuccino, der erstaunlich gut ist, und schauen uns das Sammelsurium an Sammelstücken rund um Motorsport und Kühe an.

Das kultige Moo Moo Roadhouse in Mooball

Byron Bay auf dem Roadtrip von Brisbane nach Sydney

Kurz nachdem wir wieder auf den Highway Nr. 1 treffen, erreichen wir Byron Bay an der Küste. Dieser Ort ist mit dem Leuchtturm an spektakulärer Lage wirklich sehenswert. Byron Bay ist ein beliebter Urlaubsort und steht bei Surfern sehr hoch im Kurs. Es gibt tolle Cafés und gemütliche Restaurants. Das Ortsbild wird vom Surfer Lifestyle geprägt und jeder scheint mit einem Surfbrett auf dem Auto, dem Motorrad oder sogar dem Fahrrad unterwegs zu sein.

Der Strand von Byron Bay ist ein Highlight entlang des Roadtrip von Brisbane nach Sydney

Der Cape Byron Leuchtturm liegt auf einer felsigen Landzunge hoch über dem Meer. Der Cape Byron Walk ist eine sehr lohnenswerte, 3.7 Kilometer lange, Wanderung zum Leuchtturm. Entlang der Wanderung gibt es mehrere Buchten, Strände, Cafés, wunderschöne Ausblicke über das Meer und den Leuchtturm. Wir haben das Glück vom Leuchtturm aus Delfine beim Wellenreiten zu beobachten und auch einen grösseren Hai sehen wir durch das Wasser schwimmen.

Byron Bay Leuchtturm

Dem leckeren Cappuccino bei der Byron Bay Coffee Company können wir nicht widerstehen. Es gibt aber noch viele andere gemütliche Cafés und Restaurants in Byron Bay.

Leckerer Kaffe bei der Byron Bay Coffee Company

Der Hippie Ort Nimbin und der Markt in The Channon

Von Byron Bay aus lohnt sich ein Ausflug nach Nimbin. Der Ort ist bekannt für die Hippie Szene und den freizügigen Umgang mit Cannabis. Die Hippie Szene ist seit 1973 in Nimbin ansässig. Der Ort war verschlafen und unscheinbar. 1973 fand das grosse Aquarius Hippie Festival statt. Viele der Besucher sind geblieben und haben sich in Kommunen organisiert. Die Kommunen versuchen möglichst nachhaltig und in Eigenversorgung zu leben. Viele der Bewohner haben lange ohne Strom oder fliessend Wasser gelebt.

Heute ist der Ort schon fast etwas kitschig und wird von vielen Touristen besucht. Trotzdem ist es interessant durch den kleinen Ort zu schlendern und die kuriosen Geschäfte anzuschauen.

Hanf Shop im Hippie Ort Nimbin

Auf dem Weg von Byron Bay nach Nimbin liegt der kleine Ort The Channon. Wir haben das Glück, dass genau heute der Markt stattfindet. An jedem zweiten Sonntag im Monat findet der auf Kunsthandwerk und Selbstgemachtes spezialisierte Markt statt. Der Markt wurde 1976 unter dem Motto „Mache es, bake es, züchte es“ gegründet. Heute bieten über 250 Stände ihre Produkte an. Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt und es gibt Stände mit frisch zubereitetem Essen und Getränken. Wenn du in der Nähe bist, lohnt sich ein Besuch dieses Marktes sehr.

Entlang der Old Glen Innes Rod von Grafton nach Glen Innes

Von Byron Bay geht unser Roadtrip von Brisbane nach Sydney weiter Richtung Süden. Beim Ort Grafton trifft der Gwydir Highway, der über den Ort Glen Innes ins Landesinnere führt, auf den Highway Nr.1. Grafton hat einige interessante, historische Gebäude und ein Spaziergang durch den Ort lohnt sich auf jeden Fall.

Die Christ Church Cathedral in Grafton

Bei unserem ersten Rodtrip durch Australien sind wir entlang des Gwydir Highways gefahren und haben den Washpool und Gibraltar Range Nationalpark besucht. In den beiden Nationalparks gibt es interessante Felsformationen und schöne Wanderungen durch die Wälder.

Felsformation im Gibraltar Range Nationalpark

Auch dieses Mal verlassen wir bei Grafton den Highway Nr. 1 und fahren Richtung Osten ins Landesinnere. Dieses Mal fahren wir aber nicht entlang des Highways sondern auf der alten, unbefestigten Glen Innes Road. Diese Strasse folgt verschiedenen Flüssen und kommt am Guy Fawkes River Nationalpark und dem Mann River Reserve vorbei.

Der erste Streckenabschnitt ist noch befestigt. Dann verschwindet aber die Teerstrasse und wir fahren auf einer recht guten Schotterstrasse weiter. Die Gegend ist sehr ländlich und wir sehen nur noch vereinzelte, abgelegene Farmen. Wir fühlen uns gleich um ein paar Jahre zurückversetzt.

Verlassene Farm an der Old Glen Innes Road

Die Strasse wurde in den 1850er Jahren zur Versorgung des Goldgräberortes Dalmorton gebaut. Wir sind begeistert von der Natur, welche wir entlang der Strasse antreffen. Wir fahren durch üppige Wälder, sattgrüne Wiesen und am Fluss entlang.

Bei Buccarumbi fliessen die beiden Flüsse Boyd und Nymboida zusammen. Ein wunderschöner Platz zum Campen liegt direkt an den beiden Flüssen, gleich neben der Brücke über den Boyd River. Neben der Brücke liegen noch alte verrostete Trümmerteile einer alten Brücke, die während eines Hochwassers weggeschwemmt wurde.

Traumhafter Camp Spot Buccarumbi an der Old Glen Innes Road

Bei einem so schönen Platz können wir nicht widerstehen und wir schlagen unser Nachtlager auf. Nur zwei andere Gruppen sind noch hier und es ist ein sehr ruhiger und idyllischer Ort zum Campen. Es ist erst kurz nach Mittag und so haben wir den ganzen Nachmittag zum relaxen und geniessen.

Am nächsten Morgen geht die Fahrt entlang der Old Glen Innes Road und dem Boyd River weiter. Die Landschaft ist wunderschön und sehr idyllisch. Wir fahren durch Weideland mit sattgrünen Wiesen. Entlang der Strasse sehen wir viele Kühe aber auch Pferde und ganz vereinzelte, abgelegene Farmen. Das Schönste ist jedoch der Fluss, der neben der Strasse entlang fliesst.

Fahrt entlang der Old Glen Innes Road

Ziemlich genau in der Mitte zwischen Grafton und Glen Innes liegt die Geisterstadt Dalmorton. Goldfunde haben hier einen Goldrausch ausgelöst und die Stadt ist rasch gewachsen. Bis zu 5‘000 Menschen haben damals hier gelebt und es gab 13 Pubs. Heute erinnern nur noch ein paar Hütten, welche als Wochenendhäuser genutzt werden, und ein paar Hausruinen an diese Zeit. Wir begegnen niemandem, allerdings steht eine Kuhherde mitten in der Strasse und beäugt uns neugierig.

Kuhherde auf der Old Glen Innes Road

Sieben Kilometer nach Dalmorton treffen wir auf einen historischen Tunnel. Dieser Tunnel wurde von Hand aus dem Felsen geschlagen und hat eine Höhe von 3.3 Meter.

Historischer Tunnel auf der Old Glen Innes Road

Wenige Kilometer bevor die Old Glen Innes Road wieder auf den Gwydir Highway trifft, befindet sich das Mann River Nature Reserve. Im Reserve gibt es einen idyllisch gelegenen Campingplatz an einem Fluss. Dieser wird zurzeit gerade umgebaut und mit neuer Infrastruktur erweiter. Ab dem Mann River Nature Reserve geht es steil aufwärts und unser Taku muss ganz schön schuften. Die Strasse ist für die nächsten Kilometer sehr eng, extrem kurvig und steil. Wir sind ganz schön erstaunt über die steile Strasse und wie lange es so steil aufwärts geht.

Wir sind neugierig und wir schauen auf den Höhenmesser. Von knapp 400 m.ü.M sind wir auf knapp 1‘200 m.ü.M hochgefahren. Wir haben also über 800 Höhenmeter bewältigt. Nun geht die Fahrt aber wieder flacher weiter auf dem Gwydir Highway bis wir Glen Innes erreichen. In Glen Innes sehen wir die Weihnachtsdekoration und uns wird wieder bewusst, dass Weihnachten vor der Tür steht.

Weihnachtsbaum in Glen Innes auf dem Roadtrip von Brisbane nach Sydney

Von Glen Innes fahren wir auf dem New England Highway Richtung Süden. Im kleinen Ort Guyra, zwischen Glen Innes und Armidale, befindet sich ein schöner Free Camp auf dem wir die Nacht verbringen. Die Stimmung bei Sonnenuntergang ist genial.

Wunderschönes Abendrot auf dem Roadtrip von Brisbane nach Sydney in Guyra
Armidale liegt etwa in der Mitte des Roadtrips von Brisbane nach Sydney

Der Ort Armidale liegt ziemlich genau auf halber Distanz unseres Roadtrips von Brisbane nach Sydney. Armidale hat knapp 25‘000 Einwohner und ist für uns ein guter Versorgungsort. Wir können einkaufen und unsere Vorräte auffüllen, haben Internetzugang und natürlich gönnen wir uns auch einen feinen Cappuccino. Auch ein Spaziergang durch den Ort lohnt sich sehr, denn es gibt einige sehr schöne, historische Gebäude und Kirchen.

Das historische Imperial Hotel in Armidale

Die St Mary and St Joseph Cathedral in Armidale

In der St Mary and St Joseph Cathedral in Armidale

Bei Armidale können wir entweder auf dem New England Highway Richtung Süden oder auf dem Waterfall Way wieder zurück an die Küste fahren. Während unserem letzten Australien Roadtrip sind wir den Waterfall Way gefahren und haben die Wasserfälle entlang der Strecke besucht. Es gibt einige sehr schönen Wasserfällen und Wanderungen und verschiedene Nationalparks auf der Strecke bis zur Küste. Sehr gut haben uns die Ebor Falls mit den zwei Kaskaden gefallen.

Die Upper Ebor Falls auf dem Roadtrip von Brisbane nach Sydney

Die Lower Ebor Falls auf dem Waterfall Way

Auch die Orte Dorrigo mit den schönen Dangar Falls und Bellingen lohnen sich unterwegs anzuschauen.

Die Dangar Falls entlang des Waterfall Way

Entlang der Küste lohnen sich die Orte Coffs Harbour, Nambucca Heads und Port Macquarie.

Wir haben aber andere Pläne. Richtung Süden gibt es nebst des New England Highways auch noch den Thunderbolts Way. Diese Strecke wurde uns von Australiern empfohlen. Die Strasse soll sehr kurvenreich sein, durch wunderschöne Landschaft führen und nicht so stark befahren sein. Genau das Richtige für uns.

Der Thunderbolts Way ist eine coole Alternative auf dem Roadtrip von Brisbane nach Sydney

Der Thunderbolts Way verbindet die Orte Inverell und Gloucester. Die Strasse ist 290 Kilometer lang und befestigt. Sie verläuft durch hügelige Landschaft, ist sehr kurvenreich und beinhaltet steile Abschnitte.

Bevor wir aber bei Uralla auf den Thunderbolts Way fahren, unternehmen wir noch einen kurzen Umweg zum kleinen Weiler Gostwyck. Hier steht eine der bekanntesten und meistfotografierten Kapellen Australiens. Besonders schön ist die Kapelle im Herbst. Dann wenn sich die Blätter der Kletterpflanzen, welche die Kapelle einpacken, rot färben.

Die Gostwyck Chapel bei Uralla

Ein weiteres, sehr beeindruckendes Gebäude ist der Deeagree Woolshed. Noch heute wird das Gebäude zum Schafe scheren benutzt. Das Gebäude stammt aus dem Jahre 1872 und das, riesige, achteckige Blechdach ist ganz schön beeindruckend.

Der riesige Deeargee Woolshed in Gostwyck bei Uralla

Jetzt wollen wir aber wissen, was es mit der Strasse mit dem coolen Namen Thunderbolts Way, auf sich hat. Gleich zu Beginn der Strecke erinnert uns dieses Hinweisschild daran, dass die Strasse sehr steile Abschnitte beinhaltet. Unsere Bremsen werden zwischendurch auch ganz schön heiss und wir legen immer wieder Stopps ein, damit die Bremsscheiben wieder abkühlen können.

Strassenschild am Thunderbolts Way

Die Landschaft ist wirklich sehr hügelig und ländlich. Kuhweiden dominieren die nutzbaren Flächen und einzelne Farmen sind in der Ferne zu sehen.

Farmland entlang des Thunderbolts Way

Entlang der Strecke treffen wir immer wieder auf Flüsse, fahren ein paar Kilometer entlang und überqueren dann den Fluss über alte Holzbrücken.

Brücke auf dem Thunderbolts Way

Rund 30 Kilometer vor dem Ende des Thunderbolts Way liegt das Bretti Reserve. Ein wunderschöner Gratis Campingplatz an einem kleinen Fluss. Das Timing passt genau und wir suchen uns einen schönen Platz unter grossen Bäumen. Im Moment sind nur eine Handvoll andere Camper auf dem riesigen Areal.

Campen im Bretti Reserve entlang des Thunderbolts Way

Das wird sich aber in den nächsten paar Tagen drastisch ändern. Die grossen Schulferien der Australier stehen an, und während dieser Zeit wird sich dieser Platz füllen.

Das Bretti Reserve ist ein toller Platz. Er liegt an einem kleinen Fluss, es gibt viel Platz auf einer riesigen Wiese mit schattenspendenden Bäumen. Zudem gibt es Toiletten und Mülltonnen und das Reserve liegt nahe des Barrington Tops Nationalparks.

Vom Camping aus können wir auch die vorbeifahrenden Holztransporte beobachten. Die Region ist nebst Landwirtschaft auch für die Holzwirtschaft bekannt.

Holztransport auf dem Thunderbolts Way

Willst du wissen, wie der Thunderbolts Way zu seinem Namen gekommen ist? In Australien gab es eine ganz Anzahl von Gesetzlosen, welche ihr Unwesen getrieben haben und sich erfolgreich im Busch versteckt haben. Sie haben Geschäfte und Leute überfallen, diese beraubt und sich dann im Busch versteckt. Diese Gesetzlosen wurden in Australien Bushranger genannt. Frederick Ward war einer dieser Bushranger. Er lebte von 1835 bis 1870 und hat die Gegend unsicher gemacht. Bekannt war er unter dem Pseudonym Captain Thunderbolt und von ihm stammt auch der Name der Strasse. Ausserhalb von Uralla haben wir uns die Höhle angeschaut in der sich Captain Thunderbolt damals versteckt hat. Wenn du mehr über die Geschichte des Captain Thunderbolt erfahren möchtes findest du hier seine Biografie.

Newcastle liegt auf dem Weg unseres Roadtrips von Brisbane nach Sydney

Am nächsten Morgen fahren weiter entlang des Thunderbolts Way bis nach Gloucester und von dort bis nach Newcastle an der Ostküste. Ein Teil dieser Stadt liegt auf einer Landzunge und ist von Wasser umgeben. Das historische Newcastle Ocean Bath wurde noch vor dem ersten Weltkrieg in klassischem Art déco Stil, am Spitz dieser Landzunge, erbaut. Der runde Canoe Pool wurde leider durch die Gezeiten und Wellen mit Sand gefüllt.

Canoe Pool in Newcastle auf dem Roadtrip von Brisbane nach Sydney

In Sydney endet unser Roadtrip von Brisbane nach Sydney

Sydney ist mit den herausragenden Sehenswürdigkeiten wie dem Opernhaus und der Sydney Harbour Bridge wohl die bekannteste Stadt Australiens. Hier endet unser Roadtrip von Brisbane nach Sydney.

Rund eine Autostunde nördlich von Sydney werden wir für die nächsten drei Wochen häuslich. Wir haben ein Housessit angenommen, wo wir auf ein Haus mit einem Hund, einem Kaninchen, einem Fisch und drei Insekten aufpassen.

Am Ziel des Roadtrip von Brisbane nach Sydney

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln können wir in einer guten Stunde bequem nach Sydney in die Stadt fahren und die Sehenswürdigkeiten besuchen. Während den drei Wochen des Housesits haben wir auch wieder einmal Zeit unsere administrativen Aufgaben zu erledigen. Wir können an unserem Blog arbeiten, Fotos sortieren, Texte schreiben und auch einige Dinge an unserem Fahrzeug erledigen. Die Vorzüge eines Hauses und eine riesige Küche mit sämtlichen Haushaltsgeräten steht uns zur Verfügung und dies geniessen wir sehr.

Wir sind froh, während dieser Zeit im Haus zu wohnen. Denn Weihnachten und der Jahreswechsel steht vor der Tür und dies heisst auch Schulferien für die Australischen Kinder. Während dieser Zeit der grossen Schulferien ist sehr viel los in Australien. Vor allem die Küstenorte sind während dieser Zeit sehr beliebt. Es kann sehr voll werden, die Campingplätze sind überfüllt und die Preise schnellen in die Höhe. So ist es also genau die richtige Zeit für ein Housesit.

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Roadtrip von Brisbane nach Sydney

 

Bist du den Roadtrip von Brisbane nach Sydney oder in umgekehrter Richtung von Sydney nach Brisbane auch schon gefahren? Welches waren deine Highlights entlang dieser Strecke? Welche Route würdest du wählen? Entlang der Küste oder durchs Hinterland?

 

12 Gedanken zu “Roadtrip von Brisbane nach Sydney mit Umwegen ins Hinterland

  1. Das weckt schöne Erinnerungen! Zum Teil kennen wir die Region (wenn auch eher von der Seite der Küste!). So macht es einem wieder Fernweh nach Australien!!! Lieber Gruss!!!

    • Hallo Jenny,
      Der Küstenabschnitt zwischen Brisbane und Sydney hat sehr viel zu bieten. Aber auch das Hinterland hat uns dieses Mal voll begeistert. Die Hügellandschaft der Great Dividing Range und die schöne, grüne Landschaft hat uns voll gefallen.
      Sonnige Grüsse von Tasmanien,
      Marcel und Reni

  2. Voller Freude, aber auch Sehnsucht nach der Ferne habe ich euren neuen Bericht gelesen. Er ist wieder absolut toll und die Fotos sind wirklich super gelungen. Wir haben vor 2021 nach Australien zu reisen, eure Berichte wecken natürlich die totale Sehnsucht in uns und wir können es gar nicht erwarten.
    Nun sind wir erst einmal neugierig wohin euer Wohnmobil verschifft wird? Freuen uns schon auf neue Berichte und Fotos! Für euch alles Gute und weiterhin spannende Abenteuer! Liebe Grüsse vom Bodensee.

    • Hallo Viola,
      Vielen Dank für deinen Kommentar und das Kompliment zu unseren Fotos. Der Roadtrip von Brisbane nach Sydney durch das Hinterland hat sich wirklich sehr gelohnt. Wir haben supertolle Landschaften angetroffen und es war extrem abwechslungsreich.
      Unser Taku hat das erste Mal Wasser unter den Rädern gehabt und wir sind nun in Tasmanien unterwegs. In fünf Wochen gehts dann zurück aufs Australische Festland und dann ist bereits Endspurt vor dem grossen Verschiffen auf einen neuen Kontinenten, ein neues Land und eine Million neuer Abenteuer und Erlebnisse. Wir freuen uns riesig drauf.
      Sonnige Grüsse von Tasmanien an den Bodensee,
      Marcel und Reni

  3. Hallo ihr beiden, schön wieder einmal von euch zu lesen!
    Ja, an der Ostküste gäbe es noch so viel Schönes, so viele Naturparks zu entdecken! Selbst haben wir nur einen Bruchteil davon gesehen, zum Beispiel Faszinierende Regenwälder bei Brisbane … aber auch schon nördlicher zwischen Gladstone und Hervey Bay gab es viel Grün und ebenso weiter südlich. Gold Coast / Surfers Paradise und Hervey Bay haben wir kurz besucht – Die Orte sind der Inbegriff meiner „Ostküsten-Vorurteile“: Strand, Party, viele junge Touristen… aber dennoch faszinierend! Im Gegensatz dazu haben wir dann auf der Weiterfahrt in Richtung Sydney nochmals viel Natur gesehen und die schönen Orte Coffs Harbour und Port Macquarie besucht.
    Wenn es ein „nächstes Mal“ gibt, würde ich nun auch nach Euren Strecken und Tipps gleich nochmals mehr Zeit im Hinterland der Ostküste verbringen… und wahrscheinlich generell mehr Zeit für die Strecke einrechnen. Da habe ich mich wohl bei der Planung zu sehr von meinen Vorurteilen leiten lassen. Liebe Reisegrüsse, Miuh

    • Hallo Miuh,

      Die Route durch das Hinterland hat uns extrem gut gefallen und wir sind begeistert von der Natur. Eigentlich liebe wir ja die Nähe zum Wasser und das Meer. Aber die Ostküste ist uns an vielen Orten einfach zu voll. Im Hinterland haben wir im Gegensatz zur überlaufenen Küste totale Ruhe an den schönsten Orten gefunden.
      Bald werden wir einen Beitrag zum Roadtrip von Sydney nach Melbourne durch die Australischen Alpen veröffentlichen. Auch auf diesem Abschnitt sind wir von der Küste Weg und haben versucht möglichst auf Nebenstrassen zu fahren. Das Resultat war extrem abwechslungsreich und wir sind begeistert von den Offroad Strecken die wir gefunden haben. Kommt bald…

      Sonnige Grüsse von Tasmnien,

      Marcel und Reni

  4. Wunderschön!!!! Auf dieser Strecke hatten wir leider nicht so viel Zeit, all die tollen Orte im Landesinneren zu entdecken. Auf unserer Strecke von Sydney nach Adelaide haben wir aber genau das Gleiche gemacht. Es ist toll zwischendurch die Abwechslung von der Küste zu haben. LG Christina

    • Hallo Christina,

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Schade hattet ihr nicht so viel Zeit, denn die Region bietet wirklich sehr viel. Die Küste ist natürlich Toll, aber auch das Hinterland hat einige Highlights zu bieten.
      Cool habt ihr zwischen Sydney und Adelaide auch Trips durchs Landesinnere gemacht. Bald werden wir einen Beitrag zum Roadtrip von Sydney nach Melbourne durch die Australischen Alpen veröffentlichen. Auf diesem Abschnitt sind wir von der Küste Weg und haben versucht möglichst auf Nebenstrassen zu fahren. Das Resultat war extrem abwechslungsreich und wir sind begeistert von den Offroad Strecken die wir gefunden haben. Vielleicht findest du ja das Eine oder Andere, was ihr auch gesehen habt.

      Sonnige Grüsse,

      Marcel und Reni

  5. Hallo ihr beiden,

    wieder einmal ein sehr schöner Bericht und schöne Fotos!

    Diese Strecke möchte ich auch irgendwann einmal fahren; da kann ich eure Tipps sicher gut gebrauchen.

    Vielen Dank dafür!

    Julia

    • Hallo Julia,

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Der Roadtrip von Brisbane nach Sydney bietet viel Abwechslung. Vor allem wenn man zwischendurch auch von der Küste ins Landesinnere fährt.

      Sonnige Grüsse,

      Marcel und Reni

  6. Hoi Marcel ich habe grad ihre texte gelesen und die bilderen an gekuckt alle sehr schun
    Die strecke von Brisbane nach Sydney .
    LBG JAN

    • Hoi Jan

      Vielen lieben Dank für das Kompliment. Die Strecke ist unglaublich schön und es gibt so viel zu entdecken.

      Liebe Grüsse aus Tasmanien,
      Reni und Marcel

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